6. Luzerner Seniorenturnier: Wolfgang Ledermann vor der Schlussrunde allein in Führung.

Spitzenpaarung am Freitag lautete Toni Brugger gegen Othmat Flecklin, die sich seit vielen Jahren begegnen.
 
Ueli Eggenberger (Beatenberg) mit Schwarz teilte die Punkte mit Toni Gabriel aus Horw.
Weil die Spitzenbegegnung zwischen Toni Brugger und Othmar Flecklin Remis endete, liegt Wolfgang Ledermann vor der Schlussrunde am Samstag mit 5,5 Punkten allein an der Tabellenspitze. Er dürfte auf Toni Brugger treffen, die den Turniersieg unter sich ausmachen werden.

Es war eine spannende Partie am Spitzenbrett, kennen sich doch Toni Brugger (Steinhausen) und Othmar Flecklin (Hospenthal) von zahlreichen Schachveranstaltungen in den letzten zwanzig Jahren. So treffen sie auch an der Jahresmeisterschaft der Zentralschweizer Schachsenioren regelmässig aufeinander. Mit dem Londoner System wollte es Toni Brugger diesmal versuchen, doch nach genau 40 Zügen war die Stellung ausgeglichen und endete mit einem verdienten Remis für beiden Seiten. Besser machte es der an Brett 2 spielende Wolfgang Ledermann (Oberwil/BL), der Ernst Zindel (Zug) durch Aufgabe nach dem 28. Zug bezwang und er damit die alleinige Tabellenführung übernahm. Ihm winkt mit einem Sieg in der Schlussrunde vom Samstag der Turniersieg.

Dahinter liegen aber eine ganze Menge Spieler in Lauerstellung. Othmar Flecklin mit fünf Punkten wartet ebenso auf einen Ausrutscher von Ledermann, um das Turnier nach 2013 und 2015 zum drittenmal zu gewinnen, wie Toni Brugger, Josef Balkovec (Ebikon), Max Joss (Brittnau) und Martin Lanz (Reinach). Kurt Baumann und Martin Lanz trennten sich remis, während Balkovec (gegen Heinz Hofer) und Max Joss (gegen Claude Baumann) gewannen und damit ihre Ambitionen aufrecht halten konnten. Aber auch die Spieler mit vier Punkten dürfen sich den ihren Siegen vom Freitag noch Hoffnungen auf einen Spitzenplatz ausrechnen. Dazu gehören Ernst Zindel, Livio Mazzoni (gewonnen gegen Robert Hobi), Bruno Kälin (Max Fischer), Günter Stoffregen (Victor Hauger), Peter Thurnherr (Beat Zimmermann), Erwin Tellenbach (Josef Schnyder) und Moritz Isch (Luzern), der ein ausgezeichnetes Turnier spielt und Runde für Runde für eine Überraschung sorgt. Am Freitag bezwang er Renzo Guarisco (Wohlen) mit über 100 Elo mehr auf dem Konto, nachdem er in der vierten Runde Ueli Eggenberger ein Remis abtrotzte und danach am dritten Brett gegen Toni Brugger nur knapp unterlag.

Am längsten spielten am Freitag einmal mehr das Spitzenbrett mit Toni Brugger und Othmar Flecklin, zudem Gabriel Steiner gegen Walter Brandenberger (Sieg wegen Zeitüberschreitung des Gegners) und Josef Wespi gegen Renzo Mazzoni, der eine Gewinnstellung nicht verwerten konnte und nach einem unkorrekten Opfer selber Opfer wurde und die Partie aufgeben musste. Zu seinem ersten Sieg an Brett 27 kam René Büchi gegen Eduard Berchten (Steffisburg). Es war immer wieder interessant mit anzusehen, wie in den Endspielen um jedes Feld, um jedes Tempo und jede Figur gekämpft wurde. Egal ob taktische Varianten, ein positionelles Endspiel oder ganz einfache Theorie zum Resultat führten, alle Spieler zeigten sich auf ihrem Niveau in guter Spiellaune. Und wichtig: jeder nahm das Resultat fair entgegen und gratulierte zum Sieg. Ein Gutes Beispiel dafür: Beat Zimmermann musste laut lachen, als ihn sein Gegner im Endspiel einzügig matt setzte, nachdem er eine Deckungsfigur fälschlicherweise wegzog! Auch das gehört zum Schachspiel und zur ganz grossen Kollegialität unter den Schachspielern. Herzlichen Dank für dieses schöne Turnier und noch viel Erfolg am letzten Spieltag. Werner Rupp
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