Taimanov spielte Simultan im Schachmuseum

Jörg Schmid vermochte als einziger trotz Mehrbauer nur ein Remis herauszuholen.
Das Schachmuseum in Zusammenarbeit mit der Schachgesellschaft Luzern luden den ehemaligen Weltklassespieler Mark Taimanov aus St. Petersburg zu einem Besuch nach Luzern ein, wo er anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung "Viktor Kortschnoi - Ein Leben für das Schach" auch ein Matchplay gegen den zweifachen Vizeweltmeister spielte. Am Vorabend besuchte er die Schachgesellschaft Luzern im Spiellokal und absolvierte spontan ein Simultan an neun Brettern. Erstaunlich, wie der bald 90jährige Taimanov von Brett zu Brett ging und die Figuren in die richtige Position brachte, damit er mit leichten Vorteilen oder sogar Figurenvorsprung in die Endspiele gehen konnte. Immer wieder liess er seine Klasse und Überlegenheit aufblitzen und nahm das rund 2-stündige Simultan gelassen und mit viel Humor. Der Schüler Botvinniks aus der berühmten Leningrader Schachschule war in den 50iger und 60iger Jahren einer der besten Schachspieler seiner Zeit und rangiert auf Platz 6 auf der Weltrangliste, die es aber damals noch gar nicht gab und erst später konstruiert wurde. Seine Partien gegen Tal, Petrosjan, Keres, Spassky, Hübner und den Rest der Weltelite sind alle aufgezeichnet und in rund 20 Büchern publiziert. Zudem hat er für den Sportverlag Berlin eine einmalige Serie von Eröffnungsbüchern geschrieben. Daneben gehörte Taimanov auch zu den besten Klavierspielern der Welt und ist auf der CD The greatests Pianists zu hören. Beim Simultan gegen die Spieler der SG Luzern liess er auf jeden Fall nichts anbrennen und gewann deutlich mit 8,5:0,5. Für die Spieler wie für die SG Luzern war es ein einmaliges Erlebnis, Mark Taimanov zu Besuch zu haben und gegen ihn spielen zu dürfen. Die Niederlagen waren auf jeden schnell verdaut. Einzig Prof. Jörg Schmid von der UNI Luzern vermochte mit einem Mehrbauern und ungleichen Läufern ein Unentschieden zu halten.
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