Eine Vielfalt an Akkordeon-Musik

Marlène Bernardi spielt ihr Solo.

Am 12. Mai 2018 fand das traditionelle Frühlingskonzert des Akkordeon-Orchesters Ebikon statt. 21 Akkordeonspieler, unterstützt von E-Piano, Schlagzeug und Perkussion begeisterten den vollen Pfarreiheimsaal in Ebikon.

Zur Konzerteröffnung präsentierten sich die Nachwuchsspieler der Musikschule Rontal unter der Leitung von Andreas Gut und nahmen das Publikum mit harmonischen Klängen auf eine musikalische Reise mit. Anschliessend spielte das Akkordeon-Orchester Ebikon unter der Leitung von Hugo Felder und seinen drei Vizedirigenten neu einstudierte Stücke. Zum Beispiel eines der bekanntesten Stücke des Rondo Veneziano, „Misteriosa Venezia“. Einigen Zuhörern aus dem Publikum kam dieses Stück sicher bekannt vor, konnte doch das Akkordeon-Orchester 20 Jahre nach der CD Aufnahme mit dem Zentralschweizer Akkordeon-Musikverband zeigen, wie gut es sich weiterentwickelt hatte. Besonders die virtuose Fingerfertigkeit der 1. Stimme zog das Publikum in den Bann der Musik. Die Oscar preisgekrönte Filmmusik aus dem Film „Il Postino“ zeigte eine andere Facette des Orchesters. Das einfühlsame Solo von Marlène Bernardi liess die Zuhörer träumen. „Black forest travel“ nahm die Gäste mit auf eine Reise in den Schwarzwald, und unter anderem durch Kuckucksklänge wurden die Stimmungen des Schwarzwaldes für die Ohren der Zuhörer lebendig. Das Akkordeon-Orchester Ebikon spielte dieses Lied in Gedenken an Jürgen Schmieder, einem Freund und Komponistenkollegen von Dirigent Hugo Felder, der dieses Jahr verstarb.

Abwechslung gab es nach der Pause durch das Jodelduett Iren Kiser und Tochter Manuela Amrein. Sie boten dem Publikum Jodelgesang aus ihrem breiten Repertoire. Hier zeigte sich das ausgesprochene musikalische Talent von Manuela Amrein. Sie ist seit Jahren Aktivspielerin in der 1. Stimme des Akkordeon-Orchesters Ebikon und gehört mittlerweile auch zu den Vizedirigenten. Dass sie auch zusammen mit ihrer Mutter durch den Jodelgesang begeistern kann, zeigte sie durch die Uraufführung ihres ersten selbstkomponierten Jodelstückes und durch das begeisterte Publikum.

Vizedirigent Martin Rimer entführte anschliessend die Zuhörer mit „Tokyo Adventure“ und fremd anmutenden Klängen in den fernen Osten, nach Japan. Und wiederrum verblüffte das Akkordeon-Orchester sein Publikum durch die anschliessende „Bohemian Rhapsody“ der Rockgruppe Queen. Hier konnte das Orchester die vielfältigen Möglichkeiten des Akkordeons zeigen. Der feine Anfang mit Steigerung zum Rock fesselte das Publikum. Von Klassik über Volksmusik bis zur Rockmusik hat das AOE an diesem Abend alles geboten und den Zuhörern zum Teil neue Seiten des Orchesters, aber auch des vielfältigen Instrumentes Akkordeon gezeigt. Das begeisterte Publikum forderte zwei Zugaben und damit wurde dieser äusserst gelungene Konzertabend abgeschlossen.

Emily Bannwart
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