Zentralschweiz tanzt gegen Gewalt an Frauen

Es ist eine traurige Realität: Auch in der Zentralschweiz werden Frauen täglich Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Dagegen will die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» ein Zeichen setzen. Zahlreiche Organisationen rufen zur tanzenden Solidarität auf und informieren an 15 Orten in der Zentralschweiz über häusliche Gewalt. Die Kampagne dauert vom 25. November bis am 10. Dezember 2015.


Gewalt in der Beziehung oder in der Familie spielt sich oft im Versteckten ab. Auch in der Zentralschweiz ist häusliche Gewalt – hauptsächlich gegen Frauen – ein trauriges, alltägliches Phänomen. Trotz eines breiten Hilfs- und Unterstützungsangebots fällt es Betroffenen meist schwer, sich aus einer gewaltbelasteten Beziehung zu lösen. Deshalb setzen bereits zum achten Mal verschiedene Zentralschweizer Beratungsstellen, Schutzeinrichtungen, Vereine und kantonale Stellen mit der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt und machen sich für den Schutz von Betroffenen stark. Zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember 2015 weisen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen auf diese häufige Form von Menschenrechtsverletzungen hin.

Ketten sprengen – mit Tanz
Während der gesamten Kampagne tourt ein Dance-Mobil durch insgesamt 15 Zentralschweizer Ortschaften. Lokale Vereine, Tanzgruppen und Frauengruppen unterstützen die Kampagne und tanzen gemeinsam vor Ort den internationalen Tanz gegen Gewalt an Frauen: «Break the Chain». Lanciert wird die Kampagne am Mittwoch, 25. November auf dem Bahnhofplatz in Luzern beim alten Hauptportal. Verschiedene Fachpersonen informieren vor Ort über häusliche Gewalt und verteilen eine Broschüre, die Gewaltbetroffenen und deren Angehörigen und Bekannten Mut machen soll, sich gegen Gewalt in den eigenen vier Wänden zu wehren. Sie ermutigt, erlebtes und zugefügtes Unrecht aufzudecken und nicht zu verstecken. Die Broschüre ist mehrsprachig verfasst und listet die wichtigsten Notfallnummern für Gewaltbetroffene in der Zentralschweiz auf. An der Hochschule Luzern für soziale Arbeit findet am 25. November 2015 um 19 Uhr zudem ein Podiumsgespräch mit dem Film «Häusliche Gewalt hier und dort – ein interkultureller Vergleich» statt.

Weitere Veranstaltungen
Auch im Kanton Zug startet die Kampagne am 25. November: In einer Lancierungsaktion verteilen Kampagnehelferinnen und -helfer am Bahnhof Zug die neu gestaltete Broschüre und beantworten Fragen. Ein Podiumsgespräch in Zug im reformierten Kirchenzentrum zum Thema «Home Sweet Home – Häusliche Gewalt ist nie privat!» (Freitag, 4. Dezember, 19 Uhr) rundet die Veranstaltungen ab.

Die komplette Übersicht über die Veranstaltungen und die einzelnen Kampagnenpartnerinnen und -partner finden Sie auf der Website www.gewaltpraevention.lu.ch

Kampagnen-Flyer
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