Die Papas Wünsche immer schön: die Töchters Hoffnungen zu erfühllen...

Dariga Nasarbajeva
Was haben Lola Karimowa (37) und Dariga Narbajewa (52) gemeinsam? Beide sind Töchter von Präsidenten zentralasiatischer Staaten, beide Väter sind nicht als lupenreine Demokraten bekannt und beide verbringen oder verbrachten viel Zeit in der Schweiz. Und: Beide sollen – so die Idee ihrer Väter – die Macht in Usbekistan beziehungsweise in Kasachstan übernehmen.
Islam Karimov (77) und Nursultan Nasarbajev (75) regieren die beiden Zentralasiatischen Republiken schon seit fast 30 Jahren mit harter Hand. Menschenrechtsverletzungen sind in beiden Staaten dokumentiert. Schüsse auf friedliche Demonstranten, Folter in den Gefängnissen, Regimekritiker verschwinden – das Sündenregister der beiden Autokraten und ihrer Clans sind lang. Dazu haben beide – Karimov wie Nasarbajev – unermessliche Reichtümer angehäuft.
Lola und Dariga sind mit dem goldenen Löffel aufgewachsen, haben die besten Schulen im Ausland besucht und sollen nun ihren Väter an die Staatsspitze folgen. Doch die Übergabe der Macht in der Familie ist in Zentralasisen mit grossen Risiken verbunden: Im Nachbarstaat Kirgisistan ging es zweimal schief.
Jedes Mal wurde der entsprechende Präsident gestürzt. Dazu sind Frauen an der Staatsspitze in der Region noch sehr aussergewöhnlich. Das ist aber für beide Clans kein Problem: Klappt der Plan nicht, können sie sich immer noch in die Schweiz zurückziehen. Karimovs und Nasarbajews verfügen über Aufenthaltsbewilligungen für die Schweiz und dazu auch über teure Immobilien. Beispielsweise wird die Villa von Lola Karimowa in Genf auf gegen 48 Millionen Franken geschätz, diejenige von Dariga Narbajewas Schwester auf 75 Millionen.
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Roger Ramuz aus Luzern | 20.09.2015 | 06:15  
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