Schachgesellschaft Luzern vor Bewährungsprobe

Hanspeter Bieri (rechts) spielt am Sonntag mit Wettswil gegen Tribschen um den ersten Meisterschaftspunkt.
 
Andrin Wüest gehört am Sonntag gegen Mendrisio zu den Routiniers im Luzerner Team
Die Schachgesellschaft Luzern steht am Wochenende vor zwei Bewährungsproben. Zum einen trifft die Nationalliga A-Mannschaft mit Mannschaftsleiter Oliver Kurmann auf Schwarz Weiss Bern, das dringend Punkte benötigt und anderseits spielt die Nationalliga B-Mannschaft mit Mannschaftsleiter Werner Rupp gegen den letztjährigen Absteiger Mendrisio. Zwei Begegnungen mit viel Brisanz, steht doch für alle Teams relativ viel auf dem Spiel - sprichwörtlich ausgedrückt!

Oliver Kurmann lässt die Gegner einmal mehr im Ungewissen, ob er mit der absoluten Topmannschaft - also mit den vier Grossmeistern Milov, Hübner, Krämer, Hort und den weiteren Titelträgern Kurmann, Atlas, Lötscher, Borgo, Züger, Weindl antritt oder im Heimspiel gegen die Berner auch etwas weniger stärkeren Spielern wie Gloor und Almada eine Einsatzchance gibt. Zwar liegt Bern zusammen mit Neuchâtel und Wollishofen mit null Punkten am Tabellenende, unterschätzen darf man das Team aus der Hauptstadt aber keineswegs. GM Rainer Buhmann (2586) sowie die drei K-Spieler Klauser (2395), Kessler (2350), Kappeler (2258) waren schon öfters für grosse Überraschungen gut und je nach Aufstellung dürfte die Differenz der Elo-Zahlen weit weniger gross sein, als auf dem Papier. Zudem kämpfen die Berner gegen den Abstieg und dies verleiht einer Mannschaft meist zusätzlich Flügel. Luzern ist zwar Personell besser besetzt, im Schach kann aber eine kleine Unaufmerksamkeit schon zur Niederlage führen und der Coach hat während den Partien keine Möglichkeit mehr einzugreifen oder Tipps abzugeben. Einzig die Empfehlung auf Sieg oder Remis zu spielen, sind dem Teamverantwortlichen während des Wettkampfes an seine Mitspieler erlaubt. Will Luzern weiter an der Spitze bleiben, müssen gegen Bern zwei weitere Punkte her. Vor der Sommerpause steht dann nur noch die Begegnung gegen das vermeintliche Schlusslicht Neuchâtel auf dem Programm. Die Ausgangslage ist also in jeder Beziehung ausgezeichnet. Voraussichtliche Aufstellung: Milov, Hübner, Lötscher, Atlas, Kurmann, Züger, Borgo, Almada.

Luzern 2 gegen Absteiger
eine ungleich grössere Aufgabe steht am Sonntag dem Team von Werner Rupp bevor. Die zweite Luzerner Equipe empfängt im Schachmuseum den letztjährigen NLA-Absteiger Mendrisio. Zwar kann Luzern erstmals diese Saison auf alle vier Spitzenspieler nahe der 2300 ELO-Grenze zählen, dennoch ist das Kader der Gäste aus dem Tessin deutlich höher einzustufen. Mit Godena (2520) und Bellini (2498) stehen zwei Grossmeister im Kader. Mit Patuzzo, Mantovani, Sedina und Venzossi vier weitere Spieler mit über 2300 Elo! Es dürfte also ein harter und zäher Wettkampf werden. Auf Luzerner seite sind Aleksandar Rusev (2302), Tomislav Bodrozic (2284), Urs Rüetschi (2283) und Lubomir Kovac (2273) im Einsatz und mit Andrin Wüest und Werner Kaufmann sind immerhin zwei weitere NLA erprobte Cracks im Aufgebot.
Beide Begegnungen beginnen am Sonntag um 12:30 Uhr (das Schachmuseum, Industriestrasse 10-12, Kriens ist von 12:00 bis 18:00 Uhr auch für Besucher geöffnet). Tribschen spielt am Sonntag auswärts beim bisher punktelosen Aufsteiger Wettswil (mit dem Luzerner Hanspeter Bieri) und dürfte mit einem Sieg den Ligaerhalt so früh wie kaum jemals zuvor gesichert haben. Bereits am Samstag spielt Luzern 3 auswärts gegen den Tabellenleader aus Lenzburg.
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