Trickfilm-Praxis

Möglichkeiten A, B und C

Einzelbild-Serien aufnehmen für Animationsfilm.

Am letzten Treffen der Hobbyfilmer haben wir über die Technik der Trickfilmfotografie gesprochen.
Klar ist, das funktioniert im Prinzip mit jeder Digitalkamera.
  1. Kamera soll fix auf einem Stativ montiert sein. Sonst wackelt nachher der ganze Film.
  2. Die Helligkeit soll möglichst gleichmässig sein (Kunstlicht)*). Sonst flackert nachher das Bild.
  3. Erschütterungsfrei mit Fernauslöser arbeiten. Sonst ruckelt nachher das Bild.
            *) bei LED oder Fluoreszenzröhren lange Belichtungszeit, z.B. ¼ sec wählen)
...
Als Filmer haben wir natürlich Ansprüche für eine etwas komfortablere Technik.

Wunschliste:

  • Direkte Bildkontrolle am Computer
  • Auslösung via Computer
  • Bildspeicherung direkt im Laufwerk (drive)
  • Sichtung der vorherigen Aufnahmen

Dazu folgende 3 Möglichkeiten (s. erstes Bild):

  • A Mit einer normalen Digitalkamera.
  • B Mit einer alten DV-Cam mit FireWire-Verbindung zum Compi. Heutige Laptops haben keinen IEEE1394-Anschluss mehr.
  • C Mit einer tetheringfähigen Systemkamera.
. . .
Zu A
:  Eine direkte Verbindung zum Compi ist nicht möglich. Laptops haben keinen HDMI-Eingang. Ein teures "Zwischenstück" ist erforderlich. Es ist unsicher, ob es funktioniert. (s. zweites Bild)
Zu B:  Hast du noch eine DV-Cam aus VorHDZeit plus der nötigen IEEE1394-Verbindung zum Rechner, dann funktioniert die Serienfotografie ganz wunderbar, jedoch nur in DVD-Qualität. (s. drittes und viertes Bild).  Zum Aufnehmen eignet sich der bewährte VCL-Player. (s. Bild fünf bis sieben).
Zu C:  Mit der CANON  EOS  hast du eine tetheringfähige Kamera, d.h.: sie kann das aktuelle Bild via USB-Kabel an den Compi senden. Zusammen mit der zugehörigen Software ergibt diese Kombination einen sehr komfortablen WorkFlow.
(s. Bild acht bis zwölf).

Nachtrag zu B: Das beschriebene Verfahren mit dem VCL-Player funktioniert auch mit einer Webcam via USB-Kabel.

Dann bleibt nur noch:

im Schnittprogramm die Standbilddauer einstellen, Bilder auf  die Timeline ziehen, ein bisschen Ton und fertig ist dein Trickfilm. (s. Bild drei- und vierzehn).

Ein kurzes Beispiel hier:


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Wir freuen uns
Film- und Videoautoren Luzern
www.fvalu.ch


Und hier noch ein kurzer Blick in eine Trickfilmwerkstatt. John Lewis ‘The Bear & The Hare’ - The Making Of:
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