Konzert Bach Ensemble Luzern - 24.9. - Franziskanerkirche

Wann? 24.09.2017 17:00 Uhr

Wo? Franziskanerkirche, Franziskanerplatz, 6003 Luzern CHauf Karte anzeigen
Luzern: Franziskanerkirche | Das Bach Ensemble Luzern spielt Grosses von Johann Sebastian Bach

Konzert am Sonntag 24. September um 17 Uhr in der Franziskanerkirche Luzern

Aus der h-Moll Messe BWV 232: Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei
Orchestersuite D-Dur BWV 1068

Das Credo der h-Moll Messe ist gleichsam das Herzstück dieser grossartigen Messevertonung. Der neunteilige Satz ist symmetrisch angeordnet, in dessen Mitte das «Crucifixus» platziert ist. Bach übergibt die zentralen Aussagen «Et incarnatus», «Crucifixus» und «Et resurrexit» allesamt dem Chor und stellt diese so hörfällig heraus.
Einige Male verwendet Bach Kompositionstechniken, die an ältere Vorbilder erinnern, an Giovanni Pierluigi da Palestrina (1514?–1594) zum Beispiel. Das sind bewusst gewählte kompositorische Rückgriffe, um zu unterstreichen, dass die Aussagen von alters her ihre Gültigkeit haben. Es scheint Bach zudem ein Anliegen gewesen zu sein, für einen zentralen Satz der h-Moll Messe einen früheren Satz wieder zu verwenden. Er stellt in der Folge den Kreuzestod Jesu («Crucifixus») als Parodie des Kantatensatzes «Weinen, klagen» (BWV 12) in einen neuen, umfangreicheren Zusammenhang. Alter Stil, Zeitgenössisches und Vorausweisendes – alles ist in diesem Credo vorhanden. So zeigt sich das «Symbolum Nicenum», wie Bach dieses Credo überschrieb, in einer grossartigen Universalität. Der Text des Credo wurde auf den Konzilien von Nicea und Konstantinopel (325 resp. 381 n. Chr.) festgelegt.
Das Sanctus der h-Moll Messe ist deren ältester Teil. Bereits 1724 erklang diese Musik im Rahmen eines Weihnachtsgottesdiensts. Das «Dreimal Heilig» erfährt gerade im Eröffnungssatz vielfachen Ausdruck: Triolen beherrschen den Rhythmus, dreifache Besetzung in den Bläsern, Dreiertakt im «Pleni sunt coeli» – die Aufzählung liesse sich beliebig erweitern. In grösstmöglichem Gegensatz ist das folgende Benedictus gestaltet; auf die grösste Besetzung folgt die kleinste: Bloss drei Stimmen geben der Arie eine meditative Verhaltenheit. Den Bogen schliesst die Wiederholung des klangprächtigen Osanna.
Durch die Wiederverwendung des ersten Agnus Dei-Satzes aus einer früheren Kantate, nämlich dem Himmelfahrtsoratorium BWV 11, stellt Bach diese ausdrucksstarke Musik in einen größeren Zusammenhang, in den der globalen Aussage. Das «Dona nobis pacem» schliesslich erklingt hier als Musik zum zweiten Mal. Es greift das musikalische Material aus der Kantate BWV 29 «Wir danken dir, Herr» wieder auf, hier natürlich mit lateinischem Text.

Ticketbestellungen unter tickets@bachensembleluzern.ch, Tel. 078 866 03 50 (bis 12 Uhr am Konzertsonntag) oder ab 16 Uhr an der Abendkasse.
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