Gesunder Menschenverstand gefragt

In der LZ war unter dem Titel “Für die Sicherheit der Velofahrer sollen Bäume weichen” zu lesen, dass aufgrund eines nachgereichten Vorstosses der Grünen ein Kompromissvorschlag beim Befahren des Quais mit Velos eingereicht wurde und dass dies bei Teilen der CVP auf Zuspruch stossen könnte.

Dieser Kompromissvorschlag sieht vor, dass Zweiradfahrer nachts und am frühen Morgen fahren dürfen. Der Stadtrat stellte in seiner Antwort an die Postulanten jedoch unmissverständlich fest, dass es per Saldo für die Velofahrer keinen Sicherheitsgewinn gibt, aber einen erheblichen Verlust an Aufenthaltsqualität für die Fussgänger.

Was soll eine temporäre Lösung bringen? Nachts ist der Verkehrsfluss auf der Haldenstrasse bedeutend schwächer und es sind dann wie auch am Morgen wohl die geübteren Zweiradfahrerinnen und Zweiradfahrer unterwegs. Die zahlreichen auch frühmorgens am Quai flanierenden Menschen, u.a. auch viele in der Stadt arbeitende, welche den wunderbaren Quai bei Ihrem Gang zur Arbeit ab dem Verkehrshaus bis zur Innenstadt beschreiten, sollen diesen weiterhin unbehindert geniessen können.

Deshalb appelliere ich an den Grossstadtrat, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und das jetzige Regime unangetastet zu lassen und nicht unnötig ein fragwürdiges Präjudiz zu schaffen. Es bleibt bestimmt auch den Vertretern aus den Kreisen der Postulanten unbenommen, sich der Stimme zu enthalten. Bei den nächsten Erneuerungswahlen denken die Luzerner und Luzernerinnen bestimmt daran zurück wer wie abgestimmt hatte.

Beat Murer, Vize-Präsident Fussverkehr Region Luzern und Alt-Grossstadtrat SP
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Roger Aeschlimann aus Kriens | 05.04.2017 | 13:30  
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