Luzerner Schachspieler setzen Siegeszug auch im neuen Jahr fort

Roman Deuber (2053) rettete gegen Albert Gabersek (2150) den knappen Auswärtssieg von Luzern.
 
Enrique Almada (links) und Belhadri Benmia gewannen gegen Sursee und ebneten so den Weg zum Sieg.
Luzern bleibt das Mass aller Dinge. Auch im neuen Jahr gewann die SG Luzern alle drei Begegnungen, hatte dabei allerdings auch ein wenig Glück. Im Spitzenkampf wurde Sursee knapp mit 2½ : 1½ geschlagen. Alles läuft auf das Finale zwischen Luzern und Tribschen am 21. Februar hinaus. Die Bilanz ist aber auch so beeindruckend: 20 Spiele, 18 Siege – 1 Remis!

Gegen Sursee stand der SG Luzern ein echter Prüfstein bevor und wie sich zeigen sollte, waren die Befürchtungen auf einen Punkteverlust nicht von ungefähr, zumal bei Luzern Aleksandar Rusev, die nominelle Nummer 1, aus beruflichen Gründen nicht spielen konnte. Zudem war einige Spieler leicht angeschlagen, was die Aufgabe auch nicht erleichterte. Glücklicherweise konnte Teamchef Werner Rupp trotzdem auf ein starkes Quartett zurück-greifen und die taktische Aufstellung ging einmal mehr voll auf. Belhadri Benmia besetzte als schwächster Spieler (Elo 2023) Brett 1 und ausgerechnet ihm gelang ein schönes Sieg gegen Alex Häfliger(2106) und dies erst noch mit den Schwarzen Figuren. FM Enrique Almada ist in der IGM eine „Macht“ und er liess sich auch dieses Mal nicht bitten. Zwar übersah er den Gewinnzug beim Angriff auf seine Dame, aber es reichte gegen Rene Oehen trotzdem zum Sieg und zur Führung für das Gastteam. Luzern hätte den Sack mit einem Sieg von Fritz Mühlebach (2212) gegen Armin Hartmann (2210) zumachen können, doch die taktische Variante, seine Dame gegen zwei Türme einzutauschen erwies sich im Endspiel als nicht vorteilhaft und er musste sich geschlagen geben. Jetzt hätte Albert Gabersek (2148) gegen Roman Deuber (2058) die Chance gehabt, auszugleichen und mit einem 2:2 dem Titelfavoriten einen Punkt abzunehmen. Lange stand die Partie ausgeglichen, aber in der Zeitnotphase musste Gabersek den gewonnen Bauer zurückgeben und es kam zu einem remisverdächtigen Endspiel, welches Roman Deuber auch problemlos hielt und so Luzern den knappen Sieg rettete.

Bereits am Tag zuvor hatte der letzte Verfolger von Sursee, der SK Tribschen, gegen Entlebuch vorgelegt. Mit nur einem Remis war der Heimklub gut bedient und Tribschen feierte mit Cremer, Herzog, Fischer (Remis gegen Markus Andermatten) und Präsident Frank Neubert einen überzeugenden Sieg. So wird die Innerschweizer Gruppenmeisterschaft wohl am 21. Februar im Direktduell Tribschen vs. Luzern entschieden, vorausgesetzt, die vorangegangene 6. Runde (Luzern – Entlebuch und Tribschen – Sursee) wird nicht für eine der beiden Mannschaften zum ungewollten Stolperstein.

Hergiswil hatte ohne Markus Räber und Erwin Schilliger gegen Goldau/Schwyz keine Chance. Eine Erfolgsmeldung gab es trotzdem: Kurt Liembd (1700) hielt gegen Lubomir Kovac (2250) Remis und klaute so den Schwyzern einen halben Brettpunkt. Am Endergebnis von 0,5 : 3,5 änderte sich allerdings nicht viel und die Punkte gingen trotzdem in den Kanton Schwyz. Auch Zug bekundete im Derby gegen Baar keine allzu grosse Mühe und siegte ebenfalls deutlich.

Regionalliga A: Sursee - Luzern 1.5:2.5, Entlebuch – Tribschen 0.5:3.5, Hergiswil – Goldau/Schwyz 0.5:3.5, Baar – Zug 0.5:3.5. Rangliste: 1. Luzern 5/10, 2. Tribschen 5/9, 3. Sursee 5/7, 4. Zug 5/6, 5. Goldau/Schwyz 5/4, 6. Entlebuch 5/2, 7. Hergiswil 5/2, 8. Baar 5/0.

In der Regionalliga B der Innerschweizer Gruppenmeisterschaft 2017/2018 hielten sich auch die übrigen beiden Luzerner Team schadlos. Luzern gewann in Altdorf mühelos und musste nur ein Remis am ersten Brett von Jörg Schmid gegen den stärkeren Kurt Bissig zulassen. Luzern lll siegte mit viel Glück gegen Entlebuch lll mit 2½ : 1½. Marco Burri und Borivoje Tesic retteten zwei Verluststellungen noch in ein Remis, während Daniel Ottiger eine Unaufmerksamkeit seines Gegners zu einem Grundlinienmatt ausnützte. Alexander Obolonkov hielt am ersten Brett in ausgeglichener Stellung mit Schwarz das Remis bis zum Ende. Mit den Auf- Abstiegsspielen in der Regionalliga B und C wird das Programm Ende Januar fortgesetzt.

Regionalliga B: Gruppe 1:
Altdorf - Luzern ll 0,5:3,5, Stans – Emmenbrücke 0:4, Rontal - Tribschen lll 3,5:0,5. Rangliste: 1. Luzern ll 5/10, 2. Rontal 5/7, 3. Emmenbrücke 5/4, 4. Stans 5/4, 5. Altdorf 5/3, 6. Tribschen lll 5/2. Regionalliga B: Gruppe 2: Schötz - Sarnen 4:0, Entlebuch ll – Luzern lll 1,5:2,5, Sursee ll - Tribschen ll 0,5:3,5. Rangliste: 1. Luzern lll 5/9, 2. Schötz 5/7, 3. Entlebuch ll 5/6, 4. Tribschen ll 5/5, 5. Sarnen 5/3, 6. Sursee ll 5/0. Regionalliga C: Tribschen lV - Rontal ll 1,5:2,5. Goldau/Schwyz ll - Emmenbrücke lll 2:2, Luzern lV spielfrei. Ranglisten: 1. Goldau/Schwyz 4/7, 2. Luzern lV 4/6, 3. Emmenbrücke 4/5, 4. Rontal lll 4/2, 5. Tribschen lV 4/0. Gruppe 2: Hergiswil ll - Rontal ll 0,5:3,5. Brunnen – Stans ll 3:1, Baar ll – Emmenbrücke ll 2,5:1,5. Rangliste: 1. Rontal ll 5/9, 2. Brunnen 5/7, 3. Baar ll 5/6, 4. Stans ll 5/4, 5. Hergiswil ll 5/3, 6. Emmenbrücke ll 5/1.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.