Mehrwertabgabe soll Auswirkungen der Siedlungsverdichtung kompensieren

Blick auf ehemaligen M-Parc, Ebikon (rechts im Bild)
Ebikon: Weichlen |

In Ebikon gehen die Meinungen betreffend der neuen Überbauung Weichlen/Qube weit auseinander. Einige Einwohner haben sehr grosse Mühe mit den Auswirkungen des verdichteten Bauens.

 Sie wollen ihr altes Ortsbild nicht verändert haben. Die Vorstellung, ganz auf ein Auto verzichten zu können, sogar in unmittelbarer Nähe eines Bushubs, ist ihnen fremd- im Gegensatz zur jüngeren Generation.
Lukrativ scheint einigen der finanzielle Aspekt:



Angeblich spült die Mehrwertabgabe rund 3,5 Millionen Franken in die Kasse der Gemeinde. Dazu muss man wissen, dass die Mehrwertabgabe zwar primär durch eine Geldleistung erbracht werden soll, sie kann aber auch durch eine Sachleistung, die Einräumung von Rechten oder eine Kombination der genannten Leistungsarten erbracht werden.
Ziel und Zweck der Erträge aus der Mehrwertabgabe ist in erster Linie, die Auswirkungen der Siedlungsverdichtung zu kompensieren. Es geht um Aufwertungen der öffentlichen Räume, Erhaltung und Förderung sowie Schaffung von Grün- und Freiräumen, Förderung der Siedlungsqualität, Förderung von preisgünstigem oder gemeinnützigem Wohnungsraum sowie Förderung des Langsamverkehrs.



Um dies zu erreichen, braucht es auch in Ebikon ein Reglement über den Mehrwertausgleich, wie es am 10.Dezember 2018 in Sursee beschlossen und aktuell auch in Kriens beantragt wurde. Damit wird sichergestellt, dass die planungsbedingten Mehrwerte korrekt und nach einheitlichen Regeln ermittelt und die Erträge aus der Mehrwertabgabe zielgerichtet und zugunsten der Siedlungs-, Wohn- und Lebensqualität eingesetzt werden. Nur so kann es gelingen, die unvermeidlichen nachteiligen Belastungen und Auswirkungen der heute geforderten Siedlungsverdichtung zu reduzieren und einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Gesamtentwicklung von Ebikon zu leisten.
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