Pater Johannes Kahn SJ aus Kirgistan in der Stadt Luzern

Pater Johannes Kahn aus Kirgistan (Foto: KIRCHE IN NOT)
 
Arme Kinder in Kirgistan (Foto: KIRCHE IN NOT)
Pater Johannes Kahn SJ aus Kirgistan weilt vom 4.-13. März 2016 in der Schweiz. Er wird während diesen Tagen in Gottesdiensten und Vorträgen über die Projekte von KIRCHE IN NOT in Kirgistan und über das Leben in Zentralasiens berichten. Am Samstag, 5. März 2016, feiert er einen Gottesdienst in der Kirche Mariahilf in der Stadt Luzern um 10.30 Uhr.

Das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT lädt immer wieder Geistliche in die Schweiz ein. Diesen Herbst besucht uns der Jesuitenpater Johannes Kahn aus Kirgistan, ein Nachkomme deportierter Deutscher. Er berichtet, wie die Hilfsgelder von KIRCHE IN NOT in Kirgistan eingesetzt werden. Pater Johannes Kahn wird vom 3.-14. März in der Schweiz Gottesdienste feiern und Vorträge halten. KIRCHE IN NOT unterstützt Projekte in Zentralasien mit jährlich rund CHF 500’000.

Eingeschränkte Religionsfreiheit

Das grösste Problem für die Religionsfreiheit in diesem mehrheitlich islamischen Land ist das Klima starker sozialer Anfeindung gegenüber den Menschen, die zu nichttraditionellen Religionen konvertiert sind. Hinzu kommt, dass im letzten Jahr auch spezifische rechtliche Massnahmen festgelegt wurden, die – falls sie in den kommenden Jahren zur Anwendung kommen sollten – zu einer allgemeinen Verschlechterung der Religionsfreiheit führen könnten.

Das Religionsgesetz aus dem Jahr 2009 erkennt zwar theoretisch die Gleichheit aller vor dem Gesetz an, doch legt es zahlreiche rechtliche Beschränkungen hinsichtlich der Religionsfreiheit fest, in erster Linie das Erfordernis für jede religiöse Gruppierung, sich behördlich registrieren zu lassen. Ausserdem sind „Proselytismus“, „illegale missionarische Aktivitäten“ und die Verteilung von religiösem Material in der Öffentlichkeit untersagt. Das Gesetz verbietet auch die Einbeziehung von Minderjährigen in religiöse Aktivitäten.

Die Regierung, die zwar offiziell keine Religion bevorzugt, verlieh in einer Verordnung vom 6. Mai 2006 dem Islam und der Russisch-Orthodoxen Kirche den Status einer „traditionellen Religion“. Die landesweit zugelassenen religiösen Feiertage sind Kurman Ait (Eid al-Adha), Orozo Ait (Eid al-Fitr) und das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest.

Solidarität mit den Armen

KIRCHE IN NOT unterstützte die katholische Kirche in Kirgistan in den vergangenen Jahren mit mehreren Zehntausend Schweizer Franken. In diesem zentralasiatischen Land gibt es keine Kirchensteuer, weshalb die katholische Kirche arm und für ihre Aufgaben auf ausländische Zuwendungen angewiesen ist. Katholische Geistliche verdienen ungefähr 1 200 US$ pro Jahr. Das Geld wird grösstenteils von Hilfsorganisationen wie KIRCHE IN NOT bereitgestellt. Ordensleute teilen einen Teil ihrer Einkünfte mit armen Gläubigen, wenn diese in einer Notlage stecken.
Den grossen Herausforderungen zum Trotz bereitet Pater Johannes Kahn sein Wirken grosse Freude: „Das schöne an meinem Auftrag ist, dass ich durch meinen Einsatz Seelen retten kann. Dies ist ein gutes und sinnstiftendes Wirken an meinen Mitmenschen, das mich antreibt und mir Zufriedenheit bereitet.“

Pater Johannes Kahn freut sich, Sie in Luzern zu treffen. Mit Ihrem Erscheinen bringen Sie ihm Ihre Solidarität mit den Christen in Kirgistan und Zentralasien zum Ausdruck.

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