Gedenkgottesdienst von "Kirche in Not" mit Jugendbischof Marian Eleganti

Jugendbischof Marian Eleganti am Altar
 
Der Jugendchor der kroatischen Missionen AG und LU beim Einsingen
Luzern: Jesuitenkirche |

Seit Jahren engagiert sich das Hilfswerk «Kirche in Not» mit Herzblut für verfolgte Christen. Zu einem zentralen Anliegen der aktuellen Tätigkeit hat sich «Kirche in Not» die Unterstützung des Wiederaufbaus der christlichen Dörfer in der nordirakischen Ninive-Ebene gemacht. Im Geiste des Hilfswerk-Gründers, Pater Werenfried van Straaten, wurde am letzten Sonntag in der Jesuitenkirche der Gedenkgottesdienst abgehalten.

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Hauptzelebrant konnte Weihbischof Marian Eleganti willkommen geheissen werden. Er wurde von acht Konzelebranten unterstützt. Für die feierliche musikalische Umrahmung war der Jugendchor der kroatischen Missionen aus Luzern und Aarau-Wettingen besorgt. Dem Wiederaufbau christlicher Siedlungen in der Ninive-Ebene galt die Kollekte.
In seiner Begrüssung informierte Geschäftsführer Jan Probst die Gottesdienst­besucher über die aktuellen Aktivitäten von «Kirche in Not». In 147 Ländern werden mehr als 5000 Projekte betreut. Das Hilfswerk macht sich grosse Sorgen über das Schicksal von 200 Millionen Christen, die derzeit weltweit verfolgt, bedrängt, oft gar umgebracht, werden. Vor wenigen Tagen mussten wir vernehmen, dass kurz nach Beginn einer hl. Messe in Syrien ein Bombenanschlag auf eine Kirche zahlreiche Tote und Verletzte unter den Gläubigen forderte. Die Hostien wurden buchstäblich vom Blut der Märtyrer getränkt. Wir haben Grund zu Dankbarkeit, dass wir heute hier die hl. Messe feiern können. Ein besonderer Willkommens­gruss galt Ehrengast Weihbischof Marian Eleganti und dem Präsidenten des Hilfswerks, Marco Reichmuth.

Bischof wünscht sich eine in Jesus Christus verliebte Kirche
Weihbischof Eleganti hielt fest, dass der Gründer von «Kirche in Not», Pater Werenfried van Straaten, von einer heiligen Getriebenheit erfüllt war, was die Voraussetzung für eine Mission ist. In Anlehnung an das Sonntags-Evangelium interpretierte der Hohe Gast die Aussage von Jesus, wonach seine Jünger Menschenfischer sein sollen. Es sind dies nicht Fischer, die einen Köder auslegen und Menschen an den Haken angeln sondern Fischer, die wohlwol­lend und mit Liebe auf die Menschen zugehen. Sie legen schonend Netze aus und fangen die Menschen mit den Sakramenten auf, damit sie aufblühen und Gott in ihren Herzen tragen. Er wird sie zum Glücke führen. Unsere Mission basiert nicht auf dem überlegen sein, sondern auf der Vermittlung der kostbaren Perle Jesus. Er ist für uns Mensch geworden, nur er kann den Menschen das Leben erleichtern. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Man muss das Evangelium verkünden, dieses in heiliger Getriebenheit leben und letztlich als Christ handeln, der in Christus verliebt ist.

Kerzen für ermordete und leidende Christen
Im Fürbittgebet gedachten Vertreter des Hilfswerks Christen, die in jüngster Zeit zufolge ihres Glaubensbekenntnisses den Märtyrertod erlitten hatten. Im Gedenken an ermordete Glaubensbrüder und –Schwestern wurden auf dem Altar vier Kerzen angezündet. Besonders betroffen von den Folgen des Terrors des IS ist die Ninive-Ebene im Nordirak. Zum angerichteten menschlichen Leid wurden dort insgesamt 13‘000 Wohnhäuser und 58 Kirchen zerstört. Im Rahmen eines umfassenden Hilfsprojekts hat «Kirche in Not» bislang gezielt den Wiederaufbau von 2‘200 Wohnhäusern ermöglicht. Weitere befinden sich in Planung und sollen im Laufe dieses Jahres erstellt werden, so, dass die im Jahr 2017 angelaufene Rückkehr der Christen in ihre Heimat Ninive fortgesetzt werden kann.

Toleranz darf nicht sein, um eigene Überzeugungen zu verleugnen
Im Anschluss an den feierlichen Gedenkgottesdienst äusserte sich Weihbischof Eleganti in einem Impuls zum Thema „Bedeutet Toleranz die eigene Überzeugung zu relativie­ren“. Dabei hielt er fest, dass wir nicht schweigen dürfen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und, dass Toleranz nicht zur Folge haben darf, eigene Überzeugungen zu verleugnen. Es gilt je­doch, immer in Respekt und Liebe gegenüber den Anderen zu begegnen. Dabei stellte er einen Bezug zu Pater Werenfried van Straaten her, der aus starker Überzeugung heraus stets glasklar gepredigt hatte. Man spürte bei ihm, dass er „von oben“ inspiriert war.
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