Deutlich mehr Beratungsanfragen beim IHP Luzern

Neu im Vorstand des IHP Luzern: Ines Brandenberg, Schulleiterin und Heilpädagogin
 
(Foto: Dockland Design)
Luzern: Paulusheim | Das IHP Luzern hilft Kindern und Jugendlichen bei Problemen – insbesondere Verhaltensauffälligkeiten. Die Mitgliederversammlung blickt auf ein intensives und erfolgreiches Jahr zurück. Die Fokussierung auf Bindungsstörungen und Traumatherapien hat eine grosse Nachfrage ausgelöst. Neu in den Vorstand gewählt wurde die Schulleiterin und Heilpädagogin Ines Brandenberg.

Mit einem Drachen im neuen Logo ist das IHP Luzern - Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie, letztes Jahr in die Zukunft aufgebrochen. Die Neuorientierung hat sich bewährt, wie an der diesjährigen Mitgliederversammlung vom 20. Mai im Paulusheim zu erfahren war.

Neue Fokussierung hat sich bewährt
Das zeigte sich insbesondere bei den Anmeldungen, die gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent zugenommen haben. Bei den Klientinnen und Klienten im Schulalter (7 – 15 Jahre) hat sich die Nachfrage verdoppelt. Bei den Jugendlichen (16 – 20 Jahre) wurden die Dienstleistungen der IHP Luzern um 80 Prozent mehr beansprucht, bei den Erwachsenen (ab 21 Jahren) um 60 Prozent mehr. Rund ein Drittel der Anmeldungen kommen von den Klientinnen und Klienten selber.

Mit der Fokussierung auf Traumatisierungen und Beziehungsstörungen hat das IHP Luzern noch stärker die Bedürfnisse unserer Zeit aufgenommen. Mit Erfolg: Diese beiden Themen waren 2014 die Hauptgründe bei den Anmeldungen. Sie haben die Verhaltensstörungen (Schulprobleme) vom Spitzenplatz verdrängt. Das macht deutlich, wie gut die Profilierung des IHP Luzern bereits greift.

Steigendes Interesse für schulische Angebote
Weiterhin gefragt sind die therapeutischen Angebote sowie Coaching und Weiterbildung für Fachleute und Schulen – auch von ausserhalb Luzern. Insbesondere schulische Angebote wie Klasseninterventionen oder das Fachwissen über den professionellen Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern stossen auf grosses Interesse. Ebenfalls steigende Nachfrage gibt es für Gruppentherapien.

Dass die Volksschule Kriens für ihr Projekt „Familienklassenzimmer“ von der Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, ehrt auch das IHP Luzern: Das Institut hat das Projekt mitentwickelt und eine Fachperson begleitet eines der „Familienklassenzimmer“ weiter als Coach.

Finanzen ein Dauerthema
Finanziell hat das IHP Luzern gegenüber dem Vorjahr besser abschliessen können. Trotz der guten Nachfrage bleibt die Sorge um die Finanzen ein Dauer-thema. Die eigenen Mittel des Vereins reichen nicht aus, den Betrieb zu gewährleisten. Dafür sind weiterhin Beiträge von Kanton, Gemeinden, Stiftungen und Spendern notwendig.

Wechsel im Vorstand
Neu in den Vorstand gewählt wurde die Schulleiterin und Heilpädagogin Ines Brandenberg. Eduard Wüest wurde für seine engagierte sechsjährige Vorstandsarbeit, davon fünf Jahre als Präsident, gewürdigt und mit Applaus verabschiedet. Er hat massgeblich zur erfolgreichen Neuausrichtung des IHP Luzern beigetragen.

Zauberkraft des Symbolspiels
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lud das IHP Luzern zu einem Vortrag des bekannten Psychologen und Buchautors Alfons Aichinger ins Paulusheim Luzern ein. Unter dem Titel «Wenn das Haus von allen guten Geistern verlassen ist» – die Zauberkraft des Symbolspiels, wurde in exemplarischen Beispielen aufgezeigt, wie Kinder bei der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen mit der Methode des Kinderpsychodramas unterstützt werden können. Den Ausführungen folgten über 150 Interessierte - vorwiegend Fachpersonen aus Beratungsstellen, Heimen, Schulen, Behörden und KESB.

INFOBOX

Das IHP Luzern hilft unkompliziert, rasch und vertraulich.
Das Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie IHP Luzern wird vom gleichnamigen Verein getragen und leistet seit 1932 auf gemeinnütziger Basis Pionierarbeit in der Zentralschweiz. Es begleitet Menschen bei Problemen in Schule, Beruf oder Familie. Das IHP Luzern bietet Beratung und Therapie für Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen, Erwachsene sowie Weiterbildung für Fachpersonen. Im Zentrum stehen ambulante Abklärung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere Beziehungsproblemen und traumatischen Erfahrungen.

Sozialfonds für Familien mit kleinem Einkommen.
Das Angebot des IHP Luzern ergänzt die staatlichen Einrichtungen, Leistungen werden teilweise von der IV oder Krankenkasse über-nommen. Ein eigens eingerichteter Sozialfonds ermöglicht dem IHP Luzern, Kindern und Jugendlichen aus bescheidenen finanziellen Verhältnissen eine Therapie anzubieten. Jede Spende ist willkommen. Spendenkonto Sozialfonds IHP Luzern:
IBAN CH83 0900 0000 6000 5559 0

Weitere Informationen: www.ihp-luzern.ch
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