Der Telebus Kriens wird 20-jährig

Am 1. Januar sind es zwanzig Jahre her, seit der Telebus Kriens als Bürgerwehr ins Leben gerufen wurde. Der Nachtquartierbus hat sich zu einem unverzichtbaren Verkehrsmittel entwickelt. In einer schlichten Feier am Neujahrsabend erinnern die Vereinsgründer an die schwierige Anfangsphase und die erfolgreiche Entwicklung ihres Quartierbusses.

Der öffentliche Verkehr musste schon in den 90-er-Jahren um seine Existenz kämpfen. Hatten anno 1990 die Krienser Aussenquartiere den lange ersehnten Quartierbus bekommen, mussten sie bereits drei Jahre später eine Ausdünnung des Fahrplans hinnehmen: Der Quartierbus fuhr bereits um 22 Uhr in die Garage. Mit alternativen Betriebsmodellen waren SP und Grüne im Einwohnerrat gescheitert. Sie gründeten deshalb, zusammen mit anderen Betroffenen, am 7. Dezember 1993 den Verein Telebus und wenige Wochen später, ab 1. Januar 1994, deckte das rote Mobility-Auto den öV in die Quartiere bis um 1 Uhr nachts wieder ab. Zehn Jahre später sparte die Gemeinde Kriens erneut zwei Stunden öffentlichen Verkehr in den Aussenquartieren ein. Der Telebus übernahm auch diese zwei zusätzlichen Stunden.
In den ersten zwanzig Jahren hat der Telebus fast 150‘000 Gäste befördert und mit dem Mobili-ty-Auto rund 500’000 Kilometer zurückgelegt. Durchschnittlich fast 30 Personen nutzen den Telebus täglich, an Wochenenden sind es oft über 70 Gäste. Dies führte dazu, dass seit März 2006 freitags und samstags ab 22 Uhr ein zweiter Telebus im Einsatz steht.

Der von der Politik anfänglich belächelte Telebus basiert auf Freiwilligenarbeit und er profitiert von einer beispiellosen Treue seines Personals. Der Verein wird seit seiner Gründung von Franz Baumann, damals für den öffentlichen Verkehr kämpfender Einwohnerrat, präsidiert. Auch alt-Einwohnerrat Hans Nyfeler macht seit 1993 im Vorstand mit. Für die „Telebus-Bürgerwehr“ waren in den zwanzig Jahren rund 60 Fahrerinnen und Fahrer im Einsatz. Sie machen 1- bis 3-Mal monatlich ihren Telebus-Dienst. Die routiniertesten Spitzenreiter bringen es in der Zwi-schenzeit auf über 400 Einsätze. Im Jahr 2005 ehrte die Gemeinde Kriens den Telebus mit dem Umweltpreis.

Am Neujahrstag um Viertel vor acht treffen sich bei der Krienser Busschleife das Personal, die Gründer und ein paar Offizielle, stossen auf zwanzig erfolgreiche Jahre an und schicken den Telebus ins dritte Jahrzehnt.
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