Baustart beim Megaprojekt «horw mitte»: AQUA, Bahnhof Horw als öV-Drehscheibe

Bauprojekt aqua, erste Etappe von "horw mitte" (Foto: pd)
 
2. Etappe "horw mitte". (Foto: pd)
 
So könnte der neue Bus-Hub beim Bahnhof Horw ab Mitte 2022 aussehen. (Foto: Visualisierung: Lengacher Emmenegger Architekten AG)
Mit dem heutigen Spatenstich des Projekts «Aqua» auf dem Baufeld H2 ist die Realisierung des Horwer Megaprojekts «horw mitte» lanciert. Zudem soll der Bahnhof Horw für rund 27 Millionen Franken ausgebaut und erweitert werden. Der Horwer Gemeinderat beabsichtigt, zusammen mit der Zentralbahn, ein entsprechendes Bauprojekt auszuarbeiten. Das Bahnhofprojekt bildet das Herzstück des neuen Stadtteils «horw mitte», der in den nächsten Jahren etappenweise realisiert wird. Geplant sind insgesamt rund 520 Wohnungen und 1700 Arbeitsplätze.
Das Gebiet «horw mitte» umfasst rund 110'000 Quadratmeter Land zwischen dem heutigen Zentrum der Gemeinde Horw und dem Autobahnzubringer zur A2, was einer Grösse von rund 15 Fussballfeldern entspricht. Der grösste Teil der mehr als 40 Parzellen ist im Besitz von rund 20 privaten Grundeigentümern. «horw mitte» ist für die Gemeinde Horw und LuzernSüd mit einem Investitionsvolumen von 600 Millionen Franken ein bedeutendes Projekt, das auch für den ganzen Kanton Luzern bezüglich Wertschöpfung äusserst wichtig ist.
Mit der Genehmigung des Bebauungsplans durch den Luzerner Regierungsrat im Jahr 2012 wurde der Grundstein für die Realisierung von «horw mitte» gelegt. Die Gemeinde Horw hat in den letzten Jahren viel Energie in die Entwicklung des Bebauungsplans und bereits 1.5 Millionen Franken für Vorinvestitionen getätigt. Zahlreiche private Grundeigentümer sind an der Planung ihrer Bauvorhaben.

Spatenstich «horw mitte»: AQUA
Mit dem Spatenstich zur Realisierung des ersten Gebäudes auf dem Baufeld H2, mit 54 Wohnungen unter dem Namen AQUA, wird das Projekt «horw mitte» Realität. Der Gemeinderat sieht das Projekt «horw mitte» als einmalige Chance, an attraktiver und gut erschlossener Lage eine Vielzahl neuer Wohnungen und Arbeitsplätze zu schaffen. Belebendes Ambiente, erfrischende Umgebung. Ein Ort, wo Lebensfreude sprudelt. Das ist AQUA, das erste neue Wohngebäude in «horw mitte». Im Zentrum einer der beliebtesten Gemeinden im Kanton Luzern entstehen 54 neue 2.5- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen. Der Ausbaustandard ist überdurchschnittlich – und bis ins Detail gepflegt. Das Energiekonzept: nachhaltig. Anschluss an Bus und Bahn sowie privater Parkgarten vor der Haustür.
http://aqua-horw.ch/

Bahnhof Horw als öV-Drehscheibe
Mit einem neuen kundenfreundlichen Busbahnhof, neuen Infrastrukturen und einem zusätzlichen Halteperron für aus Luzern kommende Züge, wird sich das heutige Bahnhofareal in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Der Ausbau des Bahnhofs ist wichtig für die Entstehung des neuen Stadtteils «horw mitte». Mit stündlich bis zu sechs Zugsverbindungen in beide Richtungen soll das Reisen und Pendeln zwischen Horw und Luzern mit dem öffentlichen Verkehr noch interessanter werden. Heute sind es vier Verbindungen.

Komfortabel umsteigen
Die heutige Umsteigesituation zwischen Bus und Bahn ist nicht optimal. Mit einem neuen Busbahnhof und der Anbindung von mindestens drei Buslinien entsteht ein kundenfreundlicher Bus-Hub und die Umsteigewege zwischen Bus und Zentralbahn werden verkürzt. Zusätzliche Veloabstellplätze, ein Infopoint, neue Restaurants und Shops runden das Angebot eines attraktiven Bahnhofareals ab.

