SKF-Karate-Schweizermeisterschaft vom 17./18.11.2018 in Aarberg

von link: Alessia Lao, Elio Romano, Michael Unternährer, Moira Dillier, Toni und Mariann Romano

Die harten Vier

Die Wettkampfgruppe der Taisho-Karateschule Luzern/Kriens/ Altdorf ist ein
eingeschworenes Team. Bei den wichtigen Turnieren punkten regelmässig diejenigen vier AthletInnen, die regionale Sportschulen besuchen. Der Vorteil der SportschülerInnen gegenüber ihren TeamkollegInnen liegt darin, dass sie neben der Schule zusätzliche Trainingseinheiten bestreiten und dadurch intensiver gefördert werden. So erstaunt es nicht, dass Alessia Lao (Sportsek Kriens), Moira Dillier und Elio Romano (Sportgymi Alpenquai, Luzern) sowie Michael Unternährer (ehem. Sportgymeler, jetzt Student) in den Turnieren jeweils auf den vordersten Rängen mitmischen. Während des Jahres haben die Vier an den offiziellen Swiss Karate-League-Turnieren die notwendige Punktezahl erkämpft und sich für die Swiss Karate Federation-Schweizer Meistschaft in Aarberg qualifiziert. Das Auswahlverfahren für die SM-Teilnahme läuft auch im Karate nach dem gleichen Prinzip ab, wie bei andern Sportarten, d.h., pro Gewichtsklasse sind nur die acht Besten für die SM selektioniert. Das tönt zwar einfach, ist es aber nicht. Die Kämpfe innerhalb dieser Achtergruppe sind äusserst anspruchsvoll, muss der Karate-ka doch von der ersten bis zur letzten Sekunde 300 Prozent präsent sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich von der Taisho fünf Athletinnen und Athleten in 6 Disziplinen qualifizieren konnten. Nach dem Grosserfolg an der Europameisterschaft in Rom von anfangs Oktober war die SM für das Taisho-Team eine grosse Herausforderung. Praktisch ohne Trainingspause galt es, sich auf das nächste Grossereignis zu fokussieren.

Alessia

Der Erstfelderin Alessia Lao ist dies hervorragend gelungen. Sie setzte die taktische Arbeit, die sie sich aufgrund der Trainings-Umlagerung im Stützpunkt der Taisho und im Leistungszentrum angeeignet hatte, optimal um. Damit erreichte sie in der Kategorie Damen Jugend U16 Kumite +54 kg den dritten Podestplatz. Trainer Toni Romano attestiert Alessia Konstanz im Kampfablauf. Zudem habe sie die im Training erarbeiteten Inhalte gut in den Kampf übertragen können. Ein Finaleinzug bei ihrem Potential wäre drin gelegen.

Moira

Die zweite Urnerin im Bund, Moira Dillier, sei in absoluter Topform, sagt Romano. Sie trat mit grosser Reserve in den Wettkampf. Da an Moiras taktischer Schwäche in den letzten zwei Monaten intensiv gearbeitet wurde, ging sie entsprechend locker ins Rennen. Sie bewies Nerven, auch wenn sie zeitweise im Rückstand lag. Dabei liess sie sich nicht irritieren, holte immer wieder souverän auf und schaffte sich einen Punktevorsprung. Im letzten Kampf für den Finaleinzug tappte Moira in die im Training besprochene Fehlerfalle und musste sich in der Kategorie Damen Jugend U16 Kumite – 54 kg mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Elio

Überrascht hat Elio Romano. Aufgrund einer zweimonatigen verletzungsbedingten Trainingspause nahm er an der EM in Rom nur als Coach teil, obwohl er Favorit war. Dies hinderte ihn nicht daran, an der SM in Aarberg voll durchzustarten. Nach einer nur 3 1/2 –wöchigen Aufbau-Phase erkämpfte sich Elio in der Kategorie Herren Jugend U16 Kumite -70 kg den zweiten Platz. Dass er nach dieser kurzen Trainingszeit eine derart ausgezeichnete Spitzenleistung abrufen konnte, erstaunt auch Trainer Romano. Er charakterisiert seinen Sohn als mental sehr stark und äusserst ausgeglichen, zeigt sich aber trotzdem überrascht, dass Elio den harten Aufbau derart gut verarbeiten konnte. Elio erschien am Wettkampftag fokussiert und locker am Start und erreichte verdient den Final. Im Final unterlag er, nach Gleichstand mit dem Gegner, aufgrund des Schiedsrichterentscheids mit 2:3.

Michael

Auch der Merlischachener, Michael Unternährer, erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Er ist eine konstante Grösse im Taisho-Team und der Älteste der Wettkampfmannschaft. Bei den Herren Elite 18+ -75 kg erreichte er den ausgezeichneten dritten Platz.

Trainer Romano fügt an, dass die Taisho künftig mit noch grösserem Elan und noch ausgeklügelterer Taktik weitermachen werde. Er habe ein komplett neues Trainingskonzept erarbeitet, das ab sofort im Wettkampf-Team zur Anwendung komme und nächstes Jahr bei allen grossen Turnieren eingesetzt werde. Die Taisho sei in voller Attackenstimmung. Nächstes Jahr sei ein WM-Jahr und man sei jetzt schon mit dem Aufbau für dieses Grossereignis beschäftigt. Mehr will Romano darüber nicht verraten, Geduld ist gefragt, man wird zu gegebener Zeit mehr davon hören.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.