Nutzung von nachhaltigen Energieträgern für mehr Umweltschutz

Innerhalb unserer Gesellschaft wächst aufgrund der immer neuartigeren Technologien der Bedarf an Energie, doch die konventionellen Energieträger werden leider immer knapper. Schon seit vielen Jahren wissen wir, dass in Zukunft ein deutliches Umdenken nötig ist, was die Gewinnung von Energie betrifft. In diesem Zusammenhang fällt besonders oft der Begriff „Energiewende“, doch was genau ist darunter zu verstehen? Welche Vorteile würde eine nachhaltige Energiewende für Schweizer Konsumenten und Unternehmen mitbringen?

Umweltschutz fördern - nachhaltige Energien nutzen

Der Ausdruck Energiewende bezeichnet im Wesentlichen den Übergang konventioneller Energieträger (z.B. Kernenergie oder fossile Brennstoffe) in eine regenerative Energieversorgung. Zu den Kernsektoren der Energiewende in der Schweiz gehören sowohl die Wärme und der Strom als auch die Mobilität. Fossile Rohstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl werden nicht nur zunehmend knapper, sondern während ihrer Förderung werden auch enorme Umweltschäden verursacht. Deren Verbrennung belastet stark die Atmosphäre, weshalb diese Energieträger für die Zukunft keine wirkliche Option für uns sind. Diese Rohstoffe stehen uns nur in begrenzten Mengen zur Verfügung und durch die Knappheit wird auch deren Förderung immer kostenintensiver und aufwendiger. Die einzige Alternative hier wäre wohl die Kernenergie, allerdings birgt sie natürlich enorme Sicherheitsrisiken und wird aufgrund dessen von der Bevölkerung (zu Recht) nur selten akzeptiert.

Regenerative Energien: Die Vorteile für Konsumenten und Unternehmen

Leider benutzt die Schweiz bisher lediglich einen Bruchteil des Potenzials an regenerativen Energien. Im Strombereich ist sie allerdings eine wahre Musterschülerin, denn über 60% des Stroms werden bereits aus erneuerbaren Energien gewonnen - überwiegend aus Wasserkraftwerken, was damit zusammenhängt, dass die Schweiz jährlich vergleichsweise viele Niederschläge zählt und ein gebirgiges Land ist. Im Bereich der Wärme und Mobilität hingegen besteht noch ein deutliches Verbesserungspotential, denn nur rund 22 % des Gesamtenergieverbrauchs entfallen auf regenerative Energien.

Zu den beliebtesten Formen der regenerativen Energien gehören zudem die Solar- und Windenergie, denn diese beiden Energieformen sind in ihrem Ursprung unendlich verfügbar. Auch die Geothermie, bei der je nach Untergrundbeschaffenheit dazu genutzt werden kann, mithilfe von Wärmetauschern Heizenergie zu erzeugen, wird mittlerweile immer beliebter. Die Energieerzeugung erfolgt bei den meisten dieser Methoden dezentral, wodurch Unternehmen und Verbraucher unabhängiger von den grossen Grundversorgern sind. Zudem wird auch eine signifikante Kostenersparnis erzielt. Da die Energiekosten bei Gewerbetreibende in der Regel deutlich höher sind als in privaten Sektoren, profitieren Unternehmen meist sogar noch mehr von den Einsparungen durch erneuerbare Energien.

Förderungsmöglichkeiten für regenerative Energien

Sämtliche Massnahmen zur Energiewende liegen im allgemeinen öffentlichen Interesse. Daher gibt es in der Schweiz einige interessante Fördermöglichkeiten. Zunächst belohnen viele Kantone den Kauf von energieeffizienten Fahrzeugen mit einer steuerlichen Entlastung. Im Gebäudebereich ist das Gebäudeprogramm ein wichtiges Instrument, denn es unterstützt im gesamten Land die Wärmedämmungen von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Dienstleistungsgebäuden. Zudem gewähren viele Banken für energetisch sanierte Bauten vergünstigte Hypothekarkredite (Nachhaltigkeits- oder Öko-Hypotheken). Seit Anfang 2018 gelten zudem neue Richtlinien für Förderbeiträge von effizienten Solaranlagen. Betreiber von Photovoltaikanlagen können nun eine Einmalvergütung in Anspruch nehmen, die rund 30% der Investitionskosten deckt. Weitere Informationen zu den verschiedenen Förderungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien in der Schweiz können unter anderem auf der Website des Bundesamtes für Energie (BFE) nachgelesen werden.

Zahlreiche Hausbaufirmen in der Schweiz haben sich mittlerweile auf den Bau energiesparsamer Immobilien mit regenerativen Technologien spezialisiert. Wer eine solche Immobilie bauen möchte, sollte im Vorfeld genau überlegen welche Massnahmen auch sinnvoll umgesetzt werden können. Im Grunde sind viele Installationen mit hohen Investitionskosten verbunden, sodass es wichtig ist, auch den finanziellen Sektor zu berücksichtigen. Die gewonnene Energie muss in einem positiven Verhältnis stehen zu den aufgewendeten Kosten, denn nur so amortisiert sich die Investition möglichst schnell. Windanlagen liefern im Prinzip konstant Energie, während die Solaranlagen witterungsabhängig arbeiten. Andererseits lassen sich Photovoltaikanlagen platzsparend installieren, während Windkraftwerke hingegen meist viel Platz brauchen.

Das Fazit

Es zeigt sich in der Gesamtbetrachtung, dass die vielen Förderprogramme eine Umstellung auf erneuerbare Energien für Privatkonsumenten und Unternehmen deutlich vereinfachen und eine solche auch gleichzeitig mit vielen Vorteilen verbunden ist. Wer demnach eine Immobilie bauen oder sanieren möchte, sollte sich im Vorfeld umfassend mit dem Thema beschäftigen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.