Überschwemmung zerstört Aikido-Dojo in Luzern!

Luzern: Aikido Schiavone Dojo |

Bei dem verheerenden Unwetter am 07.06.2015 wütete das Wasser im Würzenbachquartier in Luzern. Besonders heftig traf es das Romerohaus in dessen Untergeschoss sich das Jikishinkai Schiavone Dojo befindet.

Das Dojo zog erst vor weniger als 2 Jahren in diese Räume. Es war aufwendig umgebaut, in liebevoller Handarbeit renoviert und mit detailverliebter Schlichtheit eingerichtet worden.
Nun wurde es Opfer einer vernichtenden Überschwemmung.
Was in der Bilderstrecke aus einem Katastrophengebiet aus dem Süden zu entstammen scheint, befindet sich in unserer unmittelbaren Nachbarschaft!
Etwa 1.80 m stand das Wasser im Trainingsraum. Das Ergebnis: Die ehemals reinweiss strahlende Wand ist braun vom Schlamm. Die Matten sind vollgesogen mit Dreckwasser und wild im Raum verteilt. Der Boden mit einer dicken Schlammschicht bedeckt. Die handgefertigten Holzwaffen schwammen im Wasser, sind nun gerissen, unbrauchbar. Das ursprünglich helle Parkett im Eingangsbereich ist nun dunkel, aufgequollen und herausgebrochen. Sämtliches Inventar des Jikishinkai Schiavone Dojos ist vollständig vernichtet. Eine Wand ist eingebrochen, sogar die Aussenwand ist eingedrückt!
Einzig das Bild des Aikido-Gründers O`Sensei Morihei Ueshiba hängt noch an seiner Stelle an der Wand, oberhalb der 1.80 m Grenze, stoisch thronend und wachend… Der Sachschaden für das Dojo: rund 20 000.- CHF.

Erst kürzlich grosse Ehrung aus Japan!

Nur 1.5 Monate zuvor erhielt das Dojo die grosse Ehre direkt vom Aikido-Headquarter in Japan getauft zu werden. Tsuruzo Miyamoto Shihan (7. Dan) vom Hombu Dojo Tokyo gab dem Aikido Schiavone Dojo den neuen Namen: Jikishinkai Schiavone Dojo. Jikishinkai heisst in etwa so viel wie „mit klarem Herzen“.
Mit der Taufe steht das Dojo nun in direkter Linie zum Aikikai Hombu Dojo Tokyo, dem weltweiten Aikido-Headquarter!

Um dieser Ehre gerecht zu werden, heisst es in erster Linie weiter zu trainieren. Und gerade dies ist seit dem Unwetter in den eigenen Räumen unmöglich geworden. Darüber was dies im Einzelnen für die Zukunft heisst, können laut Vincenzo Schiavone, dem Leiter des Dojos, bisher noch keine endgültigen Aussagen gemacht werden. Klar scheint aber eines für alle Beteiligten zu sein: "Es soll weitergehen!"

Einige Schüler haben nun die Initiative ergriffen und wollen über die Fundraising Seite 100-days.net den Wiederaufbau ihres Dojos unterstützen. Ausserdem konnte erreicht werden, dass vorübergehend zumindest einzelne Trainings in die Turnhalle der St. Karli Schule verlegt werden konnten, wo das vom Dojo unterstützte Integrationsprojekt Aikido Kids seinen Sitz und damit die entsprechende Grundausstattung fürs Aikido Training zur Verfügung stellen kann.
Trotz dem die Aufräumarbeiten auf Hochtouren laufen, kann laut den Verantwortlichen des Romerohauses mit einer Nutzung der bisherigen Räumlichkeiten frühestens wieder in 4-6 Monaten gerechnet werden.
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