Stadtflucht - Ausstellung von Tatjana Erpen und Moritz Hossli

Wann? 12.04.2014 17:00 Uhr bis 03.05.2014 22:00 Uhr

Wo? Pavillon Tribschenhorn, Richard-Wagner-Weg 17, 6005 Luzern CHauf Karte anzeigen
 
Tatjana Erpen, Aufgehängte Nahrungsmittel, Siebdruck auf Sperrholz, 125x191 cm, 2013
Luzern: Pavillon Tribschenhorn | Tatjana Erpen / Moritz Hossli
Siebdruck / Video

Ort: Pavillon Tribschenhorn, Richard-Wagner-Weg 17, Luzern
Ausstellungsdauer: 12. April bis 3. Mai 2014
Vernissage: SA 12. April, ab 17 Uhr
Finissage: SA 3. Mai, ab 18 Uhr

Rahmenprogramm Vernissage:
Performance zum Ausstellungsthema TADTFLUCHT von Dominik Lipp
Musik/Konzert von Pink Spider
Live-Kunstverlosung
Release der Publikation STADTFLUCHT von Johnson/Kingston
Moderation: Max Christian Graeff

Rahmenprogramm Finissage:
Konzert: Stimmorchester. Stimmimprovisationen

Öffnungszeiten: SA/SO 14-18 Uhr

Die Ausstellung STADTFLUCHT wird kuratiert von Michael Sutter


STADTFLUCHT
Themenausstellung im Pavillon Tribschenhorn
12. April 2014 bis 3. Mai 2014

STADTFLUCHT ist der Titel der Frühjahresausstellung im Pavillon Tribschenhorn. Ein Be-griff, der synonym als Suburbanisierung bezeichnet wird und den Exodus der Stadtmen-schen und Stadtaktivitäten in das nahe Umland bezeichnet. Das Gegenteil ist noch ver-breiteter: Landflucht. Urbanisierung bis zur Übersättigung der Stadt. Das Begriffspaar steht stellvertretend für ein alldurchdringendes stadtgeographisches System, das einen stetigen demographischen, soziokulturellen und ökonomischen Strukturwandel zur Folge hat. Der Ausstellungsraum Pavillon Tribschenhorn befindet sich in der Peripherie der Stadt Luzern, in einer sogenannten Naherholungszone. Die Tribschenhalbinsel dient als grünes Rückzugsgebiet in Kontrast zur grauen Stadtlandschaft und bietet Naturerfahrung und Freizeitgestaltung. Die Ausstellung mit dem Überthema soll die eingeladenen Kunst-schaffenden dazu auffordern, sich mit dem Themenkreis um die Dualität von Stadt und Land, Urbanität, Gentrifizierung, Arbeit und Freizeit und den damit verbundenen, gesell-schaftlichen Veränderungen zu beschäftigen.

Die beiden eingeladenen Kunstschaffenden, Tatjana Erpen (*1980 Leuggern/Gippingen AG) und Moritz Hossli (*1990, Giswil OW) sind in der Zentralschweizer Regionallandschaft aufgewachsen und reflektieren in ihren Arbeiten oft die unmittelbare Umgebung als Beobachtungsfeld der eigenen Wahrnehmung.

Tatjana Erpen arbeitet vorwiegend mit Fotografie und Siebdruck und setzt sich als Spu

renleserin mit Überlebensstrategien und geografischen Bezugsystemen auseinander. Geleitet durch Intuition und Aufmerksamkeit streift Tatjana Erpen durch das Stadtgebiet, auf der Suche nach ländlichen, soziokulturellen Überresten. Fotografisch werden die Sujets festgehalten und im Siebdruckverfahren auf Holz übertragen. In der Ausstellung prä-sentiert sie ein Sammelsurium an Motiven, die losgelöst vom ursprünglichen Kontext ein neuartiges Beziehungsnetz entstehen lassen.

Ausgehend vom menschlichen Individuum als permanenter Beobachter erarbeitet Moritz Hossli eine videografische Arbeit für die Ausstellung. Er thematisiert in einer Gegenüberstellung das Verhältnis von Stadt, Natur und Mensch und die daraus resultierende Wechselwirkung. Dabei spielen Naherholungszonen als Orte kontemplativen Verhaltens, bei-spielsweise Spaziergänge oder Geniessen der Aussicht, eine signifikante Rolle in den Videoaufnahmen von Moritz Hossli. Er zeigt Situationen, in die sich der Betrachter selbst hineinversetzen kann und vermittelt ihm quasi ein symbolisches Beobachten, gepaart mit dem künstlerischen Anspruch, eine ästhetische Grundstimmung in bewegten Bildern zu generieren.

Der Künstler Dominik Lipp (* 1974) erarbeitet anlässlich der Ausstellungseröffnung am SA 12. April 2014 eine ortsspezifische und themenorientierte Performance.
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