Kanticup 2019 an der Kanti Alpenquai: 76 Gymnasiasten zeigten ihr rhetorisches Talent

Insgesamt 76 Gymnasiasten aus der ganzen Zentralschweiz zeigten am Kanticup 2019 an der Kantonsschule Alpenquai erstaunliche Leistungen im Debattieren. (Fotos Benno Bühlmann)
 
Die Finalistinnen der Kategorie I (v.l.n.r.): Liv Kloth (KS Alpenquai), Marie Weise (KS Reussbühl), Sina Meyer (KS Zug), Giuanna Largiadèr (KS Alpenquai) zusammen mit Till Haechler (ehemaliger Schüler der Kantonsschule Alpenquai Luzern), der vor vier Jahren in Bern den Schweizermeister-Titel im Debattieren holen konnte.
Luzern: Kantonsschule Alpenquai |

Am Freitag, 18.1.19, hat an der Kantonsschule Alpenquai die Zentralschweizer Vorausscheidung zum Wettbewerb von «Jugend debattiert» stattgefunden. Mehr als 70 aus acht Gymnasien der ganzen Zentralschweiz kreuzten sich in zahlreichen Debattierrunden die Klingen und legten dabei erstaunliche Leistungen in der Kunst des Argumentierens an den Tag. In zwei Kategorien wurden je vier Schülerinnen und Schüler für ihr rhetorisches Talent ausgezeichnet. Sie alle haben sich damit für die Teilnahme am Final des nationalen Debattierwettbewerbs qualifiziert, das am 29./30. März 2019 in Bern stattfinden wird.

Im Rahmen der Zentralschweizer Vorausscheidung für den nationalen Wettbewerb von «Jugend debattiert» diskutierten die Schülerinnen und Schüler über brisante Themen wie «Soll die Todesstrafe weltweit abgeschafft werden?», «Soll in der Schweiz für Flugtickets eine obligatorische CO2-Kompensation eingeführt werden?», «Soll der Unterrichtsbeginn an öffentlichen Schulen in Zukunft erst auf 9 Uhr angesetzt werden?» oder «Soll in der Zentralschweiz bei der Zusammensetzung der Exekutive (Regierungsrat) eine Quotenregelung (Frauen und Männer) eingeführt werden».

Prominent besetzte Jury

Die für die Bewertung der Debatten eingesetzten 40 Jurorinnen und Juroren waren überrascht von den differenzierten Argumentationen, welche die Schülerinnen und Schüler vorbereitet hatten. Unter ihnen waren auch prominente Persönlichkeiten wie der Luzerner Nationalrat Michael Töngi (Grüne), die Zuger Kantonsrätin Laura Dittli (CVP) zugegen. «Ich war beeindruckt vom hohen Niveau der Debatten und hatte das Gefühl, dass die Jugendlichen heute besser frei sprechen können als noch in meiner Generation», meinte Michael Töngi.
Über 300 Personen waren am Samstag an der Veranstaltung an der Kanti Alpenquai anwesend. Darunter auch Schulkolleginnen und –kollegen sowie Ehemalige und Eltern, welche mit den Debattierenden mitfiebern konnten. Im Lichthof des Blauen Traktes wurde eigens für den Debattierwettbewerb eine Cafeteria eingerichtet, wo zwischen den Debattierrunden Kaffee getrunken und angeregt diskutiert wurde.

Gewinner/innen gehen ans Final in Bern

Die besten Schülerinnen und Schüler der einzelnen Kategorien wurden in der Rangverkündigung am Schluss der Veranstaltung für ihre tollen Leistungen mit einer Urkunde und Kinogutscheinen belohnt. Zugleich erhielten die Erstplatzierten sinnigerweise auch das Buch «Schlagfertig mit dem richtigen Zitat» geschenkt, das sie für weitere erfolgreiche Debatten anspornen soll. In der ersten Kategorie gewann Giuanna Largiadèr von der Kantonsschule Alpenquai Luzern, gefolgt von Sina Meyer (Kantonsschule Zug), Marie Weise (Kantonsschule Reussbühl) und Liv Kloth (Kantonsschule Alpenquai). In der zweiten Kategorie belegte Alena Egli von der Kantonsschule Beromünster den ersten Rang, gefolgt von Lia Blättler (Kantonsschule Menzingen), Pablo Mathis (Kantonsschule Alpenquai) und Samuel Achermann (Kantonsschule Beromünster).
Sie alle haben die Gelegenheit, am 29./30. März 2019 am Final des nationalen Debattierwettbewerbs in Bern teilzunehmen und dort ein weiteres Mal ihre rhetorischen Fähigkeiten zusammen mit anderen Finalistinnen und Finalisten aus der ganzen Schweiz unter Beweis zu stellen.

Spannende Showdebatte mit vier PolitikerInnen

Als besondere Attraktion fand anlässlich des Debattierwettbewerbs an der Kanti Alpenquai auch eine Showdebatte mit vier PolitikerInnen statt, die von Schüler/innen juriert wurden: Die Streitfrage dieser Politdebatte lautete: «Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?». Es diskutierten Laura Dittli (CVP), Pirmin Müller (SVP), Michael Töngi (Grüne) und Ylfete Fanaj (SP), wobei der Luzerner Nationalrat Michael Töngi in der Gunst der jungen Jury das beste Ergebnis erzielte.

«Es hat grossen Spass gemacht»

Dass der Kanticup 2019 auch bei den Schülerinnen und Schülern grossen Anklang gefunden hat, bestätigt Patrizia Augugliaro, die in der Kategorie II debattiert hat: «Die Veranstaltung war ein sehr positives Erlebnis, welches ich wohl nicht so schnell wieder vergessen werde. Es war sehr spannend sich mit den anderen Schülern auszutauschen und auch die Kommentare der Jury waren sehr hilfreich.» Und Alexandra Schönenberger, die in der Kategorie I erste Erfahrungen im Debattieren gesammelt hat, doppelt nach: «Die Debatten waren sehr gut organisiert und eigentlich auch sehr fair. Es hat grossen Spass gemacht mitzumachen und die Rückmeldungen haben uns sehr geholfen uns zu verbessern.»
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