„Gängster“ in Thun

Thun: Tempel | Zur aufgehenden Sonne machte sich die mutige Truppe der GKMAF Krellmann aus Baar auf den Weg nach Thun zum Ryukyu Kobudo Seminar. Horst Baumgürtel, Inhaber und Leiter der Goju Kai Karateschule, rief sie alle zusammen.
Der Tag versprach viele neue Kenntnisse. Für viele zum ersten Mal wurde die Handhabung der Waffen, die aus Filmen bekannt waren, doch deren Namen nie präsent war, geübt. So trafen die Schüler von Kung Fu und Samurai auf den Bo-Stab (Langstock), die Tonfa (Polizistenwaffe) und die Sai (Gabelähnliche Waffen). Kein zeitraubendes Aufwärmen, sondern sofort einsteigen.
Mit Präzision und jahrelanges Üben teilten die beiden extra eingeflogenen Japanische Meister, Toshihisa Sofue und Masahiko Futawatri, die über 60 Kampfkünstler in zwei Gruppen auf – beide trainierten intensiv die neuen Techniken. Die Angriffe und Abwehr mit dem Langstab wurden auf Kommando nachgeahmt. Anschliessend die Polizeiwaffen, die Tonfas. Sie sehen aus wie ein Holzstab mit seitlichen Griff. Davon erhielten die Schüler zwei Stück in die Hände. Sie trainierten emsig die Drehungen und Schläge in einer traditionellen Japanischen Form (choreographierter Ablauf). Das beidseitige Waffentraining brachte viele zum Schwitzen. Die Königsdisziplin, der Umgang mit den Sai-Gabeln, baute auf diese Techniken auf. Beidseitige spitze Waffen, drehen für den Schlag mit dem Griff oder mit einem Zwick vom Handgelenk als Stich ausgeführt – die Teilnehmer wurden gefordert.
Immer wieder hallte „Gängster“ durch den Raum. So klang es für japanisch-ungeübte Ohren. Ein Angriff mit dem Tonfa. „Gängster“. Ein unsicheres Lächeln des Schülers und dem Meister nachahmen. Nochmals eine Schrittkombination mit Sai. „Gängster“, mahne der Instruktor. Baumgürtel klärte es auf. „Gängster“ verriet die Stellung der Beine (angewinkeltes Knie und gestrecktes hintere Bein). Ein „Aha“-Erlebnis. Die Übersetzung zu „Dedose“, wie diese Stellung bei den Samurais genannt wird, wurde dann schnell umgesetzt und die Meister freuten sich über die Hingabe der Schüler.
Die Sonne ging unter, das Training war vorbei. Voller neuer Erkenntnisse machte sich die Truppe auf den Heimweg nach Baar. Fotos gibt es auf der Homepage www.gkmaf.ch

ara

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