Bauingenieuren in der Schweiz stehen Türen offen

   

Am Freitagabend 15. Januar 2016 war es so weit: zum dritten Mal wurde der Preis «Best of Bachelor» vergeben. Die Kür der besten Bachelorarbeiten aus dem Studienbereich Bauingenieurwesen fand im Rahmen der Messe «Swissbau» in Basel statt.

1’100 Aussteller aus 19 Ländern präsentierten sich in Basel auf rund 140'000 Quadratmetern. Die wichtigste Messe der Schweizer Baubranche, die Mitte Januar stattfand, bot einen würdigen Rahmen für die Preisverleihung «Best of Bachelor 2014/2015». Jury-Präsident Anton Steurer betonte daher in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Berufes des Bauingenieurs für die ganze Bauwirtschaft: «Es ist den Menschen in der Schweiz oft zu wenig bewusst, welche technischen Leistungen für die Realisierung von Bauwerken wie Brücken, Strassen und Gebäuden notwendig sind.» Umso bedeutender sei die Ausbildung der jungen Bauingenieurinnen und Bauingenieure für die ganze Gesellschaft.
«Unsere Aufgabe an den Hochschulen ist es, aus Informationen Wissen zu schaffen. Dazu muss man die Grammatik und Zusammenhänge kennen. Mit Rezepten alleine lässt sich dieser Beruf nicht erlernen», betonte Anton Steuer weiter. Deshalb sei diese Auszeichnung für die Branche so wichtig. Insgesamt wurden von der Jury 513 Arbeiten aus den Jahren 2014 und 2015 intensiv geprüft. «Daraus haben wir 20 Arbeiten ausgewählt, je zwei von jeder Hochschule.» Zehn der Studierenden erhielten schliesslich eine Auszeichnung.

Daran mitarbeiten, die Schweiz zu verändern

Urs Schneider, Präsident des Verwaltungsrates Emch+Berger Holding AG und Hauptsponsor der Veranstaltung gratulierte allen nominierten Studierenden. «Mit dieser hervorragenden Ausbildung stehen Ihnen viele Türen offen. Sie werden daran mitarbeiten, die Schweiz mit ihren Bauwerken zu verändern.» Er überreichte den zwanzig Nominierten einen Anerkennungspreis.
Die Veranstaltung fand dreisprachig statt und wurde von espazium – Der Verlag für Baukultur im Auftrag für die Fachschaft Bauingenieurwesen durchgeführt. Charmant wandte sich die Moderatorin Judit Solt, Chefredaktorin der Zeitschrift TEC21 und damit auch verantwortlich für die Publikation «Best of Bachelor», in ihrer jeweiligen Sprache an die Gäste aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. Alle drei Landesteile wurden zudem durch Laudatoren am Rednerpult vertreten.
Katharina Schober von espazium stellte ihren Verlag sowie die verschiedenen Medien vor, die von ihrem Team in den drei Landesregionen publiziert werden. Danach präsentierte sie die Publikation «Best of Bachelor 2014/2015». Darin werden die nominierten Arbeiten publiziert und die Fachhochschulen vorgestellt. «Es ist ein beeindruckender Leistungsausweis der Bauingenieure der Schweiz. Aus vielen Einzelteilen entsteht ein Produkt, auf das wir jedes Mal stolz sind», erzählte Katharina Schober in einer humorvollen Ansprache. Sie gab einen Einblick in das «Making-of» und bedankte sich bei allen, die an dieser Produktion mitwirkten.

Den technischen Atem hinter den Lösungen spüren

Danach war es soweit: Die Auszeichnung der besten Bachelorarbeiten aus den Jahren 2014 und 2015, die an Schweizer Fachhochschulen im Studiengang Bauingenieurwesen geschrieben wurden, war an der Reihe. Zuerst wurden alle zwanzig nominierten Studierenden auf die Bühne gebeten und von ihren jeweiligen Studiengangleitern vorgestellt. Der Höhenpunkt war die Vergabe der Auszeichnungen. Es sei nicht einfach gewesen, aus den zwanzig Arbeiten die zehn besten auszuwählen. «Es waren kleine, subtile Unterschiede, die den Ausschlag gaben», erklärte der Präsident der Fachschaft Bauingenieurwesen Anton Steurer. Die einfachste Lösung sei oft die Schwierigste. «Wir versuchten, den technischen Atem hinter den Lösungen herauszuspüren.» Zehn Studierende von zehn Hochschulen erhielten anschliessend jeweils eine Auszeichnung und ein Preisgeld.
Nach der Preisverleihung folgte der Apéro. Dort zeigten sich alle Beteiligten erfreut über die dritte Auflage von «Best of Bachelor». Absolvent Urs Attenhofer von der FHNW, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik erklärte stellvertretend für alle Preisträger: «Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die zum Teil strenge Zeit während dem Studium. Wir Bauingenieure stehen oft im Schatten der Architekten, umso schöner ist es hier an der Swissbau eine Bühne für uns zu haben.» Seine Bachelorarbeit schrieb er über den Neubau der Uferwegbrücke über den Lachengraben in Thun.


Liste der Preisträgerinnen und Preisträger

Marco Kindler, Berner Fachhochschule bfh, Departement Architektur, Holz und Bau Burgdorf (ahb): Sicherstellung des Hochwasserschutzes für Loch-, Oeschweid- und Halteweidbächli im Emmental

Urs Attenhofer, Fachhochschule Nordwestschweiz fhnw, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik Muttenz (habg): Entwurf einer Fussgängerbrücke an empfindlicher Lage

Lukas Bless, Fachhochschule Ostschweiz fho, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (htw): Neubau in einem Rutschgebiet – Baugrube und Fundation

Luzia Blatter, Fachhochschule Ostschweiz fho, Hochschule für Technik Rapperswil (hsr): Umbau eines Knotens mit neuer Vortrittsregelung

Manuel Krähenbühl, Fachhochschule Zentralschweiz fhz, Hochschule Luzern – Technik & Architektur: Bemessung mit Laborversuchswerten als Grundlage

Pedro Miguel Araujo, Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale hes-so, Haute École d’Ingénierie et d’Architectures de Fribourg (eia-fr): Passage supérieur de Chandon à Léchelles

Guillaume Duboux, Haute École Spécialisée de Suisse occidentale hes-so, Haute École d’Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud Yverdon-les-bains (heig-vd): L’exemple du cours d’eau de l’Aire dans le canton de Genève

Yolande Alves de Souza, Haute École Spécialisée de Suisse occidentale hes-so, Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève (hepia): Construction d’une passerelle

Diego Bizzozzero, Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana supsi, Dipartimento ambiente, costruzioni e design Lugano (dacd): Sottopassaggio stradale e raddoppio del binario della ferrovia Lugano-Ponte Tresa

Roman Müller, Zürcher Fachhochschule zfh, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur (zhaw): Vorprojekt für die bergmännischen Abschnitte der Richtplanvariante 10a
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