Der Experte verrät: So wählen Sie eine Matratze aus

 

Wenn es um die Wahl der richtigen Matratze geht, dann ist die Entscheidung mit Sicherheit alles andere, als leicht zu treffen. Doch es gibt ein paar wichtige Tipps, die bei der Auswahl einer geeigneten Matratze durchaus helfen können. Matratzen werden nicht alle Tage gekauft, deshalb sollten sie auch keinesfalls im Vorübergehen in den Einkaufswagen gepackt werden, wie Kleidung, Brot und Butter. Nur wer sich Zeit nimmt, verschiedene Fachhändler wie beispielsweise PROCAVE besucht, Angebote und Preise vergleicht, sowie verschiedene Matratzen genauer unter die Lupe nimmt, kann eine gute Entscheidung treffen.

Probeliegen ist wichtig

Bei der Auswahl der Matratze sollten Sie sich nicht scheuen, sich auf die Matratze zu legen. Nehmen Sie dabei verschiedene Stellungen ein, in denen Sie auch gerne schlafen, setzen Sie sich aufrecht hin und legen Sie sich erneut hin. Nur so können Sie herausfinden, ob Sie sich auf der Matratze wohlfühlen.

Viele Händler bieten für ihre Matratzen auch ein Rückgaberecht zwischen sieben und 30 Tagen an. Freilich muss die Folienverpackung dann dranbleiben, diese beeinträchtigt den Schlaf aber in der Regel nicht. Zu Hause können Sie dann wirklich austesten, wie gut die Matratze zu Ihnen passt.

Weitere Tipps für die Matratzenwahl

Lassen Sie sich nicht verleiten, zwei gleiche Matratzen zu kaufen. Ihr Partner hat ein ganz anderes Körpergefühl, als Sie selbst. Schnell könnte er eine völlig andere Matratze als Sie benötigen, nehmen Sie ihn also zum Kauf mit. Achten Sie auch auf die Härte der Matratzen. Als Faustregel gilt, härtere Matratzen für schwerere Menschen, weichere Matratzen für leichte Personen. Halten Sie sich an dieser Faustregel aber nicht verbissen fest. Ihr persönliches Wohlgefühl muss erfüllt sein.

Zusätzlich sollten Sie auf leicht abnehmbare und waschbare Bezüge achten, das erhöht die Hygiene im Bett. Griffe an den Matratzen oder Trageschlaufen erleichtern den Transport, aber genauso das regelmäßige Wenden der Matratze. Zudem sollte zusätzlich ein Matratzenschutz erworben werden, beispielsweise ein Stecklaken.

Beachtung der Gütesiegel für Matratzen

Wie man sich bettet, so liegt man – das sagt schon ein altes Sprichwort aus. Da der Mensch gut ein Drittel seines Lebens im Schlaf, also auf Matratzen, verbringt, sollten diese gut gewählt sein. Hier orientieren sich Verbraucher sehr gerne an Gütesiegeln, die es natürlich auch für Matratzen gibt. Bekannte Gütesiegel sind dabei:

1. Öko-Tex Standard 100

2. LGA Qualitätszertifikat

3. LGA schadstoffgeprüft

4. Schadstoffprüfung des eco-Umweltinstituts

5. Blauer Engel

6. Toxproof vom TÜV Rheinland

Sowohl der Blaue Engel, als auch das Toxproof Gütesiegel werden schon seit längerem nicht mehr vergeben. Relevant für den Verbraucher sind deshalb vorwiegend die ersten vier Prüfsiegel.

Öko-Tex Standard 100 lässt Permethrin zu

Obwohl das Öko-Tex Standard 100 Gütesiegel für Matratzen besonders vertrauenerweckend erscheint, lässt es doch große Mengen des Biozids Permethrin in Matratzen zu, da man davon ausgeht, dass hiervon keinerlei Gefahr ausgeht, sofern die Anwendung sachgemäß ist. Ganz ähnlich verhält es sich beim LGA Qualitätszertifikat, das sich vom Öko-Tex Standard 100 nur dadurch unterscheidet, dass es noch gewisse Gebrauchsprüfungen vornimmt.

LGA schadstoffgeprüft

Etwas anders sieht es hingegen beim Gütesiegel „LGA schadstoffgeprüft“ aus. Hier dürfen nur Spuren von Schadstoffen, zu denen auch das benannte Permethrin zählt, in den Matratzen enthalten sein. Damit sind die Testkriterien bei diesem Gütesiegel für Matratzen deutlich strenger angelegt.

Strenge Prüfkriterien beim eco-Umweltinstitut

Das eco-Umweltinstitut mit Sitz in Köln bietet ebenfalls ein eigenes Gütesiegel für Matratzen an. Dieses ist ebenso sehr streng und lässt demzufolge nur Spuren des bekannten Permethrins zu. Das liegt unter anderem auch daran, dass verschiedene Studien eine Gesundheitsgefährdung, ausgehend vom Biozid, insbesondere für Kinder, Allergiker und empfindliche Menschen nicht ausschließen konnten.

Nachprüfungen werden bei allen drei Prüf-Unternehmen durchgeführt. Künftig sollen die Matratzen jedoch selbst beschafft werden, um sie zu prüfen. Bisher wurden sie regelmäßig von den Herstellern zur Verfügung gestellt.
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