22 Musikanten, 17 Chargen – und keine davon ist unbesetzt...

Regelmässig im Fokus der asiatischen Touristen: Die Blaskapelle Viscosuisse beim Jubilarenständchen am Nationalquai in Luzern.
 
Das neue Ehrenmitglied Josef Limacher (links) mit Vereinspräsident und Dirigent Hugo Ineichen.
Emmen: Blaskapelle Viscosuisse |

Man stelle sich eine GV vor, bei der alle (!) Vereinsmitglieder lückenlos anwesend sind. Und in deren Verlauf alle 17 Vereinschargen wiederbesetzt werden können – durch einstimmige Wiederwahl der bisherigen Amtsinhaber. Was anderswo unmöglich scheint, ist bei der Blaskapelle Viscosuisse Alltag.

Diese Musik ist zwar bereits im Pensionsalter, absolvierte sie doch kürzlich ihre 71. Generalversammlung. Genau so hoch ist auch das Durchschnittsalter: 71. Mit 81 Jahren ist der Eschenbacher Franz Zemp der älteste Aktive, 48-jährig ist seine jüngste Mitmusikantin Agnes Ineichen. Viele der Musikanten bringen es auf eine hohe Anzahl Dienstjahre. Allen voran der Inwiler Hans Studer, der dieses Jahr für 60 Jahre aktives Musizieren seine Ehrung als Europäischer Veteran (CISM) entgegennehmen darf.

Von Müdigkeit fehlt jedoch jede Spur, wenn Hugo Ineichen bei der Probe am Donnerstagabend den Taktstock zückt. Denn man will auch 2016 bei einer stattlichen Anzahl von 30 Proben und Auftritten überzeugen. Dazu zählen neben den obligaten Auftritten am Grillabend und an der Jubilarenfeier der Monosuisse AG sowie an der Veteranenfeier der Stiftung Viscosuisse auch zahlreiche Ständchen in Altersheimen der Umgebung.

Aber auch im öffentlichen Rahmen weiss die Blaskapelle mit ihren rassigen Märschen und ihrer von der Stiftung Viscosuisse gespendeten Uniform zu entzücken. So wird sie am 9. September wieder im Pavillon am Luzerner Quai auftreten und am 23. September bei der Eröffnung der Hochschule Luzern im Areal der Viscosistadt (Bau 745) Ehre für die Ursprungsfirma einlegen.

Ursprünglich eine Betriebsmusik, pflegt die Blaskapelle Viscosuisse heute einen regen Austausch mit umliegenden Corps, wie etwa der Burgmusik Rothenburg. Man hilft sich gegenseitig aus, und einige Mitglieder sind gar Mitglieder beider Vereine geworden. «Die Kameradschaft bei den 'Viscöslern' ist einmalig und wir haben auch immer wieder sehr attraktive Auftritt» meint beispielsweise der Rothenburger Heinrich Fischer. Ebenso haben einige Kollegen aus dem Umfeld der «Viscose-Veteranen» hier ihre musikalische Heimat gefunden. Neue Interessenten werden übrigens gerne aufgenommen.

An der 71. GV vom 10. März 2016 im Restaurant Listrig waren alle 22 Aktivmitglieder plus Fahnengotte Barbara Linz und Ursula Edler als Vertreterin der Stiftung Viscosuisse sowie zwei Ehrenmitglieder anwesend. Der gesamte Vorstand (17 Chargen inkl. Musikkommission) unter Gesamtleitung von Präsident und Dirigent Hugo Ineichen wurde für zwei weitere Jahre wiedergewählt. 15 Personen üben diese Ämter aus, einige in Doppelfunktionen, was aber bei «bloss einer Vorstandssitzung pro Jahr» durchaus machbar scheint. Für 20jährige Vereinsmitgliedschaft wurde Josef Limacher (Luzern) zum Ehrenmitglied ernannt. Im weiteren erfuhren die Musikanten noch, dass als Höhepunkt des auftrittsreichen Jahres 2016 wird am 27. August eine Musikreise ins Klettgau stattfinden wird.

Die Blaskapelle Viscosuisse probt jeweils donnerstags um 17 Uhr in Emmenbrücke. Melde dich bei Hugo Ineichen.

Weitere Infos finden sich auch unter www.viscosuisse.ch
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