KMU-Tagung zeigt gesunden Umgang mit Stress auf

Felix Howald (Direktor IHZ), Edith Müller (Suva, Leiterin der Abteilung Präventionsangebote), Regierungsrat Guido Graf (v.l.)
 
Regierungsrat Guido Graf beim Grusswort

An der 6. KMU-Tagung zur betrieblichen Gesundheitsförderung haben heute in Nottwil rund 320 Führungskräfte teilgenommen. Im Zentrum der Veranstaltung standen die positiven und negativen Auswirkungen von Stress auf die Arbeitsleistung. Gesundheitsdirektor Guido Graf machte die Anwesenden auf die grosse Bedeutung der Gesundheitsförderung für Arbeitnehmende und Betriebe aufmerksam.


Stress ist nicht nur negativ. In der richtigen Dosis kann er zu Höchstleistungen anspornen. Falls der Druck jedoch anhält oder gar steigt, kann aus Herausforderung bald Überforderung werden. Für einen gesunden Umgang mit Stress ist es deshalb wichtig, sich mit der eigenen Auffassung von Stress auseinanderzusetzen und zu lernen, mit Stressfaktoren fertig zu werden.

Wie es gelingen kann, Stress in Beruf, Privatleben und/oder Familie zu begegnen und dabei gesund und leistungsfähig zu bleiben, zeigte heute die 6. KMU-Tagung zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Nottwil. Die Veranstaltung zum Thema «Stress ist nicht gleich Stress» wurde von der Fachstelle Gesundheitsförderung des Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartements, der Suva und der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) durchgeführt. Teilgenommen haben rund 320 Führungskräfte aus Betrieben aus unterschiedlichen Branchen und verschiedenen Kantonen.

Engagement lohnt sich für alle
In seiner Begrüssung betonte Regierungsrat Guido Graf: «Der Kanton Luzern engagiert sich für betriebliche Gesundheitsförderung, weil sie in unser aller Interesse ist. Sie lohnt sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, für Bund und Kantone sowie für alle Prämienzahler, die schliesslich für Gesundheitskosten wie z.B. stressbedingte Krankheiten aufkommen müssen.» Dabei könne bereits ohne grosse Mehrkosten eine erhebliche Wirkung erzielt werden, die Arbeitnehmenden und Betrieben gleichermassen zu Gute komme. Das sei jetzt zu beachten, umso mehr aber in Zukunft: «Wenn als Folge des demografischen Wandels der Fachkräftemangel steigt und Pensionierungswellen den Verlust von Wissen und Erfahrung bedeuten, muss es erst recht im Interesse eines Betriebes sein, seine Mitarbeitenden möglichst lange gesund, leistungsfähig und motiviert an den Betrieb binden zu können.»

Gesundes Arbeitsklima ist wichtig
Dr. med. Julius Kurmann, Chefarzt Stationäre Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Psychiatrie, unterstrich in seinem Referat, dass Arbeitgeber in erster Linie ein gutes Arbeitsklima schaffen müssen, um durch Stress bedingte Arbeitsausfälle zu vermeiden. Dabei seien vor allem ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit Arbeitnehmenden sowie transparente, nachvollziehbare und verständliche Entscheidungen von Vorgesetzten wichtig. Heinz Frei, Leichtathletik Rollstuhl/Handbike (RSS) und Präsident Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, zeigte in seinem Schlussvortrag auf, wie sich negativer Stress auch positiv nutzen lässt.

In folgenden Podiumsdiskussionen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Disziplinen das Tagungsthema zu vertiefen.

•Veränderungen im Unternehmen: Überforderung oder Motivation (Vertreterinnen und Vertreter von Stiftung Brändi, UBS AG Zentralschweiz und Zürich, Perlen Papier AG)

•Nicht mehr jung, aber glücklich und gesund (Vertreterinnen und Vertreter von B.Braun Medical AG, Stadt Luzern, CKW AG)

•Gefordert von allen Seiten: Immun gegen Stress? (Vertreterinnen und Vertreter von Suva, VBL und Luzerner Psychiatrie)

Broschüre KMU-Tagung mit Grusswort Regierungsrat Guido Graf, Themenvertiefung, Porträt Referenten, Referat und Interview Dr. med. Julius Kurmann, Gespräch und Referat Heinz Frei, Porträt Veranstalter.
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