Neue Veranstaltungsreihe «Museale Seitensprünge» mit den Luzerner Museen

Edouard Castres. Reiter der Bourbaki-Armee zu Fuss (Studie zum Bourbaki-Panorama). 1876/1877. © Kunstmuseum Luzern, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Gottfried Keller-Stiftung, Bern
Luzern: In der Natur | Der Verein Museen Luzern organisiert neu die gemeinsame Veranstaltungsreihe «Museale Seitensprünge». Die Besucherinnen und Besucher können dabei immer wieder neue Blickwinkel, Perspektiven und Gemeinsamkeiten zwischen den Museen und bei ausgewählten Themen entdecken.
Die erste Veranstaltung findet am Mittwoch, 12. September, 18-20 Uhr statt. Es dreht sich dabei alles um das Thema «Pferde».

Führung «Hoch zu Ross durch Luzern» mit Natur-Museum Luzern, Kunstmuseum Luzern und Bourbaki Panorama
Die Geschichte des Menschen ist auch die Geschichte des Pferdes. Die erfolgreiche Domestikation dieses kräftigen Fluchttieres verhalf dem Menschen zu einem einzigarten Entwicklungsschub. Vor rund 6000 Jahren wurde aus dem bis anhin gejagten Fleischlieferanten ein effizienter Helfer des körperlich unterlegenen Menschen, dessen Trag- und Zugkraft bis heute genutzt wird. Die Verwendung in der Landwirtschaft, im Krieg, im Wettkampf sowie in der Fleisch- und Milchproduktion brachte die verschiedensten Pferderassen hervor. Die Faszination für das Pferd schlägt sich auch in der Kunst nieder. Zahlreich sind die Darstellungen, welche die tiefgehende ästhetische Faszination des Menschen für dieses kraftvolle und anmutige Tier zeigen. Durch die lange und enge Verbindung steht das Pferd exemplarisch für die vielen Funktionen und Rollen, die Tiere in der Lebens- und Vorstellungswelt der Menschen einnehmen. Davon zeugt auch das Bourbaki Panorama, welches die Internierung von 87'000 französischen Soldaten darstellt, die im Winter 1871 in der Schweiz Zuflucht fanden, zusammen mit rund 12‘000 Pferden, deren Schicksal der Maler Edouard Castres 1881 auf dem 112 × 14 Meter grossen Rundbild bewegend festhielt. Allein in Luzern wurden 1200 Bourbaki-Soldaten und 500 Pferde einquartiert. Die Aufnahme der kriegsversehrten Truppe im Jahr 1871 gilt als Sternstunde der Schweizer Solidarität an Mensch und Tier.
Geadelt und geschunden zugleich, ist das Pferd bis heute eines der facettenreichsten (Nutz)Tiere, die der Mensch je gezüchtet hat. Nicht nur Mädchen fällt es schwer, sich der Faszination dieser einzigartigen Mischung aus brachialer Kraft, Eleganz und Scheu zu entziehen. Pferde, ob man sie mag oder nicht, lassen niemanden kalt.

Start: 18 Uhr im Natur-Museum, danach via Kunstmuseum ins Bourbaki Panorama. Ende der Veranstaltung: 20 Uhr
Teilnehmerzahl beschränkt: 20 Personen
Kosten: CHF 20.- pro Person (Spezialpreis für alle drei Museen, inkl. Transfer, keine Vergünstigungen)
Anmeldung unter Bourbaki Panorama: 041 412 30 30 oder vorverkauf@bourbakipanorama.ch

Weitere Infos: https://www.museenluzern.ch/de/aktuell/museale-sei...
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