Swiss-Indian Classroom: (3) Auf den Spuren der indischen Kultur und Malerei

  Trivandrum – Dienstag, 2.2.16: Heute haben wir indische Schulen besucht. Wir bildeten Zweiergruppen und gingen dann zu verschiedenen Klassenstufen in den Unterricht. Das war sehr aufregend, da die kleinen Kinder eine riesige Freude an uns hatten. Sie durften uns ganz viele Fragen stellen, was sie auch gemacht haben. Sehr interessant war für mich, dass wir von den Kindern ihre Znüni’s probieren durften. Ein paar Znüni’s waren sehr speziell, aber noch köstlich. Jedoch haben mir ein paar gar nicht geschmeckt.
Nachdem wir einige Klassenzimmer besucht hatten, bekamen wir einen Mango-Drink, wie bis jetzt jede Pause in der Schule. Mich hat am Anfang sehr verwirrt, dass man in Indien jeweils das Verpackungsdatum auf das Produkt schreibt und nicht das Ablaufdatum. Nach der Pause gingen wir in ein Zimmer, wo uns ein Mann einige kleine Filmchen über Kerala zeigte, da es der dritte Tag war, hatten wir noch gar nicht so viel von Kerala gesehen. Diese Filmchen haben wunderschöne und eindrückliche Landschaften und Bräuche gezeigt.
Nach unserem traditionellen Mittagessen in der Schule besuchten wir das Science- and Technology-Museum und das Planetarium. Im Planetarium gab es sehr bequeme Stühle, wo ich mich sehr wohl fühlte. Das Museum fand ich jedoch persönlich nicht so spannend. So ein Museum gibt es auch irgendwie überall auf der Welt. Danach besuchten wir ein historisches Museum, die Art Gallery und das Napier-Museum besucht. Mir war das am Nachmittag alles ein bisschen zu viel. Nach den Museen waren wir alle sehr müde und erschöpft, es war ein sehr langer Tag. In der Art Gallery hatte es aber wirklich noch ein paar schöne Gemälde. Meine Gastschwester studiert gerade Kunst und hat mir am Vorabend schon viel von dieser Art Gallery erzählt. Sie war schon sehr häufig dort und sagte mir, ich müsste das unbedingt sehen. So begeistert wie sie war ich jedoch nicht. So viele Museen an einem Tag zu besichtigen, war einfach zu anstrengend. Mit der Zeit hatte ich gar nicht mehr so Kraft, vor allem auch, weil ich mich am dritten Tag in Indien noch nicht ganz an die Hitze gewöhnt hatte. Man wird so faul und langsam, wenn es so heiss ist. Ich verstehe jetzt auch, wieso die Inder und Inderinnen alles so langsam machen.

**Diese Kolumne ist im Rahmen des interkulturellen Austauschprojektes «Swiss-Indian Classroom» entstanden. 17 Schülerinnen und Schüler des der Kantonsschule Alpenquai Luzern (Ergänzungsfach Religionskunde und Ethik) besuchten während den Fasnachtsferien im südindischen Bundesstaat Kerala die Partnerschule «Christ Nagar Englisch Higher Secondary School» in Trivandrum. Dort arbeiteten sie zusammen mit 19 indischen Schüler/innen an einem gemeinsamen Projekt zur interkulturellen Kommunikation.


Bildlegenden:

1)
Impressionen vom Schulalltag an der Christ Nager School in Trivandrum.
(Fotos Benno Bühlmann)

2)
Am zweiten Tag stand der Besuch von verschiedenen Museen in Trivandrum auf dem Programm: Science an Technology Museum, Art Gallery und Napier-Museum.
(Fotos Benno Bühlmann)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.