Richard Zweifel neuer Innerschweizer Schachmeister 2016

Das Innerschweizer Podest mit Albert Gabersek (2.)Sieger Richard Zweifel und Amindo Narden (3.).
 
Schweizer Meisterin Laura Stoeri vergab eine bessere Platzierung mit der Niederlage gegen Boris Glazmann
Vom 12. bis 15. August 2016 fanden in Luzern die offenen Innerschweizer Schachmeisterschaften in drei Kategorien statt. Neuer Innerschweizer Meister in Abwesenheit der regionalen Schachstars wurde Richard Zweifel (Zug) vor Albert Gabersek (Triengen) und Amindo Narden (Schötz). Turniersieger der Belgier Alandre Dgebuadze, die Kategoriensieger Nicolas Küng (Entlebuch) und Oliver Thalmann (Zürich).

Leider fehlten dieses Jahr die Innerschweizer „Top-Stars“, die in den letzten Jahren für Spannung und gute Unterhaltung gesorgt hatten. Roger Moor, Lubomir Kovac, Andrin Wüest, Aleksandar Rusev, Werner Kaufmann, Lukas Schwander, Davide Arcuti, Markus Räber und viele weitere Spitzenspieler konnten sich mit dem Datum Mitte August nicht anfreunden und hatten anderweitige Pläne. Dank Grossmeister Alexandre Dgebuadze und den IM Atanas Dimitrov (Griechenland), Velislav Kokov (Bulgarien), Ali Habibi (Iran) sowie Schweizer Meisterin Laura Stoeri (Payerne) wehte trotzdem ein Hauch von internationalem Schachsport durch die Dula-Halle beim Säli Schulhaus. In der Startrunde erlaubten sich nur Ali Habibi, Amindo Narden und Hans Speck mit Remis gegen deutlich schwächere Gegner kleine Ausrutscher.In der 2. Runde erwischte es Richard Zweifel (gegen Roman Deuber) und Hans Speck (Boris Glanzmann). Rene Oehen (Sursee) bezwang Silvio Graf (Luzern) und Josef Lustenberger (Horw) besiegte Dominik Popp (Hergiswil).

In Runde 3 trotzte Simon Stoeri (der Bruder von Laura) dem Topgesetzten Grossmeister ein Remis ab und auch Carmi Haas (Zürich) liess sich von IM Atanas Dimitrov nicht bezwingen. Damit war die Zeit der grossen Überraschungen vorbei und das Turnier entwickelte sich spannend mit vielen Innerschweizer Duellen: Gabersek besiegte Speck, Manuel Meier (Entlebuch) Rene Oehen, Graf besiegte Klaus Odermatt. Glanzmann – Deuber, Bellmann – Meier, Andenmatten – Oehen und Manuel Meier gegen Popp hiessen die weiteren Duelle. An der Spitze besiegte Simon Stoeri Habibi und eine Runde später nahm er auch Dimitrov einen halben Punkt ab. Damit hatte er die Grundlage für seinen spektakulären zweiten Schlussrang gelegt, nur einen halben Punkt hinter der Nummer 1. Auch an den hinteren Brettern kam es immer wieder zu interessanten Stellungen, bei denen Eröffnungs- und Endspieltheorie von grosser Bedeutung waren. Richard Zweifel holte Punkt für Punkte und wurde schliesslich als bester Innerschweizer (Rang 5) neuer ISV-Meister. Dahinter klassierte sich Albert Gabersek, der sich seinen zweiten Rang mit einem Sieg gegen Silvio Graf verdiente. Laura Stoeri wurde 15., weil sie in der Vorschlussrunde gegen Boris Glanzmann unterlag und so den dritten Platz hinter ihrem Bruder „verschenkte“.

Rangliste: 1. Dgebuadze (B) 6.5; 2. S. Stoeri (Payerne) 6, 3. Dimitrov (GRE), Kukov (BUL), Habibi, Gabersek, Borner, Haas und Zelannikovas LTU) alle je 4.5. Ferner 13. Amindo Narden (Schötz) und Laura Stoeri (Payerne) je 4, Manuel Meier (Entlebuch), Rambert Bellmann, Silvio Graf (beide Luzern) und Karlen (Sursee) je 3.5; 24. Roman Deuber (Zug), Boris Glanzmann (Kehrsiten), Andenmatten (Entlebuch), Hans Speck (Luzern) je 3. 30. Cyrill Leuthold (Cham), Rene Oehen (Sursee), Hans Joller (Wetzikon), Klaus Odermatt und Manuel Meier (Luzern) je 2,5. 36. Abächerli (Sarnen), 2; 37. Josef Lustenberger 1,5; 38. Dominik Popp (Hergiswil) 1 Punkt.

Küng mit bester Wertung
In der Kategorie B lagen nach sieben Runden drei Spieler mit je 5½ Punkten an der Spitze und teilten sich das Podest. Mit Nicolas Küng (Entlebuch) stand ein Innerschweizer sogar ganz zuoberst. Dahinter folgen zwei Spieler mit je 5 Punkten. Die Innerschweizer vermochten nicht ganz mitzuhalten und belegten Ränge in der zweiten Tabellenhälfte. Werner Rupp (eigentlich C-Spieler) startet mit zwei Unentschieden gegen die Nummer 16 und Nummer 4 und bezwang in der 5. Runde Moritz Isch. Zu mehr reichte es trotzdem nicht. In der Kategorie C siegte Oliver Thalmann (Zürich) vor Walter Bucher (Buchrain).

Kategorie B: 1. Nicolas Küng, Mark-Simon Hug und Stephan Bachofner je 5.5. Ferner: 8. Bernhard Herger 4,5. 17.-21. Müller (Cham), Liembd (Hergiswil), Guarisco (Villmergen), Aeschlimann (Baar) je 3.5, 23.-32. Toni Gabriel (Horw), Moritz Isch (Luzern), Max Fischer (Sempach) und Renzo Mazzoni (Kriens) je 2.5. Hanspeter Balmer (Luzern) und Werner Rupp (Hildisrieden) je 2 Punkte.

Kategorie C: Oliver Thalmann (Zürich), 2. Walter Bucher (Buchrain je 6, Ferner 5. Franz Brun (Rontal) 5,0; 8. Gavin Zweifel (Zug) 4.5. 12.-13. Agatha Schuler (Rontal), Gabriel Steiner, (Emmenbrücke), Fabian Müller (Entlebuch) und Dieter Deecke (Baar) je 4. 16. Josef Wespi (Sempach), Klaus Ortwin (Baar) und Noah Bienz (Cham) je 3.5; 21. Alan Timme (Baar), Meinrad Betschard (Brunnen) und Oliver Kuhn (Sursee) je 2.5. 30. Michele Britschgi (Sarnen) 2 Punkte.
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