SKF Ippon Shobu-Schweizermeisterschaften 2018 in Bern vom 09./10.6.2018

v.l.n.r.: Audry Pentassuglia, Alessia Lao, Moira Dillier

Ein starkes Team

Die Wettkampfmannschaft der Taisho Karateschule Luzern/Kriens/Altdorf hat am Wochenende vom 9./10.6. an den Ippon Shobu Schweizermeisterschaften in Bern gross aufgespielt. Von Trainer Toni Romano und seinem Team ist man sich zwar einiges gewohnt, aber so etwas hats in der Geschichte der Taisho noch nie gegeben. Sein Team brachte acht Trophäen, fünf Goldene, zwei Silberne und eine Bronzene mit nach Hause. Der gute Teamspirit war wohl eine der Grundlagen für den sensationellen Erfolg.

Einen souveränen Auftritt legte das U16-Team der Mädchen hin. Mit der Schattdorferin Moira Dillier, der Erstfelderin Alessia Lao und der Luzernerin Audry Pentassuglia überzeugte das Trio auf allen Ebenen. Moira Dillier besucht aktuell die Sportkanti Alpenquai, Luzern, Alessia die Sportsek in Kriens und Audry - aufgrund ihrer Hörbehinderung - eine Spezialschule mit Gebärdensprache. Dass Audry – trotz ihrer Einschränkung und trotz weniger Trainingseinheiten - mit den beiden Sportschülerinnen im Team erfolgreich mithalten konnte, spricht für die Qualität der 14-jährigen Luzernerin. Das Team brillierte und gewann Gold.

Triumphiert hat auch das Team Elite Herren mit Michael Unternährer, Ivan Zappa und Ilija Letic. Der Ersatzmann Arslan Hussain reiste zwar mit nach Bern, musste aber nicht auf die Matte, da die Stammbesetzung in Topform war und Gold gewann.

Besonders beeindruckend ist die Leistung des 19-jährigen Merlischacheners Michael Unternährer. Er präsentierte sich in Topform. Vor fünf Monaten hatte er seine Kampftaktik umgestellt und diese in Bern eins zu eins umgesetzt. Er holte in der Kategorie Herren U21 die Goldmedaille ohne dass er seine Trainingseinheiten wegen den laufenden Maturaprüfungen reduzierte. Einen weiteren Spitzenplatz sicherte sich auch Elio Romano. Der 15-jährige Sohn von Toni Romano war seinen Gegnern technisch und körperlich überlegen und hat die Fights dominiert. Aufgrund seiner explosiven Angriffstaktik – Elio geht immer in die Offensive und kämpft mit Druck - musste er wiederholt gezügelt werden, da zu harter Körperkontakt in den Duellen zur Disqualifizierung führt. Im Finalkampf gegen Noah Jaden Loser brachte ihm diese Vorgehensweise zwei Verwarnungen ein. Trotz allem gewann Elio bei den Knaben U16 eine Goldmedaille.
 
Erfreulich ist der Erfolg der Erstfelderin Alessia Lao. Nachdem sie einige Monate in einer schwierigen Aufbauphase steckte, konnte sie ihre Knöpfe lösen und an der SM sämtliche Register ziehen. Die konsequente Aufbauarbeit zeigte Wirkung. Sie agierte mental stabil und konzentriert, was ihr in der Kategorie Mädchen U16 die Goldmedaille bescherte. Bei Moira Dillier, der zweiten Urnerin im Bunde, stimmte die Form ebenfalls; sie war mental äusserst präsent, konnte aber am Sonntag ihr Potential nicht ausschöpfen und verlor den Einzug ins Final nur knapp. Mit dem dritten Platz sicherte sie sich die Bronzemedaille bei den Mädchen U16.

Toni Romano ist äusserst zufrieden mit den Leistungen seiner Wettkampfmannschaft an diesen Schweizermeisterschaften. Dass er für die Turniereinsätze auf eine breite Spitze zurückgreifen kann, gibt seinen Athletinnen und Athleten Sicherheit. Der Leistungsdruck wird reduziert und kann auf mehrere Schultern verteilt werden. Somit können die Karatekas etwas lockerer in die Wettkämpfe starten.

Romano will diese Woche mit seinen Schülern noch die Wettkampfanalyse der SM-
Kämpfe vornehmen und mit dem Halbjahresrückblick die reguläre Wettkampfsaison etwas früher als gewohnt abschliessen. Nahtlos an die reduzierten Sommertrainings plant er, etwas früher mit dem Trainingsaufbau in die zweite Jahreshälfte zu starten, mit dem ambitionierte Ziel, im September an den Europameisterschaften im traditionellen Karatestil in Rom, vorne mitzumischen. Die Vorbereitungen und der Aufbau für dieses Highlight sind bereits voll im Gang. Das Taisho-Team wird einige Tage früher zur EM nach Rom reisen, um sich vor Ort optimal vorzubereiten.
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