Wo Musiker noch echte Helden sind

Die Jam Session Alpnach hat sich als innovative Bühne bei Musikerinnen und Musikern etabliert. Hier wird nicht nach Noten gespielt, sondern es wird aus dem Bauch heraus improvisiert. Die Erfolge der letzten Sessions ermöglichen eine Weiterentwicklung dieses musikalischen Formats, das sich sowohl an Musiker aus der Region wie auch an Besucher des Gasthauses richtet. Im Herbst 2017 finden drei weitere Sessions in monatlichen Abständen statt.

Über die Kantonsgrenzen hinaus hat es sich herumgesprochen. Wer einmal dabei war, kommt immer wieder an die Jam Session Alpnach. Josa Allamand, Geschäftsführer des Gasthauses Pfistern sowie Benno Lottenbach, Organisator der Jam Session Alpnach, haben sich aufgrund des anhaltenden Erfolgs zu einer Weiterführung dieses Anlasses entschlossen. Gemeinsam planen sie drei weitere Ausgaben im Herbst 2017, welche in monatlichen Abständen stattfinden werden.
Im Sinne einer stetigen Weiterentwicklung wird die Session zukünftig stilistisch weiter geöffnet. Wo bisher Rock und Blues die Bühne dominierten, soll zukünftig auch Platz für weitere Stilrichtungen geschaffen werden. So konnte beispielsweise für eine der nächsten Ausgaben die Irish Folk-Combo "Folsom Glenn" gewonnen werden. Neues Schaffen ohne das Alte zu verlieren, lautet das Motto der nächsten Staffel.

Das riskante Spiel mit der Improvisation

An der Jam Session Alpnach treffen sich Musikerinnen und Musiker, weil sie das Abenteuer lieben. Die kleine Bühne im Pub des Gasthauses Pfistern ist kein Ort der wohligen Sicherheit. Hier entwickelt sich jeder Ton zum Risiko. "Hier kann ich nicht einfach meine einstudierten Melodien abspulen", meint Chris Ruggli aus Bülach ZH, der mit seiner Gitarre noch kaum eine Jam Session in Alpnach ausgelassen hat. "Musiknoten nützen mir an der Jam Session nichts. Wir improvisieren." Als Gitarrist ist er gefordert, sich voll und ganz auf seine Mitspieler einzulassen. "Gut zuhören, Harmonien erkennen und schliesslich ganz mutig die Musik aus dem Moment heraus entstehen zu lassen - das fordert mich auf der ganzen Linie", meint der junge Zürcher, der für diese besonderen Anlässe regelmässig den weiten Weg nach Alpnach auf sich nimmt.

Das Publikum ist mit Freud und Leid hautnah dabei

Was Musikerinnen und Musikern den Schweiss auf die Stirn treibt, bietet dem Publikum höchsten Unterhaltungswert. Denn, dass beim improvisieren nicht immer alles auf Anhieb gelingt, versteht sich von selbst. Hautnah können die Besucher des Pubs den musikalischen Entstehungsprozess mitverfolgen. Sie kriegen die Schwierigkeiten, in denen die Musiker sich befinden, auf direktem Weg mit. Es leidet, wenn das Spiel ins Stocken gerät. Dafür applaudiert es frenetisch, wenn sich die einzelnen Instrumente wie aus dem nichts heraus zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen und der Groove plötzlich die Füsse zum Tanzen bringt. "Mich fasziniert immer wieder dieser Flow, wenn Musiker eins sind mit ihren Melodien", äussert sich Stephanie Jeker aus Schoried, die gespannt das Geschehen auf der Bühne mitverfolgt. "Die Unmittelbarkeit, in der die Spielenden agieren, erzeugt ein hohes Mass an Authentizität. Das führt zu einer fast magischen Verbindung zwischen Musikern und Publikum."

„Spiel mit uns! Wir machen uns auf alles gefasst. Du dich bitte auch.“
Jam Session im PfisternUP, Alpnach Dorf, jeweils 20 Uhr:
28. September 2017 mit "Mount Alpin Blues Thrill"
26. Oktober 2017 mit „Folsom Glenn“
23. November 2017 mit "Kind of Mind"
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