Luzerner Ventil stoppt Energieverlust durch Hausdächer

Das neue Ventil wurde in Luzern entwickelt. (Foto: Klimastiftung Schweiz)
Luzern – Bis zu 30 Prozent der Heizenergie eines Hauses entweichen ungenutzt über Öffnungen in der Gebäudehülle. Schuld daran sind Lüftungs- und Entwässerungsrohre, welche von aussen ins Haus führen. Die Klimastiftung Schweiz unterstützt die Entwicklung eines neuen Ventils, welches den Verlust eindämmt.

Immer mehr Rohre durchbohren Hausdächer und Wände, insbesondere bei neu sanierten Bauten. Von Toiletten aus führen Lüftungs- und Dunstrohre aufs Dach, und von Flachdächern führen Ablaufrohre das Regenwasser ab. Über all diese Funktionsöffnungen entweicht wertvolle Heizenergie. Eine Luzerner Firma hat deshalb ein spezielles Ventil entwickelt und wurde dabei von der Klimastiftung Schweiz mit 200‘000 Franken unterstützt. Die Ventile sollen den Luftfluss regulieren, also nur Luft durchlassen, wenn dies auch wirklich nötig ist. Magnetische Membranklappe aus Silikon machen dies möglich. Ein leichter Über- oder Unterdruck im Rohr reicht aus, um die Klappen zu öffnen und Luft durchzulassen.

Tausende Tonnen CO2 können gespart werden

Eine Studie des Zentrums für integrale Gebäudetechnik der Hochschule Luzern zeigt, wie gross der Energieverlust durch Funktionsöffnungen tatsächlich ist. So hat ein grösseres, neu gebautes Gebäude über 40 Öffnungen auf dem Dach und in den Aussenwänden. Damit verliert es im Jahr Heizenergie, die über 1‘000 Litern Heizöl entspricht. Bei einem älteren, gering isolierten Haus sind das rund 10 Prozent der Heizenergie, bei einem gut isolierten Minergie- oder Minergie-P-Haus gar 20 bis 30 Prozent. «Wenn wir diesen Verlust stoppen können, sparen wir in der Schweiz eine halbe Million Tonnen CO2 pro Jahr», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz.


Weitere Informationen: www.klimastiftung.ch
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