Wohin mit den defekten Elektronikartikeln?

Alte Kühlschränke müssen entsorgt werden. (Foto: peterulrich.net, Flickr.com)
Sei es das Handy, der Computer oder der Mixer, die Nutzdauer der elektronischen Geräte wird immer kürzer. Allerdings wird der Markt regelrecht überflutet von Innovationen. Bevor sich der Konsument an einem neuen Gerät erfreuen darf, sollte er das Alte korrekt entsorgen. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten dafür.


In elektronischen Geräten befinden sich viele wertvolle Rohstoffe, die nicht erneuerbar sind. Zudem enthalten sie viele hochgiftige Materialien. Damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, ist eine richtige Entsorgung notwendig. Gleichzeitig werden dadurch Rohstoffe, welche wiederverwendet werden können, gerettet. Beim Kauf eines elektronischen Produktes wird der Käufer verpflichtet, dieses sortenspezifisch zu entsorgen. In der Schweiz ist es verboten, die ausgedienten Produkte in der Kehrichtabfuhr oder Sperrgutsammlung zu entsorgen. Dies gelang in den letzten Jahren in der Schweiz ziemlich gut. Der durchschnittliche Schweizer entsorgte im Jahre 2015 rund 15 kg Elektromüll.

Wir geben Ihnen eine Übersicht der möglichen Abgabestellen:

Zurück an den Verkäufer

Im Kaufpreis jedes elektronischen Gerätes ist eine Recyclinggebühr (vRG) vorverrechnet. Somit müssen Händler, Hersteller und Importeure defekte Produkte zurück nehmen, sofern sie dieselben Produkte führen, unabhängig davon, ob der Kunde ein neues Produkt kauft oder eine Quittung vorweisen kann.

Swico Recycling und SENS eRecycling

Swico Recycling und SENS eRecycling bietet rund 600 Abgabestellen in der gesamten Schweiz. Als Privatperson können elektronische Geräte an den verschiedenen Standorten gratis abgegeben werden. In Form eines Sammeltages können alte Geräte teilweise auch auf den Gemeinden entsorgt werden, wo sie dann von den Recyclingfirmen abgeholt werden.

Die Post

Elektroschrott kann kostenlos an jeder Poststelle abgegeben werden. Die Schweizerische Post arbeitet mit „brings!“, einer Recyclingfirma, zusammen, welche die Entsorgung übernimmt.

Neu heisst nicht zwingend besser!

Wichtig ist zu überprüfen, ob ein Gerät wirklich unbrauchbar ist, bevor es weggegeben wird. Oft können Ersatzteile gekauft oder Reparaturen vorgenommen werden. So können wertvolle Ressourcen geschont und Geld gespart werden. Auch in jenen Fällen, in denen die Option einer Reparatur sich nicht als die preisgünstigste aufdrängt, lohnt sich ein zweiter Gedanke an zukünftige Generationen. Da mag der Entschluss zum "flicken" dann nicht die ökonomischste Entscheidung sein, mit ziemlicher Sicherheit ist es aber die ökologischste.
2 Kommentare
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Regina Ell aus Binningen | 24.10.2016 | 17:53  
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Umweltnetz Schweiz aus Luzern | 26.10.2016 | 14:54  
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