Kritische Gedanken zur Verkehrssituation beim „Zur Gilgen Haus“ am Schwanenplatz

Bereits 1992 habe ich in einem Postulat im Grossen Stadtrat ein neues Parkierungskonzept vor dem „Zur Gilgen Haus“ gefordert, welches vor allem auch den Fussgängerinnen und Fussgängern mehr Bewegungsfreiheit geboten hätte.

Dass die Aufhebung von 9 Kurzzeitparkplätzen nicht allseits auf Gegenliebe stösst, ist nicht neu. Bereits in den 70- und 80-Jahren, als das Rathausquai und der Kapellplatz autofrei wurden, waren die gleichen Argumente zu vernehmen. Nachdem nebst dem Löwen- und Kasernenplatz die Altstadt auch bestens vom Schwanenplatz mit dem ÖV und auch dem motorisierten Individualverkehr (viele inzwischen realisierte Parkhäuser) erschlossen ist, ist der Wegfall von den 9 Kurzzeitparkplätzen bestimmt zu verkraften. Dies zeigte auch der Umstand, dass der Vorplatz zum Zur Gilgen Haus bis vor kurzem für längere Zeit als Bauinstallationsplatz diente.

Die Absicht, den Vorplatz zum Zur Gilgen Haus nun aber zu einem Grossparkplatz für Zweiräder einzurichten, wirft Fragen auf. Bei allem Verständnis für eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt auch durch den 2-Radverkehr, sollte unbedingt eine massvolle Lösung gesucht werden und zusätzlich alternative Lösungen zum Beispiel zwischen Schwanenplatz und Luzerner Hof neben dem Radstreifen auf der Quai Seite gesucht werden.

Es kann nicht sein, dass nun mögliche Verbesserungen für die Fussgängerinnen und Fussgänger, aber auch für die zahlreichen Marktbesucherinnen und Marktbesucher, Kundinnen und Kunden der Altstadtgeschäfte, Touristen und Anwohnern wieder zunichte gemacht werden. Ebenfalls sind Grossparkplätze gleich welcher Art im Bereich von historisch wertvoller Bauten fragwürdig und wären jedenfalls strikte zu bewirtschaften.

Beat Murer, ehem. Grossstadtrat
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