Nachts wenn alles ruhig und friedlich ist... | Kolumne

Kolumne | Es ist unglaublich still hier. Ich habe das Fenster geöffnet und schaue in die kalte Nacht hinaus. Ein paar Sterne sind zu sehen. Es ist wolkenlos, der Mond scheint. Von Weitem vernehme ich leises Glockenläuten, als ob Schafe auf einer Wiese weiden. Das hat doch was, denke ich – wie auf einer Alp. Die Welt ist so friedlich bei Nacht.

Da bewegt sich etwas direkt unter meinem Fenster. Ein Igel sucht im Gras nach Nahrung. Trotz des hellen Mondes ist er kaum zu erkennen – ein dunkler Schatten, mehr nicht. Ich sehe ihm nach wie er unter der nächsten Hecke verschwindet. Mit einem leisen Glücksgefühl schliesse ich das Fenster und beende den Moment. Einen Moment in dem ich innehielt, einfach nur da war und die Welt um mich herum beobachtete. Das gibt mir Kraft. Und ich wünsche Ihnen, dass auch Sie ab und zu Innehalten können. Dass Sie einen Schritt zurücktreten können und für einen kurzen Augenblick einfach nur da sind und wahrnehmen. Und dass Sie das ebenso glücklich macht wie mich.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.