Hilfe für einen gesunden Schlaf

(Foto: dagon_/Pixabay.com, CC0 Public Domain.)

Rotwein nein und Magnesium ja

Ein Blick auf die Uhr verrät: Es ist zwei Uhr morgens. Das Bettzeug ist vom Herumwälzen ganz nass geschwitzt. Man hat noch keine Minute die Augen geschlossen und für den nächsten Tag ahnt man Übles. An einen erholsamen Schlaf ist in diesem Augenblick nicht zu denken. Etwa jeder dritte Schweizer leidet unter Schlafproblemen. Schlafprobleme, die sich durch schlechtes Einschlafen aber auch durch häufiges Aufwachen in der Nacht äussern. Besonders ältere Menschen und Frauen sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Dagegen kann man etwas tun. Wer sich bewusst mit seinem Schlafproblem auseinandersetzt, der hat gute Chancen es zu minimieren, wenn nicht sogar zu beheben. Zunächst sollte man die Umgebung betrachten, in der man schläft. Liegen hier schon Störfaktoren vor, sind Schlafprobleme sehr wahrscheinlich. Die Bedingungen des Schlafraumes sind mitentscheidend. Der Raum sollte dunkel sein und ruhig gelegen sein. Eine Temperatur von etwa 18 Grad Celsius ist ideal. Die Grundlage aber bilden das richtige Bett und vor eine adäquate Schlafunterlage. Dazu sollte man sich am besten von einem Schlafexperten (Quelle) beraten lassen. Die Matratze beispielsweise darf weder zu weich noch zu hart sein. Ausserdem sollte man sich im Schlafzimmer wohl fühlen, um gut schlafen zu können.

Ess- und Trinkgewohnheiten vor dem Einschlafen

Ein Glas Rotwein am Tag stärkt das Herz – so heisst es jedenfalls. Bei Schlafstörungen allerdings weniger. Rotwein hat nämlich eine anregende Wirkung auf den Kreislauf und den Organismus. Das Einschlafen mag noch leicht fallen, jedoch stört der Rotwein nachhaltig einen regelmässigen Schlaf. Der Wein senkt den Blutzuckerspiegel. Dadurch wird Adrenalin ausgeschüttet. Dies wiederum verhindert, dass man in die wichtige Tiefschlafphase fällt. Ebenfalls nicht anzuraten ist der Verzehr von Ingwer kurz vor der Nachtruhe. Ingwer ist eine tolle Heilpflanze, welche die Verdauung und den Darm anregt. Ausserdem wirkt sie harntreibend. Tagsüber ist das sicher ein angenehmer und zu begrüssender Effekt. Nachts jedoch weniger. Weniger ist vor dem Einschlafen in der Regel ohnehin mehr. Zum Beispiel bei der Menge des Abendbrotes. Eine üppige Mahlzeit kurz vor dem Zubettgehen beansprucht die Verdauungstätigkeit sehr. Der Körper benötigt wenigstens zwei bis drei Stunden nach einer reichhaltigen und wohlmöglich fetten oder scharfen Mahlzeit, um zur Ruhe zu kommen.

Weniger Fleisch, Milch und Gluten

Von Betroffenen hört man immer wieder, dass Gluten zu Schlafstörungen führen kann bzw. hinderlich beim Einschlafen ist. Für viele überraschend dürfte die Tatsache sein, dass auch ein Glas Milch mit Honig wenig ideal für das gesunde Schlafen ist. Milch – und übrigens ebenfalls Fleisch – enthalten viel L-Tryptophan, das im Gehirn die Herstellung von Serotonin anregt. Dieses sogenannte Glückshormon zügelt nicht nur den Appetit, sondern sorgt auch für eine gute Stimmung. Ausserdem reguliert das Hormon den Rhythmus von Schlafen und Wachen. Das funktioniert aber nicht, wenn es neben L-Tryptophan noch weitere Aminosäuren gibt, welche die Wirkung blockieren. Genau die aber finden sich sowohl in der Milch wie auch im Fleisch. Besser ist es, Magnesium zu sich zu nehmen. Dies setzt die Aktivität der Muskeln und der Nerven zurück. Wer diese Punkte berücksichtigt, der schafft die Basis für einen erholsamen Schlaf. Gute Nacht!


Bild: dagon_/Pixabay.com, CC0 Public Domain.
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