Mathematische Höchstleistung an der Kantonsschule Reussbühl - Der Untergymnasiast Christof Meyer hat am Wettbewerb "Känguru der Mathematik" schweizweit den 1. Rang seiner Alterskategorie erreicht

Ende der 70er Jahre von Hochschulmathematikern aus Australien konzipiert, ist der Wettbewerb "Känguru der Mathematik für Schüler/-innen des 3.-13. Schuljahres mittlerweile in ca. 40 Ländern verbreitet. Die Aufgaben des Multiple-Choice-Wettbewerbs werden von der internationalen Assoziation "Kangourou sans frontières" erarbeitet und sind in allen Ländern die gleichen, so dass der Wettbewerb weltweit immer am 3. Donnerstag im März stattfindet.
Das Ziel des Wettbewerbs ist es, die Freude am mathematischen Denken und Arbeiten zu wecken und die Mathematik bei den Schüler/-innen dadurch populärer zu machen. Deshalb sind die Aufgaben durchweg sehr anregend, originell, lustig und manchmal auch überraschend konzipiert. Dieses Jahr ging es u.a. um Frühsport im Ameisenhaufen, die Verkehrsmittel, welche für den Weg zur Schule genutzt werden, oder um pokernde Ganoven im Saloon. Auch die Urlaubsreisen der Grosseltern, der Fussboden im Museum oder eine Runde Handwerker beim Frühstück bereiteten einiges Kopfzerbrechen.
Für einen Teil der Lösungen sind jeweils bereits die Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend, bei einem weiteren Teil werden ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und ein kreativer Umgang damit benötigt. Hinzu kommt eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit, gutem Vorstellungsvermögen und gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind. Solche Aufgaben begegnen uns auch im täglichen Leben. Die Fertigkeiten, die uns helfen, ihnen klug zu begegnen, werden im Mathematikunterricht im besonderen Masse geübt: Logisches Schliessen, Kombinieren und Strukturieren, aber auch Schätzen, ein gutes Gefühl für Grössenordnungen oder das Erkennen von Zusammenhängen und Widersprüchen. Der Wettbewerb "Känguru der Mathematik" will dazu beitragen, diese mathematischen Arbeitsweisen unterhaltsam zu trainieren und Vorurteile betreffend Strenge und Trockenheit der Mathematik abzubauen. Insgesamt lösen die Gymnasiast/-innen der Kategorien 7./8.Klassen, 9./10. und 11./12./13. Klassen 30 Mathematikaufgaben in 75 Minuten.
In der Schweiz wird der Känguru-Wettbewerb von der Deutschschweizerischen Mathematik-kommission DMK organisiert. Dieses Jahr haben schweizweit über 29'000 Schüler/-innen aus 392 Schulen daran teilgenommen.
Der Luzerner Christof Meyer aus der Klasse 2c des Untergymnasiums der Kantonsschule Reussbühl Luzern hat alle Aufgaben seiner Alterskategorie 7./8. Klassen fehlerfrei gelöst und die maximale Punktzahl von 150 erreicht. Von den 6899 Teilnehmer/-innen seiner Kategorie hat das ausser ihm in der Schweiz nur ein einziger Schüler geschafft. Peter Zosso, Rektor der Kantonsschule Reussbühl Luzern, hat Christof Meyer heute im Mathematikunterricht vor versammelter Klasse zu seiner hervorragenden Leistung gratuliert und ihm das offizielle Wettkampfdiplom sowie den ersten Preis in Form einer goldenen 25-Australiendollar-Münze überreicht.
Annette Studer, Prorektorin Kantonsschule Reussbühl Luzern
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