Seewen erst in der Overtime bezwungen

Ramon Pfranger gehörte einmal mehr zu den Aktivposten im Seebner Angriffsspiel
EISHOCKEY ⋅ Der EHC Seewen spielte gestern Abend vorbildlich und bot dem HCC Biasca ein Kampf auf Augenhöhe. Leider ohne gutes Ende.


Das Spiel begann für den EHC Seewen nicht optimal. Die Tessiner spielten von Anfang an gehässig und hätten schon nach wenigen Sekunden mit einer 5-Minuten-Strafe belegt werden müssen. Doch der hohe Stock in Rolf Portmanns Gesicht blieb ungeahndet. Trotzdem konnten die Seebner wenig später in Überzahl agieren, sogar in doppelter. Nach einem ärgerlichen Wechselfehler bestraften sich die Gäste selber, und man liess auch noch die einfache Überzahl verstreichen.

Schlechter Wechsel

Dass Fehler in den Playoffs schnell bestraft werden, zeigte sich in der 7. Minute. Balerna profitierte von einem schlechten Seebner Wechsel und bezwang Mathis im Alleingang zum 1:0. Danach fing sich der EHCS endlich und kam besser ins Spiel. Die besten Chancen erarbeiteten sich Wellinger und Fries, vergaben aber. Auch im zweiten Drittel machten die Seebner viel Dampf, es entwickelte sich ein intensives und höchst interessantes Spiel. In der 32. Minute belohnte Ramon Pfranger die Seebner mit dem verdienten 1:1. Herrlich eingesetzt von Mathias Arnold konnte er alleine auf Goalie Davis zulaufen und schoss den Puck ins hohe Eck. Kurz darauf hatte Claudio Zurkirchen gar die Führung auf dem Stock, verzog aber.

Auch im letzten Drittel ging es Schlag auf Schlag weiter. Die Zuschauer kamen in den Genuss von tollem Playoff-Hockey, einfach ohne Tore. Biasca kam dem 2:1 mit einem Lattenschuss sehr nahe. Aber auch Seewen hätte den Lucky-Punch herbeiführen können: Rolf Portmann erspielte sich eine Topchance. Es blieb aber nach 60 Minuten beim 1:1. Die 20-minütige Verlängerung mit Golden-Goal stand an. Diese dauerte dann jedoch nicht lange. Nach einer unnötigen Strafe mussten die Seebner in Unterzahl agieren. Und prompt nutzten die Tessiner das Powerplay zum vielumjubelten Siegtreffer. Eine ärgerliche Niederlage für die Seebner.

Wichtige Erkenntnisse

Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass man mit Biasca auf Augenhöhe mithalten kann. Man darf den Tessinern nicht zu viele Freiheiten geben, und auch Strafen sind zu vermeiden. Denn das Powerplay von Biasca ist eine Waffe. Weiter gehts am Donnerstag mit Spiel 2 im heimischen Zingel.
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