Grosses Interesse an Fachreferat und Dienstleistungen

Volles Haus beim Referat von Michaela Huber im Paulusheim Luzern (im Vordergrund rechts: Caroline Bischof vom Therapeutenteam IHP Luzern)
 
Was ist eigentlich ein Trauma? Michaela Huber erläutert die Grundlagen ihrer Ausführungen.
Luzern: IHP Luzern |

Das IHP Luzern blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Nachfrage für Beratung, Therapie und Weiterbildung hat 2016 erneut zugenommen. Im Anschluss an die Vereinsversammlung vom 10. Mai im Paulusheim Luzern folgten knapp 200 Interessierte einem eindrücklichen Referat der renommierten Psychotherapeutin und Buchautorin Michaela Huber.

Was geschieht, wenn auf einen Fötus im Mutterleib oder auf ein kleines Kind massiver Stress einwirkt? Was macht das mit dem Kind? Die bekannte deutsche Psychotherapeutin Michaela Huber ging der Frage nach, wie traumatisierte Kinder erkannt und ihnen und ihren Angehörigen geholfen werden kann. Sie gilt als Pionierin auf dem Gebiet der Traumaforschung und -therapie und ist Autorin zahlreicher Bücher.

Stabile Bindungen sind für Kinder das A und O

Im Referat mit dem Titel «Frühes Trauma - späte Folgen» zeigte Michaela Huber eindrücklich auf, wie sich Traumatisierungen im frühen Kindesalter auswirken und wie nachhaltig sie bis ins Erwachsenenalter wirken können. Stabile Bindungen und Beziehungen sind für Kinder das A und O, insbesondere umTraumatisierungen zu überwinden: «Es lässt sich sehr viel kompensieren, indem das Kind nochmals von sicherer Beziehung aus lernt. Die Bindungsperson kann später auch eine professionelle Person sein. Hauptsache, das Kind bekommt die Gelegenheit für sichere Bindung. Erst dann fängt es an, sich zu entfalten, zu wachsen», so Michaela Huber in einem Interview mit der Luzerner Zeitung vor dem Vortrag. Dass die Problematik aktuell und fachliche Unterstützung gefragt ist, zeigte das grosse Publikumsinteresse - insbesondere Fachpersonen aus Heimen, Schulen, Behörden und Institutionen folgten der Einladung des IHP Luzern.

Nachfrage beim IHP Luzern erneut gestiegen

Die Fokussierung auf Bindungsstörungen und Traumatherapien hat beim IHP Luzern auch 2016 eine grosse Nachfrage ausgelöst. Therapien, Gruppenangebote und Weiterbildungen wurden rege benutzt. An der dem Referat vorangehenden Vereinsversammlung wurde die Strategie des Instituts gutgeheissen und der Vorstand mit Fritz Riedweg (Präsident), Markus Achermann, Ines Brandenberg, Andrea Cometti und Brigitte Heinrich für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Weiterhin auf Spenden angewiesen

Trotz der guten Nachfrage bleibt die Sorge um die Finanzen am IHP Luzern ein Thema. Neben Spenden in den Sozialfonds ist das IHP Luzern auch auf projektbezogene Beiträge angewiesen. Dank namhaften Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen und Privaten konnte im letzten Jahr die Online-Kommunikation modernisiert und eine Erneuerung der IT Infrastruktur an die Hand genommen werden.


INFOBOX:

Das IHP Luzern hilft unkompliziert, rasch und vertraulich.

Das Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie IHP Luzern bietet Beratung und Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Weiterbildung für Fachpersonen. Es leistet seit 1932 auf gemeinnütziger Basis Pionierarbeit in der Zentralschweiz. Im Zentrum stehen ambulante Abklärung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere bei Beziehungsproblemen und traumatischen Erfahrungen. Zudem hat sich das IHP Luzern auf Fragen zum Kindswohl bei Trennung und Scheidung spezialisiert.

Ihre Spende in den Sozialfonds hilft ganz konkret.

Das Angebot des IHP Luzern ergänzt die staatlichen Einrichtungen. Behandlungskosten werden nicht immer oder nur teilweise von der Krankenkasse, Opferhilfe oder der IV übernommen. Hier hilft Ihre Spende in den Sozialfonds ganz konkret. Sie ermöglicht, Kindern und Jugendlichen aus bescheidenen finanziellen Verhältnissen eine Therapie anzubieten.
Sozialfonds IHP Luzern: IBAN CH83 0900 0000 6000 5559 0

Weitere Informationen:www.ihp-luzern.ch
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