Feierliche Eröffnung – Karate TAISHO in Kriens

Mariann und Toni Romano
 
Demonstration
 
Verdankung Elisabeth Schüpfer, Marianne Furrer

Vision eines 11-jährigen


Alles begann mit einer Vision. Als Elfjähriger sah Toni Romano in Italien eine Karate-Demonstration und er wusste, dass diese Kampfkunst sein Lebenswerk werden würde. Was er in diesem Moment noch nicht wusste, war, wie er diese Vision umsetzen konnte. Wieder zuhause begann er, Judo zu trainieren, weil im Kanton Uri keine Möglichkeit bestand, einem Karate-Dojo beizutreten. Aber Karate liess ihn nicht mehr los und er hielt Ausschau nach einem Karate-Dojo. Instinktiv wusste er, dass seine Zeit kommen würde. Fünf Jahre später fand er in Luzern „sein“ Dojo und mit Bruno Koller einen kompetenten Lehrer. Es folgten harte Jahre, die ausgefüllt waren mit Trainieren, Schule und Beruf. Dank eisernem Willen, Disziplin und Begeisterungsfähigkeit stellten sich alsbald nationale und internationale Erfolge ein und das erste eigene Dojo in Altdorf im Jahr 1983 war die logische Konsequenz. Toni setzte voll auf Karate. Als Mitglied der Nationalmannschaft bestritt er längst Kämpfe auf Weltklasseniveau. Es folgten mehrere Japanaufenthalte und im Jahr 1987 eröffnete er das Luzerner Karate-Dojo am Neuweg 10. Die TAISHO- Karateschule war geboren. Fortan waren die Dojos in Altdorf und Luzern seine Lebensaufgabe.

Krönung der Arbeit


29 Jahre später, am Wochenende des 9./10./11. September konnte Toni Romano seine unermüdliche Arbeit im Dienst des Karates mit der Eröffnung des eigenen Trainingscenters an der Luzernerstrasse 82 in Kriens, krönen. Wie steht es so schön auf dem zu diesem Anlass herausgegebenen Flyer: „Nach 29 Jahren eine neue Dimension“. Das Versprechen auf dem Flyer ist denn auch nicht übertrieben. Das neue Trainingscenter genügt allerhöchsten Ansprüchen. Es wurde nach japanischen Prinzipien erbaut und beherbergt auf der Gesamtfläche des Obergeschosses den lichtdurchfluteten Haupt-Trainingsraum. Der zweite Trainingsraum im UG und der angrenzende Kraft- und Fitnessraum erlauben es, spezielle Sport-Förderprogramme anzubieten. Im Erdgeschoss befinden sich ein Physioraum, eine topeingerichtete Cafeteria sowie ein Medien- und Schulungsraum, ausgerüstet mit modernsten Technologien für Schulung und Weiterbildung. Die gemütliche Cafeteria lädt zum Verweilen, Plaudern, Fachsimpeln und Hausaufgaben machen ein. Da in der TAISHO Kinder ab 5 Jahren bis zu 70-jährigen Senioren in verschiedenen Leistungsgruppen trainieren, ergibt dies einen spannenden Mitgliedermix. Dabei wird besonders Wert auf eine familienfreundliche Atmosphäre gelegt. Die Liegenschaft mit einer Nutzungsfläche von 2‘000 m2 bietet zudem die Möglichkeit, zum Verweilen im Freien. Es hat genügend Raum für Grillfeste, Ballspiele und zum Trainieren in einem parkähnlichen Ambiente. Den Mitgliedern stehen auch 10 eigene Gratis-Parkplätze vor dem Haus zur Verfügung.


Kinder-Nachmittag und Grillfest für Mitglieder und Freunde


Am 3. September feierten die TAISHO-Mitglieder mit Freunden und Bekannten ihr neues Dojo. Beim Kinderfest am Nachmittag vergnügten sich die zahlreich erschienen Kinder beim Aktivitäten-Parcours. Eine Japanerin erklärte in einer kurzen Einführung die japanische Kalligraphie. Als sie danach den Kindern ihre Namen mit japanischen Schriftzeichen auf den Karategürtel oder auf ein Buchzeichen schrieb, gab es grossen Andrang. Begeisterung herrschte auch beim Früchtestand. Eine halbe Kiwi wurde mit ein paar Trauben zu einer Schildkröte und machte Lust zum Essen. Beim Seifen herstellen war die Kreativität gefragt und in der Turnhalle konnten die Kids beim Fuss- oder Basketballspielen ihren Bewegungsdrang ausleben. Auch die Märli-Ecke vermochte die jungen Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Viel zu schnell - so fanden einige – sei dieser Spiel-Nachmittag zu Ende. Dass sie beim anschliessenden Grillfest ihre selbstgefertigten Kunstwerke zeigen konnten, versöhnte sie wieder. Bei der heiteren, aufgeräumten Stimmung am Grillfest wähnte man sich fast in einem Fellini-Film. Zum guten Gelingen dieser toporganisierten Events haben, ausser der Familie Romano, viele helfende Hände beigetragen, die mehrheitlich aus den eigenen Reihen mobilisiert werden konnten.

