SG Pilatus siegt und steigt in die NLB auf!

Die SG Pilatus hat Grund zum Feiern. Nach einer nahezu perfekten Saison steigt das Team in die NLB auf
 
Grossen Anteil am Aufstieg hat Topscorer Samuel Weingartner und steht sinnbildlich für die Philosophie der SG Pilatus. Diese sieht nämlich vor mit jungen Spielern aus der Region etwas Nachhaltiges auf die Beine zu stellen

Dank eines 30:27-Heimsiegs gegen West HBC schafft die SG Pilatus den Aufstieg in die zweithöchste nationale Spielklasse. Vor 765 Zuschauer in der Maihofhalle liess die SG im entscheidenden Spiel nichts mehr anbrennen und kam zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Die Pilatus-Handballer verdienen sich die Promotion in die NLB mit einer starken Saison und einer Bilanz von 23 Siegen, einem Unentschieden und lediglich drei Niederlagen.

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Die SG erwischte einen Traumstart in das Spiel der Spiele und lag nach sieben Spielminuten bereits mit drei Toren in Front. Die starken Gäste vom Genfersee kamen aber postwendend wieder heran und konnten das Score bis zur Mitte der ersten Hälfte offen gestalten. Durch eine Triplette von Häberli und 2x Gautschi setzte sich die SG Pilatus bis zur 20. Spielminute wiederum mit drei Treffern ab. IAngetrieben vom sensationellen Publikum stand die Pilatus-Defensive im ersten Umgang äusserst kompakt und liess nur wenig zu. Torhüter Ineichen zeigte wiederum einen starken Auftritt und trug seinen Teil zur 15:12-Pausenführung bei.
Auch in den zweiten Umgang startete Pilatus hervorragend und konnte dadurch zwei weitere Tore zwischen sich und die Waadtländer legen. In dieser Phase zeichneten sich vor allem Topscorer und Juniorennationalspieler Samuel Weingartner für die wichtigen Treffer verantwortlich. In der 43. Spielminute erhöhte Vögtli sogar auf eine 6-Tore-Führung, wodurch die SG nun bereits mit einem Bein in der NLB stand. Die Gäste rappelten sich jedoch nochmals auf, gaben aber durch zu viele technische Fehler eine durchaus mögliche Wende aus der Hand. In den letzten Spielminute leistete sich die SG dann in der Offensive doch etwas viele Ungenauigkeiten, was jedoch nicht ins Gewicht fallen sollte. Mit dem 30. und letzten Treffer zeichnete sich Sandro Bucher für das 30:27-Endergebnis verantwortlich.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen schafft das Team nun endlich den herbeigesehnten Aufstieg in die Nationalliga B. Der Aufstieg ist dabei mehr als verdient, wurden nämlich 15 von 20 Spielern des Stammkaders innerhalb der Nachwuchsorganisation der SG oder den drei Stammvereinen ausgebildet. Zudem bewies das junge Team in der entscheidenden Phase viel Moral und steckte den Rücktritt von Lima sowie die gewichtigen verletzungsbedingten Absenzen von Hess, Korac und Muff mit Leichtigkeit weg. Auch nicht ins Gewicht fiel, dass Roger Scherer, der wohl wichtigste Angreifer und designierte Leader des Teams, in der Aufstiegsrunde aufgrund seiner Schulterverletzung nur in der Defensive eingesetzt werden konnte. Auch nach der vermeidbaren Niederlage gegen Einsiedeln zeigte die Mannschaft in Solothurn umgehend eine Reaktion. Gratulation an alle beteiligen Spieler sowie das Trainerduo Andy Gubler und Tom Helfenstein zu dieser beeindruckenden Saison. Die unzähligen Lauf-Kilometer am Rotsee und intensiven Sprungparcours vom vergangenen Sommer haben sich gelohnt! Nach Spielschluss startete im Maihof eine gigantische Aufstiegsfeier, welche ab Mitternacht in der Stadt noch weiter ging.

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an die ganze Pilatus-Fangemeinde, welche unser Team in den vergangenen 5 Spielen sensationell unterstützt hat. 75 Fans in St. Gallen und 125 Fans in Solothurn – notabene bei Wochentagspielen – beweisen, dass die SG-Familie voll und ganz hinter dem Team stand. Ein Zuschauerschnitt von 680 bei den drei Heimspielen verdeutlicht, dass sich im Zentralschweizer Männerhandball in den letzten Woche einiges getan hat. Kommt ab September wieder in die Halle, wenn unsere Jungs das erste Mal in der NLB auflaufen. Mit in die NLB steigt die SG Wädenswil auf, welcher überraschend die favorisierten Solothurner ausstachen.

SG Pilatus – West HBC 30:27 (15:12)
Maihof Luzern. – 765 Zuschauer. – SR: Brianza/Jucker
Strafen: 6 x 2 Minuten gegen SGP; 4 x 2 Minuten gegen West
Torfolge: 5. (4:2:), 10. (6:6:), 15. (8:7), 20. (11:8), 25. (13:10), 35. (19:16), 40. (23:18), 45. (26:21), 50. (27:22), 55. (29:25).
SGP: Ineichen/Amrein; Bucher (1), Christen (1), Felder (2), Gautschi (4), Häberli (5), Hess (4), Riederer, Scherer, Schumacher (3), Vögtli (4), Weingartner (6/2), Wipf.
Bemerkungen: SGP ohne Hermann, Korac, Krummenacher, Muff, Orler und Wenger.
1 Kommentar
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Bruno Affentranger aus Luzern | 26.04.2015 | 18:24  
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