Was bedeutet wohngesundes Bauen?

Radon-Bodengasmessung, wie sie beispielsweise von Baufritz durchgeführt wird.
Immer mehr Menschen leiden unter Allergien, die ihre Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Die Suche nach den Ursachen gestaltet sich nicht immer ganz leicht. Konnten Pollen und andere natürliche Verursacher ausgeschlossen werden, ist der Grund nicht selten in den eigenen vier Wänden zu finden. Denn auch bestimmte Baustoffe können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Da sich die meisten Menschen den mit Abstand grössten Teil des Tages in geschlossenen Räumen aufhalten, spielt die Baubiologie bei der Schaffung einer gesunden Umgebung eine entscheidende Rolle. Doch was bedeutet wohngesundes Bauen eigentlich und auf welche Faktoren sollte bei der Planung und Errichtung eines Hauses verstärkt geachtet werden?

Gesundes Bauen beginnt schon bei der Grundstückssuche

Ökologisches und wohngesundes Bauen beginnt bereits bei der Suche nach einem weitgehend unbelasteten Grundstück, das frei von chemischen oder anderen Rückständen ist. Wurde ein solcher potenzieller Bauplatz gefunden, empfiehlt es sich trotzdem, eine intensive Grundstücksanalyse vornehmen zu lassen. So kann zum Beispiel ausgeschlossen werden, dass von dem Grund eine erhöhte Radon-Belastung ausgeht. Radon ist ein in der Natur vorkommendes Gas, das unter freiem Himmel keine Gefahr darstellt. Dringt es jedoch durch schadhafte Fundamente und Mauern sowie über Rohre und Leitungen ins Innere eines Hauses vor, kann Radon zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Radon ein signifikantes Risiko darstellt, an Lungenkrebs zu erkranken. Da das Gas unsichtbar und geruchslos ist, kann es sich unbemerkt im gesamten Haus ausbreiten, wo es von den Bewohnern eingeatmet wird. In den bodennahen Etagen ist die Konzentration naturgemäss höher als in den oberen Stockwerken. Obwohl das Radon wieder ausgeatmet wird, lagern sich kurzlebige Zerfallprodukte in den Atemorganen ab. Die Zellen des Lungengewebes werden auf diese Weise nachhaltig geschädigt, so dass in der Folge Lungenkrebs auftreten kann. Aus diesem Grund sollte vor Baubeginn eine intensive Baugrundanalyse durchgeführt werden. Nur wenn potenzielle Gefahren bekannt sind, können diese durch gezielte Baumassnahmen vermindert oder ganz eliminiert werden.

Schadstoffarme Baumaterialien sind der Schlüssel zu einem gesunden Wohnumfeld

Um ein allergiefreies Wohnumfeld zu schaffen, müssen Schadstoffe konsequent reduziert und so weit wie möglich eliminiert werden. Bei konventionellen Bauunternehmen wird diesem Aspekt oft noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Wer als Allergiker in dieser Frage auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte nach einem Unternehmen suchen, das mit dem ALLÖKH-Siegel ausgezeichnet ist. Einer der wenigen Spezialisten, die sich mit diesem Siegel schmücken dürfen, ist das traditionsreiche Bauunternehmen Baufritz, das auf mehr als 120 Jahre Erfahrung im ökologischen Bauen zurückblicken kann.
Bei der Errichtung eines Eigenheims gilt es unter gesundheitlichen Aspekten nur solche Baustoffe zu verwenden, die nachweislich über einen niedrigen Schadstoffgehalt verfügen und keine schädlichen Emissionen verursachen. Um das Allergierisiko zu minimieren, sollte aber nicht nur bei den offensichtlichen Baustoffen, sondern auch bei den Hilfsstoffen konsequent auf die verwendeten Materialien geachtet werden. Kleber und Öle bergen ebenso wie Farben und Lacke die Gefahr, zur Entstehung von Allergien beizutragen. Sind bereits Unverträglichkeiten bekannt, können diese schon bei der Planung des Neubaus berücksichtigt werden. Durch entsprechende Tests besteht die Möglichkeit herauszufinden, auf welche Stoffe besonders sensibel reagiert wird. Diese können dann beim Bau konsequent gemieden werden.

Elektrosmog effektiv vermeiden

Ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Risiko für die Wohngesundheit stellt Elektrosmog dar. Die Strahlung wird von vielen Experten nicht nur für Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände verantwortlich gemacht, sondern auch für Herzrasen und sogar für die Zunahme von Burn-out-Erkrankungen. Dass es sich bei Elektrosmog um eine ernst zunehmende Gefahr handelt, wurde in den vergangenen Jahren durch verschiedene Studien belegt. Und selbst Versicherungen sehen in der Strahlung ein erhöhtes Risiko und berücksichtigen dieses bei ihren Berechnungen. Beim Bau eines Hauses sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass mit Hilfe verschiedener Massnahmen ein wirksamer Schutz vor X- und E-Elektrosmog installiert wird.
Nur durch eine effektive Abschirmung von Leitungen und die Entmagnetisierung von Stahlträgern und anderen metallischen Bauteilen kann ein nachhaltiger Schutz vor krankmachendem Elektrosmog erreicht werden. Ein gesundes Wohnambiente kann ohne wirksame Massnahmen gegen die Strahlung kaum geschaffen werden.

Es ist die Summe verschiedener Massnahmen, die ein gesundes Zuhause schaffen

Es ist das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Massnahmen, die aus einem Haus ein gesundes, allergiefreies und sicheres Zuhause machen. Um sich in den eigenen vier Wänden wohl fühlen zu können, müssen die dafür notwendigen individuellen Voraussetzungen geschaffen werden. Diese reichen von der Suche nach einem passenden Baugrundstück, über das Finden eines im biologischen Bauen erfahrenen und renommierten Unternehmens, bis hin zur Auswahl geeigneter Baumaterialien, die Allergien vermeiden und keine negativen Einflüsse auf die Gesundheit haben. Eine sorgfältige Planung und die Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse bei der architektonischen Gestaltung sind weitere Voraussetzungen für ein glückliches und gesundes Leben im eigenen Heim.
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