Einweihungszeremonie


Nach einer fast zweijährigen Planungs- und Umbauphase folgte am
9. September die offizielle Eröffnung des Trainingscenters. Es war ein feierlicher Akt. Nach einer individuellen Besichtigung der geladenen Gäste begrüsste Toni Romano die Anwesenden. Judith Stamm (ehemalige Nationalratspräsidentin) und Roland Zolliker (Präsident Swiss Karate Federation, SKF) richteten einige Worte an die Gäste und durchschnitten gemeinsam mit Toni Romano das Band zum Trainingsraum. Judith Stamm repräsentierte dabei als Nicht-Karateka die Sicht einer Aussenstehenden, wobei Roland Zolliker aus Sicht des Insiders sprach. Im oberen Stock wurden die Gäste mit klassischer Musik überrascht. Es spielte die Familie Haag-Keltsch unterstützt vom Cellisten Beat Feigenwinter.

Mit einem symbolischen Akt wurde anschliessend der Trainingsraum eingeweiht. Als erster sprach Cyrill Wiget, Gemeindepräsident von Kriens. Symbolcharakter hatte das Öffnen der Türen eines kleinen Schreins im Trainingsraum, was „offene Türen für Alle“ signalisierte. Das zweite Grusswort hielt Markus Kälin, Leiter Kantonales Sportamt Luzern, der eine Kalligraphie enthüllte. Das Wort „Zanshin“ auf der Kalligraphie bedeutet „Aufmerksamkeit / Achtsamkeit“ und ist die Kernphilosophie aller Budo-Künste. Dieser Akt symbolisierte die „Ethik im Sport“. Da neben Kriens der Standort Stadt Luzern beibehalten wird, ergriff als Dritte im Bunde Sandra Felder-Estermann, Luzerner Grossstadträtin und Vizepräsidentin der Bildungskommission, das Wort und legte eine Schöpfkelle in den eigens für die TAISHO aus Maggiastein gefertigten Brunnen, was als Symbol für Nachhaltigkeit zu verstehen war. Bevor die Demonstration der Wettkampfgruppe folgte, wurde den beiden TAISHO-Pionierinnen Elisabeth Schüpfer-Walker und Marianne Furrer gedankt. Beide haben viel zur erfolgreichen Geschichte des Dojos beigetragen. Bei der anschliessenden Demonstration der Wettkampfgruppe bewunderte man die kraftvollen Kampfpositionen und die präzisen, dynamischen Abläufe der Katas. Nach einer weiteren musikalischen Kostprobe konnten sich die Gäste beim Apéro themenübergreifend austauschen. Dabei ergaben sich interessante Gespräche. Mehrmals wurde darauf hingewiesen, wie wichtig solche Institutionen für die Gesellschaft seien. Sie dienten Jugendlichen oft als Leitplanken in schwierigen Lebensphasen und würden einen enormen Beitrag für deren Entwicklung leisten. Lobenswert erwähnt wurde auch die von den TAISHO-Verantwortlichen geleistete Integrationsarbeit. Ein Abschiedsgeschenk für die Gäste rundete die Eröffnungsfeier ab. Vielleicht wird man den einen oder andern Gast bei einem der Trainings wiedersehen.

Tage der offenen Türen


Die folgenden zwei Tage vom 10. und 11. September standen ganz im Zeichen der offenen Tür, die den Abschluss der Eröffnungsfeierlichkeiten bildeten. Trotz strahlendem Sommerwetter kamen viele Besucher, darunter auch Nachbarn, Freunde und Ehemalige. Unterstützt von einem starken Helferteam war jede Veranstaltung ein voller Erfolg. Toni Romano ist angekommen. Seine Vision hat sich erfüllt. Wer ihn kennt, ist aber darauf gefasst, dass er in Zukunft mit weiteren Projekten aufwarten wird.

Olympische Disziplin 2020


Ein künftiges Projekt, das Toni Romano bereits anpeilt, ist die Teilnahme an der Olympiade 2020 in Tokio. Am 3. Aug. 2016 hat das olympische Komitee Karate als olympische Disziplin anerkannt. Für KARATE TAISHO als offizieller Swiss Olympic Nachwuchsstützpunkt eröffnen sich ungeahnte Dimensionen. Man darf gespannt sein, wohin die Reise der TAISHO führt. Bestimmt wird man aber auch in den kommenden 4 Jahren vor Olympia von KARATE TAISHO hören.


Kontaktdaten:

KARATE TAISHO
Luzernerstrasse 82
6010 Kriens

Tel.: 041 210 10 22
info@taisho.ch
www.taisho.ch


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