"Mall of Switzerland" bringt Ebikon ins Plus ?

Medienwirksam verkündete der Gemeinderat Ebikon das erfreuliche Ergebnis zum Abschluss 2014. Statt eines geplanten Minus von 1.2 Mio. konnte ein Ertragsüberschuss von 2.3 Mio. erzielt werden. Soweit so gut.

Wie aber ist dieses Ergebnis zu Stande gekommen?

Dank den Mehrerträgen von 4.4 Mio. aus Handänderungen und Grundstückgewinn-Steuern, konnte dieser erfreuliche Abschluss erzielt werden. Den grössten Beitrag gab es durch das Projekt "Mall of Switzerland". Diese Finanzspritze ist jedoch leider ein Einmalereignis und wird nicht nachhaltig sein.

Die Steuereinnahmen hingegen lagen 1.7 Mio. unter dem Budgetwert. Die Kosten für die Pflegefinanzierung haben 2014 rund 800`000.-- mehr gekostet. Diese werden Aufgrund der demografischen Bevölkerungsentwicklung weiter steigen. Sollte sich in diesem Bereich der Kanton nicht an den Kosten beteiligen, steht Ebikon vor eine Herkulesaufgabe, die aber nicht in Steuererhöhungen enden darf. Darum ist sparen und qualitatives Wachstum angesagt.

Ob die "Mall of Switzerland" mit ihrem Mehrverkehr zur Wohnqualität beiträgt, lässt sich bezweifeln. Steuereinnahmen von den künftig dort ansässigen Betrieben dürften das Steuerloch der Gemeinde nicht zuschütten. Wie sich auch zeigt, werden in diesem neuen Einkaufstempel auch nicht primär neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern nur umgelagert (z.B. M-Parc) Jetzt gilt es als Sofortmassnahme die Verkehrserschliessung mit der S-Bahn zu optimieren und den Autoverkehr auf der Zufahrt zur Mall zu konzentrieren. Wird dies nicht geschafft, dürfte die Wohnqualität von Ebikon, bedingt durch verstopfte Zufahrten, schnell abnehmen, was zu Wegzügen von Steuerzahlern führen wird.

Bringt die "Mall of Switzerland" Ebikon wirklich in Plus?
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.