Abtönen von Fassadenfarben

(Foto: beeki/pixabay.com, CC0 Public Domain)
Wer bereits in der Vergangenheit mit einem der riesigen Regale in der Farbenabteilung eines grösseren Baumarkts konfrontiert war, weiss: Es gibt viele Fassadenfarben und noch viel mehr Farbtöne. Einige davon sind bereits fertig angemischt, andere Farbpigmente wiederum kann man selbst durch das „Abtönen“ mittels weisser Farbe, gemischt mit Abtönfarbe selbst herstellen. Worauf Sie hierbei achten sollten, lesen Sie hier.

Über Abtönfarben

Wenn Sie jetzt fragen, wie viele Abtönfarben es gibt, muss ich die Antwort schuldig bleiben. Wahrscheinlich unzählig viele. Suchen Sie nach einer Farbkarte im Internet und staunen Sie alleine darüber, wie viele unterschiedliche Gelb- oder Orangetöne es gibt. Ähnlich viele unterschiedliche Farbtöne gibt es bei allen anderen Farben. Sie sollten also recht genau wissen, welchen Farbton Sie herstellen möchten und diesen dann strikt nach Mischanleitung mischen. Ansonsten besteht das Risiko, dass Sie leicht unterschiedliche Farbtöne miteinander mischen. Stellen Sie sich nur vor, wie es aussehen würde, wenn von Ihrer Fassade der Inhalt von drei Farbeimern mit minimal unterschiedlichen Gelbtönen leuchtet. Ein Graus! Deshalb kommen wir zum eigentlichen Thema:

Probleme beim Abtönen von Fassadenfarben

Erstens: Sie benötigen als Basis eine weisse Fassadenfarbe (Dispersion für aussen). Zweitens: Verwenden Sie bloss nicht einfach irgendeine Abtönpaste für Dispersionsfarben, sondern verwenden Sie nur konzentrierte Farbpigmente, die für die Farbe, die Sie abtönen wollen, geeignet sind. Diese sollten übrigens unbedingt lichtbeständig sein. Deklariert sind solche Abtönfarben zumindest mit dem Wortlaut „für aussen“. Drittens: Sie werden mehr Farbe anrühren müssen als Sie glauben. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber zu viel als zu wenig Farbe anrühren. Wenn Sie nachträglich mehr davon anrühren müssen, werden Sie nur mit sehr viel Glück exakt den gleichen Farbton herstellen. So etwas können eigentlich nur Profis.

Die Wahl der Farbe

Beim Einkauf sollten Sie sich an den Farbmustern, den Farbkarten der Hersteller orientieren. Nur die Karten zeigen die Farbe, wie sie am Ende im trockenen Zustand aussieht. Flüssig sieht sie immer etwas anders aus. Die meisten Hersteller bieten zudem eine Mischtabelle an, die genau beschreibt, in welchen Mengen die Mischungen zu erstellen sind. Halten Sie sich strikt daran, um die Wunschfarbe zu erhalten. Starten Sie mit der Mischung von exakt einem Liter Farbe. Verwenden Sie diese Menge als Testfarbe. Damit streichen Sie auf der Wand eine kleine Fläche von etwa 50 x 50 cm. Danach lassen Sie diese Fläche trocknen. Gefällt Ihnen das Ergebnis, dann können Sie den Rest der Farbe gemäss Anleitung mischen und die Fassade streichen. Trifft dieses Ihren Geschmack nicht, mischen Sie einen neuen Testliter und lassen Sie die Finger vom alten, damit Sie später vergleichen können.

Streichen Sie die Fassade erst dann, wenn die Farbe perfekt verrührt ist, damit Sie keine unterschiedlichen Farbtöne auf derselben Wand erhalten. Sollte die Farbe nicht für die ganze Fassade ausreichen, beschränken Sie sich auf eine Wand, damit zumindest diese absolut gleichmässig getönt ist. Ich wünsche gutes Gelingen!
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