Zentralschweizer Tourismustag,Digital reisen – smart unterwegs, 22. Juni 2017, besucht von Léonard Wüst

 
Dinosaur robots acting as receptionist greet a hotel employee demonstrating how to check-in to the hotel during a press preview for the newly-opening Henn na Hotel Maihama Tokyo Bay in Urayasu, east of Tokyo, Japan March 15, 2017. Japan's second robot-run hotel Henn na Hotel ( 'strange hotel' in Japanese) opened on March 15, 2017 as the robot-staffed hotel near Tokyo, operating company H.I.S. Co. said. REUTERS/Issei Kato
 
Dinosaur robots acting as receptionist greet a hotel employee demonstrating how to check-in to the hotel during a press preview for the newly-opening Henn na Hotel Maihama Tokyo Bay in Urayasu, east of Tokyo, Japan March 15, 2017. Japan's second robot-run hotel Henn na Hotel ( 'strange hotel' in Japanese) opened on March 15, 2017 as the robot-staffed hotel near Tokyo, operating company H.I.S. Co. said. REUTERS/Issei Kato
Nach der kurzen Begrüssung durch Organisator Peter Schmidli von der Hochschule Luzern (HSLU) hiess Regierungsrat Paul Winiker (SVP) im Namen des Kantons die über 130 Teilnehmer auf dem neuen Flaggschiff der Schifffahrtgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV), der „MS Diamant“, im angenehm klimatisierten Raum mit launigen Worten willkommen. Auch er sei gern smart unterwegs (Motto des diesjährigen Tourismustages: Digital reisen – smart unterwegs).Dass dies aber im Moment der Regierung nicht immer gelänge, sei wahrscheinlich allen anwesenden bekannt. Das Wort ergriff auch noch der Co Gastgeber Direktor der SGV Stefan Schulthess, der „Herrscher“ über das, wie er sichtlich stolz informierte, haybridangetriebene und klimaneutrale neue Schiff, die „MS Diamant“. Kurz darauf legte die Diamant ab für eine Rundreise. Diese zu geniessen blieb aber keine Zeit, da es sogleich losging mit den diversen Referaten über das komplexe Thema. Während Andreas Liebrich grundsätzliche Erläuterungen gab, vertieft vor allem über den „Costumer journey“. 1. Die Inspiration (informiert sich der potentielle Gast über traditionelle Vertriebskanäle wie Zeitungsinserate, Prospekte, Reisebüro usw. oder über eine der diversen Onlineplattformen?) 2. Information (wo holt er sich diese? z.B. bei Suchmaschinen. booking.com, ebookers etc.) 3. Buchung (wo nimmt er diese vor, z.B. über Buchungsportale oder auf Tourismuswebseite der Stadt/Region/Land, hoteleigene Webseite usw?). 4. Reiseaufenthalt (was bucht er noch vor Ort, Ausflüge, Restaurants etc.?) 5. Reflektion (vermittelt er seine Erfahrungen an Freunde, Bekannte usw.?) Gut ist es, den Gast zu animieren, Fotos auf den sozialen Netzwerken zu posten (das effizienteste und preisgünstigste Marketing). Das Allerwichtigste ist aber immer noch (betonten alle Referenten) die gelebte Gastfreundschaft vor Ort mit der persönlichen Betreuung der Gäste. Anschliessend vermittelte Wilhelm K. Weber seine Ideen sehr humorvoll und praxisbezogen. So anhand eines 5 Sterne Hauses am Vierwaldstättersee, das auf seiner Webseite darauf hinweist, dass die Zimmer über eigene Douchen und Toiletten verfügen. Zudem ist das Buchungsprozedere sehr aufwändig und ohne Hochschulstudium fast nicht zu bewältigen. Sein Tipp, um Effizienz und Anwenderfreundlichkeit einer Hotelwebsite zu testen sei: „Keep calm and ask your mama to book your hotel!

