Herausforderung Alter

Unter dem Titel „Herausforderung Alter“ lud die CVP Emmen zur Parteiversammlung. Anne Geisert von der Spitex Emmen und Rita Amrein orientierten über verschiedene Angebote in Emmen.

Die Lebenserwartung von Frauen und Männern in der Schweiz steigt. Durch medizinische Fortschritte dauert der dritte Lebensabschnitt nicht nur länger. Er bietet auch mehr Möglichkeiten zur aktiven Gestaltung. Gleichzeitig sind diese Tatsachen aber auch eine Herausforderung für Angehörige, Gesellschaft und Politik.

Anne Geisert –Geschäftsleiterin von Spitex Emmen - zeigt in ihrem Referat exemplarisch einige Herausforderungen. So steht zum Beispiel im Bereich der psychiatrischen Pflege eine steigende Nachfrage einem Mangel an Fachkräften gegenüber. Die alternde Gesellschaft führt zudem öfter zu sozialer Isolation von Betagten wenn entsprechende Netze fehlen. Angehörige, Freunde und Nachbarn sind gefordert. Doch auch die Überforderung von pflegerisch tätigen Angehörigen ist ein Problem. Hier fehlt es oft auch am Wissen um Angebote von Pflegeheimen für Ferienbetten oder Unterstützung im Sinn einer Ferienablösung.

Demenz ist ein immer häufiger auftretende Diagnose der mit verstärkter Schulung der Mitarbeitenden und neuen Betreuungsangeboten Rechnung getragen werden muss. So wie im Betagtenzentrum Emmenfeld eine eigene Demenz-Abteilung geschaffen wurde, ist auch die Spitex gefordert die Leistungen spezifisch an die Bedürfnisse von Dementen anzupassen.

Die Spitex bietet nebst der Pflege auch im Bereich der Hauswirtschaft Leistungen an. Diese Kombination ist in der Praxis ein wichtiger Türöffner, da Klienten bei wachsenden Bedürfnissen bereits mit der Organisation vertraut sind. Dadurch ist die Eintrittshürde tiefer.

Aus politischer Sicht ist die Pflegefinanzierung ein wichtiger Teil. Nebst den Klienten leisten auch die Gemeinden im Rahmen der Restfianzierung einen Beitrag an die Pflegeleistung der Spitex Organisationen. Entsprechend ist eine gut funktionierende und effizient arbeitende Spitex auch für die Gemeinde Emmen wichtig.

Rita Amrein zeigte in Ihrer Präsentation die diversen Angebote auf, die in Emmen für Betagte zur Verfügung stehen. Die Palette reicht dabei vom Mahlzeitendienst des Betagtenzentrums, über den Verein VISITA bis hin zu den Angeboten des Roten Kreuzes (Fahrdienst, Begleitdienst, Notfallknopf) und Pro Senectute. Mit der KESB bildet auch eine staatliche Stelle einen wichtigen Pfeiler im Gebilde. Das Angebot darf damit als sehr umfassend beurteilt werden. Die Praxis zeigt darum auch, dass es weniger an Angeboten fehlt als an Information darüber in der Bevölkerung.
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