„Atlas-Time“ bei der SG Luzern – Die Aufholjagt für die Luzerner Schachspieler kann beginnen!

Valery Atlas sicherte der SG Luzern mit seinem Sieg gegen Fabian Mäser wenigstens einen Punkt.
 
Spannung bis ins Endspiel in der Partie Atlas gegen Mäser mit dem besseren Ende für den Luzerner.
Es sah auch in der 3. SMM-Runde für Luzern nicht gut aus, lag das Team von Oliver Kurmann nach zwei Niederlagen von Roland Lötscher und Beat Züger (Zeitüberschreitung) mit 0:2 im Hintertreffen und weil auch noch Fabian Bänziger nach einer schlecht gespielten Eröffnung auf Verlust stand, schienen die Punkte ausser Reichweite. Dann konnte aber Aleksander Rusev und Martin Krämer auf 2:3 verkürzen und Oliver Kurmann und Lubomir Kovac ihre Partien immerhin Remis halten. So stand die Begegnung nach fünf Stunden Spielzeit 4:3 für Wollishofen, bei einer noch laufenden Partie. Diese musste der für Luzern spielende Valery Atlas (Feldkirch) unbedingt gewinnen, um wenigstens das 4:4-Unentschieden zu erreichen. Das gelang dem gebürtigen Weissrussen auf ausgezeichnete Art und Weise und sicherer Technik wenigstens einen Zähler. Nach dem 4:4 im Startspiel gegen Réti und der 3:5-Niederlage gegen Bodan Kreuzlingen kann die Aufholjagt beginnen! Weil auch die Favoriten Zürich (2.5:5.5 gegen Réti!) und Winterthur (3,5:4,5 gegen Genève) strauchelten, ist für Luzern wieder vieles, aber nicht ganz alles möglich! Immerhin können die Luzerner in den beiden kommenden Runden wieder auf alle Titelträger zurückgreifen, was dem Team bestimmt mehr Gewicht zu Zuversicht bringt.

NLA, 3. Runde: Wollishofen - Luzern 4:4 (Kessler - Kurmann remis, R. Moor - Krämer 0:1, Prusikin - R. Lötscher 1:0, Mäser - V. Atlas 0:1, Gähler - Bänziger 1:0, O. Moor - Züger 1:0, Hochstrasser - Kovac remis, Fend - Rusev 0:1). Genf - Winterthur 4,5:3,5. Neuenburg - Riehen 3:5. Réti Zürich - Zürich 5,5:2,5. Mendrisio - Bodan Kreuzlingen 4,5:3,5 Rangliste: 1. Riehen 6 (17.5). 2. Winterthur 4 (17.5). 3. Zürich 4 (14). 4. Genf 4 (12). 5. Réti 3 (12). 6. Mendrisio 3 (11). 7. Luzern 2 (11). 8. Wollishofen 2 (10). 9. Bodan 2 (9.5). 10. Neuenburg 0 (5.5).

In der kommenden Runde (14. Mai) trifft Luzern auf Mendrisio, eine Runde später (11.Juni) auf Genève. Mit sechs Punkten wäre man angesichts der bisherigen überraschenden Resultate sogar im Titelrennen wieder dabei!

Luzern ll besiegt Absteiger Solothurn
Sogar mit zwei Niederlagen (Winterthur und St. Gallen) ist Luzern ll mit Mannschaftsleiter Werner Rupp in die neue Saison gestartet. Immer wieder musste das Team auf diverse Spieler verzichten oder an die NLA-Truppe abgeben, so, dass man in den bisherigen zwei Runden immer ersatzgeschwächt antreten musste. Gegen St. Gallen standen Rupp sogar nur sieben Spieler zur Verfügung, was zusätzlich zu einer Ordnungsbusse führte. Gegen Solothurn stand wieder ein knappes und schmales Kader zur Auswahl, aber immerhin acht Spieler zur Verfügung. Mit Pirmin Lötscher und Dmitry Atlas kamen gar zwei Spieler aus dem NLA-Kader zum Einsatz. Die Begegnung verlief spannend und für Luzern nicht erfolgreich. Schön früh zeichneten sich zwei Niederlagen von Pirmin Lötscher (gegen Ali Habibi) und Nuhi Jashari (Sebastian Muheim) nach einem unglücklichen Figurenopfer ab. Damit hatte Solothurn aber sein Pulver verschossen und Luzern konterte. Nach zwei Remis von Werner Kaufmann und Silvio Graf gewann Daniel Portmann am 8. Brett souverän. Als auch die beiden Bretter 1 und 2 zu Gunsten von Luzern ausgingen, lagen die Innerschweizer vorne. Jetzt lag es an Dmitry Atlas, den Sieg zu sichern. In einem studienhaften Endspiel hielt er eine verloren geglaubte Stellung Remis und sicherte Luzern den knappen Auswärtssieg. Damit haben auch die Luzerner das Punktekonto eröffnet und können nun zwei Begegnungen entgegenblicken, wo sich möglicherweise die ganze Meisterschaft entscheidet. Am 14. Mai gegen Aufsteiger Wettswil und am 11. Juni das Stadtderby gegen Tribschen. Für Spannung ist also auch in der Nationalliga B gesorgt.

Weniger erfolgreich sind die beiden letzten Runden für Tribschen verlaufen. Nach dem überraschenden Startsieg gegen Solothurn verlor Tribschen zweimal gegen Olten und Zürich ll. „Wir haben zweimal schlecht gespielt und zweimal verdient verloren!“ kommentierte Markus Räber die Partien aus seiner Sicht. Für Tribschen geht es in den beiden kommenden Runden ebenfalls um viel, nämlich den Ligaerhalt. Am 14. Mai wartet Schwarz Weiss Bern, eine Runde später wie bereits erwähnt das Stadtderby gegen die SG Luzern. Werner Rupp

Nationalliga B, Ost: Solothurn - Luzern II 3,5:4,5 (Schwägli - Bodrozic 0:1, L. Muheim - Rüetschi 0:1, Schiendorfer - Kaufmann remis, Flückiger - D. Atlas remis, Habibi - P. Lötscher 1:0, S. Muheim - Jashari 1:0, Krebs - Graf remis, Fischer - Portmann 0:1). Zürich II - Tribschen 4,5:3,5 (Silberring - Lustenberger 1:0, Jon. Rosenthal - Arcuti remis, Guttulsrud - Räber 0:1, D. Fischer - Schwander 1:0, Issler - Herzog 1:0, Jung - Hoffmann 0:1, Kummle - L. Fischer 1:0, Walser - Bellmann 0:1). Baden - Olten 4,5:3,5. Wettswil - Winterthur II 3,5:4,5. Schwarz-Weiss Bern - St. Gallen 3,5:4,5. Rangliste: 1. Baden 6 (15). 2. Winterthur II 6 (13.5). 3. Zürich II 4 (16). 4. Olten 4 (14). 5. St. Gallen 4 (11.5). 6. Tribschen 2 (11.5). 7. Luzern II 2 (11). 8. Solothurn und Wettswil je 0 (10.5). 10. Schwarz-Weiss 0 (6.5).
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