Swiss-Indian Classroom (7): Projektarbeiten zu indischem Tanz, Geschlechterfragen und Abfallentsorgung

Indische und Schweizer Schüler/innen beschäftigen sich mit Projektarbeiten zu indischem Tanz, Geschlechterfragen, Abfallentsorgung usw. (Fotos Benno Bühlmann)
 
Zum Mittagessen gibt es Sadya, ein typisch indisches Gericht, das auf einem Bananenblatt serviert – und selbstverständlich mit der Hand gegessen wird. (Foto Benno Bühlmann)
Trivandrum – Samstag, 6.2.16: Das Ziel unseres Aufenthaltes in Indien war nicht nur die Landschaft anzusehen und "Ferien" dort zu machen, sondern uns auch mit gewissen Themen welche uns über Indien interessieren auseinanderzusetzen und diese in Form von Projekten zu erarbeiten. So entstanden viele verschiedene Projekte wie zum Beispiel indischer Tanz, Abfallentsorgung, Geschlechterunterschiede, usw.
Als wir uns am Samstagmorgen in der Schule trafen, fiel mir direkt auf, dass die Schule sehr verlassen war und es praktisch keine Schüler dort hatte ausser wir. Eigentlich logisch, denn es ist ja Samstag, aber irgendwie habe ich die Übersicht über die Tage voll verloren und mir war nicht klar, dass schon Samstag ist. Wir gingen in den Computerraum und dort wurde uns gesagt, dass wir an unseren Projekten weiterarbeiten sollen und wir am Ende des Tages ein zweiseitiges Dokument über unser Projekt abgeben müssen – natürlich in Englisch! Der Arbeitsauftrag war also klar und so machten wir uns an die Arbeit. Das Thema unserer Gruppe war Geschlechterunterschiede und wir wollten an diesem Tag mithilfe von Interviews, mit Frauen von verschiedenen Altersgruppen und verschiedenen Jobs, mehr über unser Thema herauszufinden. Schon bald wurden wir jedoch in unserer Arbeit unterbrochen und sind dann zusammen zum RCC (Regional Cancer Center) gefahren. In diesem Krankenhaus werden Leute mit Krebs aus ganz Kerala behandelt. Es war sehr traurig all die Leute mit Krebs zu sehen, vor allem die Kinder, doch gleichzeitig auch spannend, denn ich habe viele Sachen gelernt die ich vorher noch nicht wusste und die Krebsbehandlung ist auch ein wichtiges Thema in der Schweiz. Danach gingen wir wieder zurück zur Schule, wo ein typisch indisches Essen auf uns wartete: Sadya. Dabei wird Reis mit vielen verschiedenen Saucen auf einem Bananenblatt serviert. Es war sehr lecker und lustig zuzuschauen, wie alle mit den Händen gegessen haben. Zum Nachtisch gab es dann noch verschiedene indische Süssspeisen. Dann konnten wir gestärcht wieder an unseren Projekten weiterarbeiten. Wir machten Interviews mit den Frauen und uns ist extrem aufgefallen, dass es für die Frauen eine „Ehre“ war uns zu antworten, sie wollten sogar ein Bild mit uns. Wieder zurück in der Schule haben wir die Interviews ausgewertet und die zwei Seiten geschrieben. Dabei ist uns aufgefallen, dass ihr Computersystem um einiges älter ist als unser und nicht alle Schüler genau wussten wie es funktioniert. Dann war unser Programm schon zu Ende und wir wurden alle abgeholt und nach Hause gebracht, wo ich mich auf eine schön kühle Dusche gefreut habe bei dem heissen Wetter…

**Diese Kolumne ist im Rahmen des interkulturellen Austauschprojektes «Swiss-Indian Classroom» entstanden. 17 Schülerinnen und Schüler des der Kantonsschule Alpenquai Luzern (Ergänzungsfach Religionskunde und Ethik) besuchten während den Fasnachtsferien im südindischen Bundesstaat Kerala die Partnerschule «Christ Nagar Englisch Higher Secondary School» in Trivandrum. Dort arbeiteten sie zusammen mit 19 indischen Schüler/innen an einem gemeinsamen Projekt zur interkulturellen Kommunikation.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.