Chef sein – oder echt sein?

Ein «echter» Mensch wird man(n) oder frau nicht durch blosse Worte. Man ist echt oder eben nicht. Echt sein braucht Mut!

Echte Chefs kennen sich selbst. Sie können zu sich stehen und in Ihren Entscheidungen ganz sie selbst sein. Tatsächlich sind wirklich gute Führer meistens echt. Ein anderes Wort für echt ist menschlich, oder authentisch. Andererseits garantiert echt sein nicht automatisch, dass Mann oder Frau auch eine gute Führungskraft ist. Das jedoch lässt sich lernen.

Paradoxerweise merken wir bei einer echten Führungskraft gar nicht, dass wir geführt werden – ausser natürlich, wir wissen, worum es beim authentischen Führen geht.
Menschen, die nicht authentisch zu führen vermögen, tun ihr Bestes, damit man sie für eine echte Führungskraft hält. Sie lassen sich weniger von ihren Idealen leiten, sondern vom Wunsch, ihren Vorgesetzten zu gefallen, selbst wenn sie deswegen falsche Entscheidungen treffen müssen. Sie versuchen nicht, ihre MitarbeiterInnen zu Höchstleistungen zu inspirieren, sondern wollen vor allem selbst glänzen und andere in den Schatten stellen. Sie sind unfähig zur persönlichen Anerkennung, legen aber viel Wert darauf, nach aussen als fürsorgliche Chefs wahrgenommen zu werden.
Solch unechtes, arrogantes Verhalten führt schleichend zu einer gravierenden Abwärtsspirale. Motivation, Unternehmenskultur und Arbeitsklima rasen in den Keller. Natürlich leiden auch Produktivität und Kundenbeziehungen darunter. Und was passiert? Meistens wird dann versucht das Problem mit demselben verkorksten Führungsstil zu beheben, der es überhaupt erst verursacht hat. Aber, hat ein Unternehmen erstmal ein Führungsproblem, dann stinkt der Fisch vom Kopf her. Weiss die Person an der Spitze nicht wie man authentisch führt, dann können auch keine positiven Effekte auf die unteren Ebenen übergreifen. Vielfach bleibt dann nur noch die Kapitulation, sprich Schliessung der Firma…

Jedes Unternehmen, jede noch so kleine Firma, zieht Vorteile daraus, wenn es seinen Führungskräften hilft mit den zukünftigen Herausforderungen des Wirtschaftslebens fertigzuwerden. Häufig genügt es schon, wenn die Spitzen eines Unternehmens sich geführte Zeit zum Nachdenken gönnt, um das Gleichgewicht zwischen Emotionalität und Rationalität wiederherzustellen. Beim Sparring mit Führungskräften geht es nicht darum, den Leuten zu sagen, was sie anders machen sollen, sondern darum, das Repertoire an Verhaltens- und Denkstrukturen zu erweitern. Es soll Führungskräften helfen ihre Talente, Fähigkeiten und Stärken zu entdecken – damit sie für ihre Firma, und den Ihnen anvertrauten MitarbeiterInnen, und nicht zuletzt auch für sich selbst, einen echten Mehrwert schaffen, und somit einen entscheidenden Vorsprung auf die Mitbewerber entwickeln können.
Und, Hand aufs Herz: Wer möchte denn nicht von einem echten Chef geführt werden?
www.peterkorner.ch
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