Bahn und Bus mit deutlichem Zuwachs
Schon heute zeigt sich: Mit der Einführung des ganztägigen integralen 15-Minuten-Takts der Zentralbahn und dem darauf abgestimmten Busangebot, sind die Passagierzahlen seit dem Fahrplanwechsel 2013 merklich gestiegen. Mit der Realisierung des Projekts «horw mitte», dem Wachstum der Gemeinde Horw, einem weiteren Ausbau der Hochschule Luzern am Standort Horw und der Entwicklung im Raum LuzernSüd, werden die Frequenzen in den nächsten Jahren nochmals deutlich zunehmen.

Bestandteile des Projekts
. Neuer Bahnhofplatz
. Hausperron
. Anpassung Personenunterführung mit Rampe Ost
. Neubau Dach Hausperron und Verlängerung Dach Mittelperron
. Veloabstellplätze
. Neues Stellwerk (Abbruch Bahnhofgebäude)
. Wendegeleise

Verschiedene Partner
Für die Planung und Realisierung von Bahnhof und Bushof Horw sind die Zentralbahn (zb) und die Gemeinde Horw zuständig. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 27 Millionen Franken und werden von Bund, Kanton Luzern und der Gemeinde Horw getragen. Der Bau des Bus-Hubs Horw und die bessere Verknüpfung von Bahn und Bus sind Bestandteile des Agglomerationsprogramms des Kantons Luzern und Teil der öV-Strategie «Agglomobil due» des Verkehrverbunds Luzern.

Der Bund beteiligt sich an den Infrastrukturkosten mit rund 17.3 Millionen Franken (FABI; für neue Geleise, Hausperron, neues Stellwerk) und leistet weitere 2.8 Millionen Franken ans Agglomerationsprogramm (für Tiefbauprojekte wie Bus-Hub, Bahnhofplatz, Rampe Ost Personenunterführung). Die Gemeinde Horw und der Kanton Luzern übernehmen zusammen Kosten in der Höhe von rund 6.7 Millionen Franken. Die Gemeinde Horw rechnet mit einem Kostenanteil von 1.4 bis 1.8 Millionen Franken.

Kostenschlüssel
Totalkosten ca. 26.8 Mio. Franken
Zu Lasten Bahninfrastruktur (Zentralbahn, FABI) ca. 17.3 Mio. Franken
Bund via Agglomerationsprogramm max. 2.8 Mio. Franken
Zu Lasten Kanton und Gemeinde ca. 6.7 Mio. Franken

zb-Querungen im Fokus
Im Rahmen der bisherigen Projektierung wurden die heutigen ober- und unterirdischen Querungen der Zentralbahn zwischen Kriens Mattenhof und Ennethorw überprüft. Es zeigte sich, dass im Bereich Wegmatt eine Unterführung für Fussgänger und Velofahrende fehlt. Mit der Realisierung einer neuen Unterführung würde eine neue Querungsmöglichkeit geschaffen. Damit könnten längere Wartezeiten vor den geschlossenen Barrieren aufgrund der weiteren Verdichtung des Zug-Fahrplans vermieden werden. Sollten die beiden Niveau-Übergänge Wegmatt und Krienserstrasse dereinst aufgehoben werden, ist eine neue Querung in diesem Gebiet ohnehin zwingend. Die Unterführung Ringstrasse wird mit dem Wegfall der heutigen Bushaltekante durch eine Entflechtung der beiden Spuren für Velofahrende und Fussgänger verbessert. In der Bahnhofsunterführung soll das Velofahrverbot aus Sicherheitsgründen bestehen bleiben. Die Kapazität der Unterführung genügt aus Sicht der Zentralbahn auch in Zukunft.

Nächste Schritte
Der Horwer Gemeinderat beantragt beim Einwohnerrat einen Planungskredit von 400‘000 Franken für den Ausbau des Bahnhofs Horw. Dieser ist bestimmt für die Ausarbeitung des Bauprojekts für den Bahnhofplatz, den Bushof und die Anpassungen der bestehenden Personenunterführung Bahnhof. Nach Genehmigung des Kredits erarbeiten Zentralbahn und Gemeinde das Bauprojekt. Die Federführung liegt bei der Gemeinde. Das anschliessende Plangenehmigungsverfahren untersteht dem Eisenbahngesetz. Die Inbetriebnahme von Bahn- und Bushof ist für Mitte 2022 vorgesehen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.