Tipps und Tricks, veranschaulicht von Topmanagern der Branche

Die Oberexperten wie Google Schweiz Manager Philipp Ries und der erste Schweizer Google Mitarbeiter überhaupt und heutige Inhaber der Marketingfirma Webrepublic, Thomas Hanan, referierten sehr detailliert und mit, leider, zu vielen, für „Otto Normalverbraucher“, schwer verständlichen Fachausdrücken über das Thema. Dabei wurde trotzdem klar, dass in naher Zukunft vor allem folgende Bereiche von elementarer Bedeutung sein werden: a) der mobile Bereich nimmt ständig an Bedeutung zu, Wertigkeit von PC und Notebooks verringern sich. b) immer wichtiger auch das Marketing mittels „Virtual reality“ und c) die „Artificial intelligence“ (AI). Dafür als Top Beispiel benannt das Henn na Hotel In Japan, das von 140 Robotern betrieben wird. Es gibt gerade mal sieben Angestellte, die im Notfall einspringen. Es sei immer noch möglich, den Nischen zu besetzen, dies braucht aber, nebst viel Fantasie und Kreativität, vor allem auch Fleiss und Ausdauer. Dies erläuterte auch André Baumgartner, ebenfalls ein Pionier des „Digital Marketing“, der mit tweebie kürzlich eine App lanciert hat, die alle Chancen hat, sich zum Renner zu entwickeln, wie erste Tests in Zermatt und Pontresina untermauern. (tweebie ist weltweit die erste destinationsübergreifende Applikation, davon profitiert die Tourismusbranche und jeder User. Alle wichtigen Informationen sind in einer einzigen Applikation vereint). Dies wurde dann von Jan Steiner, Leiter des Pontresina Tourismus, bestätigt und näher erläutert.

Neugestaltung des Online Auftrittes von Luzern Tourismus

Carla Hendry und Beat Wälti erklärten, auf welche Art und Weise momentan die neue Seite von Luzern Tourismus aufgebaut wird, welche Schwerpunkte man setzt wie und mit wem man kooperieren will. Die Vernetzung unter den diversen lokalen Anbietern sei matchentscheidend, damit die „Grossen“ wie Google, Facebook und Co. nicht eine noch dominantere Stellung haben und das ganze Spektrum kontrollieren. Besonders wichtig sei auch das fortlaufende Aktualisieren der Webseiten, wie Publikation von zeitnahen Events, inkl. Zusatz – bzw. Sonderangebote für diese. Luzern Tourismus sei momentan voll am Erarbeiten der nötigen Komponenten, damit die neue Seite im Sommer/Herbst 2018 aufgeschaltet werden kann. Auch seien andere Tourismusplayer der Region wie z.B. Bergbahnen, Museen usw. sehr an einer Zusammenarbeit interessiert und ihrerseits auch daran, die dafür notwendigen Schritte einzuleiten.

Etwas Auflockerung zum Schluss

Beim abschliessenden Kurzpodium gesellte sich auch Bruno Muff dazu. Muff ist der eigentliche Vater von Google maps, entwickelte er doch die Grundlagen der virtuellen Kartografie, welche von Google gekauft wurden. Muff ging anschliessend einen völlig neuen Weg und ist heute ein sehr erfolgreicher Bio Bauer mit seinem Haldihof in Weggis am Vierwaldstättersee. Sein Rückzug vom IT Business geht sogar so weit, dass er nicht einmal die Homepage des Haldihof selber machte (das erledigte sein Sohn). Muff plädierte für Authentizität, nannte als schlechtes Beispiel ein Schweizer Folkloreabend an dem amerikanische Säfte ausgeschenkt werden.
Die hochinteressante, aber auch fordernde Tagung wurde beschlossen durch ein paar Abschiedsworte von Timo Albiez (Vizedirektor der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern), Marcel Perren (Tourismusdirektor Luzern) und Peter Schmidli (Dozent an der HSLU und an der SHL), dem Cheforganisator des Events, der dann alle Teilnehmer noch zu einem finalen Netzwerkapero einlud. LeonardWüst HochschuleLuzern LuzernTourismus InnerschweizonlineBochumerZeitung HaldihofWeggis
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