Ausstellung zum 10. Todestag von Bobby Fischer

Bobby Fischer wie man ihn kennt beim Analysieren einer Partie und Stellung aus seinem Reportoire.
Das Schachmuseum an der Ringstrasse 25 (3. Stock) in Kriens zeigt seit anfangs Januar aus Anlass des 10. Todestages eine kleine, aber smarte Ausstellung um den Ausnahmeschachspieler Robert James Fischer. Das Phänomen Bobby Fischer hält auch zehn Jahre nach seinem Tod am 17. Januar 2008 an und zieht weltweit Schachspieler in seinen Bann. Nicht nur sein schachliches Können, auch seine Ausstrahlung und sein Tatendrang, stets die beste Partie zu spielen, liess ihn schon zu Lebzeiten als Ausnahmeerscheinung wirken. Als er 1972 den russischen Grossmeister Boris Spassky in einem denkwürdigen Match in Reykjavik und mitten im kalten Krieg bezwang und so zum11. Weltmeister gekürt wurde, lag ihm das Schachvolk zu Füssen und ehrte seine Spielweise. Er sorgte dafür, dass Schachspieler bessere Turnierbedingungen, angemessene Spielsäle und vor allem genügend Geld erhielten. Mit dem Turniermodus von Bonuszeit und Schach96 gab er dem Schachsport weitere Impulse.1985 gab er den Weltmeistertitel kampflos ab (Karpov wurde zum neuen Weltmeister erkoren) und stellte sich fortan gegen den Weltverband Als er 1992 zu einem Revanchematch gegen Spassky in Belgrad antrat, verletzte die das amerikanische Embargo gegen die damalige Kriegsnation Jugoslavien. Er geriet auf die schwarze Liste der USA und durfte sein Heimatland nicht mehr betreten, ohne in Haft genommen zu werden. Seine Reise führte ihn nach Ungarn, Deutschland, Jugoslavien und später nach Japan, stets gejagt vom amerikanischen Gemeindienst, die ihn gerne verhaftet und vor ein amerikanisches Gericht gebracht hätten. 2004 heiratete er und suche sich Island als neue Heimat aus, wo er 2008 ziemlich einsam verstarb. Er hinterliess ein Vermögen von zwei Millionen Dollar, worauf natürlich ein erbitterter Kampf um sein Erbe entbrannte. Seine Ehefrau kriegte nach einem Gerichtsurteil in Reykjavik aber sein ganzes Vermögen. Bilder, Fotos, Briefmarken und über vierzig Bücher von und über Bobby Fischer zeigt die Ausstellung. Ein Besuch lohnt sich bestimmt, um den Phänomen Bobby Fischer etwas auf die Spur zu kommen und viel über sein Leben und Wirken zu erfahren. Es ist noch eine Autorenlesung und zwei Schachturniere mit Fischer-Modus im Februar geplant.
Ausstellung täglich von Dienstag - Freitag von 13:30 - 17:30 Uhr und Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
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